Weihnachtsbaum in Dortmund: Fichten gehen an soziale Einrichtungen

Metallgerüst mit Fichten auf dem Hansaplatz

Weihnachtsbaum in Dortmund: Fichten gehen an soziale Einrichtungen

Auf dem Hansaplatz in Dortmund läuft der Abbau des Gerüsts für den großen Weihnachtsbaum. Die etwa 1.700 Rotfichten, die eigentlich darauf montiert werden sollten, bekommen nun neue Besitzer.

Die Filetstücke sind vergeben, sagte der Oberbürgermeister Thomas Westphal. Gemeint sind damit etwa 200 Bäume, die dekorativ sind und eine schöne Form haben. Sie werden an Alten- und Pflegeheime - aber auch an Kitas verteilt.

Die restlichen Bäume seien als Weihnachtsbäume eher nicht zu gebrauchen, weil sie zu schmal sind. Wer dennoch einen der Bäume mitnehmen möchte, kann das nach vorheriger Anmeldung bei der Stadt Dortmund noch bis Freitag. Die restlichen Fichten werden verbrannt.

Absage des "Größten Weihnachtsbaums der Welt" sorgt für Kritik

Die des Absage des "Größten Weihnachtsbaums der Welt" in Dortmund durch die Stadt Anfang November hat für heftige Kritik bei CDU und City-Händlern gesorgt. "Eine Katastrophe", so kurz und knapp kommentiert Tobias Heitmann von den City-Händlern die Entscheidung. Er fürchtet, dass es eine trostlose Adventszeit mit noch schlechteren Umsätzen werden könnte als ohnehin schon erwartet.

Die CDU hält das auch für eine falsche Entscheidung. Sie kritisiert, dass bereits viel Geld für den Bau ausgegeben worden sei. Der Abbruch spare kaum etwas. Deshalb wollen sich die Christdemokraten für den Weiterbau des Baums einsetzen.

Stadt übernimmt Kosten

Das Grundgerüst für die Riesentanne ist noch auf dem Hansaplatz zu sehen, das sonst immer mit rund 1.700 Sauerländer Fichten ummantelt wurde. Was jetzt aus den Bäumen wird, ist noch nicht geklärt. Die 300.000 Euro Kosten für die Organisation, den Aufbau und die Bäume, übernimmt nach wie vor die Stadt Dortmund. Die Einzelhändler sollen auf den Kosten nicht sitzen bleiben.

Absage wegen steigender Corona-Infektionszahlen

Der Stadt Dortmund ist es schwer gefallen, den beliebten Blickpunkt in den Adventstagen abzusagen. Aber wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen sei ihr nichts anderes übrig geblieben, hieß es am Dienstag in der Verwaltungssitzung.

Treffpunkt für Open-Air-Partys

Außerdem geht es wohl auch um das Brandschutzkonzept. Das sieht nämlich die Weihnachtsmarktbuden als Abstandshalter vor. Die fehlen nach der Absage des Weihnachtsmarktes und deshalb könnte die Gefahr zu groß sein, dass Besucher den Fichten zu nahe kommen und sie anzünden.

Die Stadt befürchtet offenbar auch, dass der Baum zu einem Treffpunkt für Open-Air-Partys werden könnte.

Stand: 12.11.2020, 09:58