Hagener Waste Watcher spüren Müll-Sünder auf

Auf dem Foto ist eine illegal entsorgte Wohnungseinrichtung: darunter auch ein roter Sessel.

Hagener Waste Watcher spüren Müll-Sünder auf

Von Peter Fischer

  • Erste nächtliche Kontrolle in Hagen war erfolgreich
  • Müll-Sünder am Hauptbahnhof erwischt
  • Hohe Strafen drohen

Am Wochenende (16.11.2019) haben die Hagener Waste Watcher gleich mehrere Müll-Sünder erwischt. Es war der erste nächtliche Einsatz der städtischen Abfall-Kontrolleure. Bisher waren sie nur tagsüber unterwegs.

Auf dem Graf-von-Galen-Ring nahe des Hagener Hauptbahnhofs beobachteten die Müll-Detektive, wie eine Gruppe von Personen Wohnungseinrichtung aus einem Wohnhaus schleppte: Sessel, eine Couch, zertrümmerte Schränke und Schubladen; allerlei Kleinkram und Abfall in Säcken.

400 Euro Bußgeld plus Kosten für Abtransport

Auf dem Foto ist eine Brücke in Hagen. Darunter liegt eine illegal entsorgte Wohnungseinrichtung: ein roter Sessel, eine beige Couch und Vieles mehr.

Das wird teuer: illegal entsorgter Müll unter einer Brücke.

All das haben sie unter einer Brücke entsorgt - verteilt über mehrere Meter. Für die Müll-Sünder wird das jetzt richtig teuer: Bis zu 400 Euro Bußgeld werden fällig. Außerdem Gebühren und die Kosten für den Abtransport.

Kontrollen sollen Nachahmer abschrecken

Bei derselben nächtlichen Kontrolle haben die Waste Watcher noch weitere 600 Kilogramm illegal abgelagerten Abfall aufgespürt und beseitigen lassen.

Weitere nächtliche Kontrollgänge sollen folgen - vor allem an Stellen, wo regelmäßig große Mengen von Müll abgelagert werden. Das soll auch abschrecken. Denn wer seinen Müll illegal entsorgt, muss nun damit rechnen, auch nachts erwischt zu werden.

1.000 Müll-Sünder mussten bereits zahlen

Seit die Waste Watcher im Frühjahr dieses Jahres mit ihrer Arbeit begonnen haben, mussten schon etwa 1.000 Müll-Sünder zahlen: Die städtischen Angestellten haben schon so viele Buß- und Verwarnungsgelder verhängt. Weitere 1.200 Fälle werden noch bearbeitet - es ist also wahrscheinlich, dass noch mehr Müll-Sünder Strafe zahlen müssen.

Stand: 19.11.2019, 14:43

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