Mit Wasserstoff in die klimafreundliche Zukunft

Ein Auto mit Wasserstoffantrieb wird betankt.

Mit Wasserstoff in die klimafreundliche Zukunft

  • Kreis Recklinghausen will Vorreiter beim Wasserstoff-Antrieb sein
  • Produktion ohne schädliches CO2
  • Entwicklung noch am Anfang, aber mit viel Potential

Noch sind sie eine Innovation: Autos, die mit Wasserstoff fahren. Aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf, kein schädliches CO2. Im Kreis Recklinghausen arbeiten viele kleine Unternehmen an der neuen Energiezukunft.

Dietlinde Stüben-Endres von KFZ-Innung Kreis Recklinghausen

Dietlinde Stüben-Endres von der KFZ-Innung Kreis Recklinghausen

Eine davon ist Dietlinde Stüben-Endres, Obermeisterin der KFZ-Innung im Kreis Recklinghausen. Sie besitzt vier Autohäuser und fährt aus Überzeugung auch privat einen Wasserstoffwagen. "Es ist einfach fantastisch in solch einem technischen Wunderwerk zu sitzen und das auch noch sehr komfortabel." Mit fast 80.000 Euro ist ein Wasserstoffwagen allerdings kein Schnäppchen.

Und es gibt weitere Schwachstellen. Der Wasserstoff wird kaum aus erneuerbaren Energien gewonnen und ist ebenfalls teuer, vergleichbar mit Benzin. Das Kilo für 9,50 Euro.

Technik mit Zukunft

Die Brennstoffzelle vorne im Auto verwandelt das Gas zusammen mit der Luft zu Strom. Der wird über eine Batterie gespeichert, der Wagen fährt mit Elektromotoren. Gerade sowas könnte Zukunft im Ruhrgebiet haben, meint Dietlinde Stüben-Endres: "Wir haben hier sehr viele Chemiewerke, die Wasserstoff als Abfallprodukt bei der Produktion haben. Wir haben eine Pipeline, die geht über 200 Kilometer quer durchs Ruhrgebiet bis nach Köln."

Unternehmen stehen kurz vor Entwicklungsdurchbruch

Aufnahme des Hertener Anwenderzentrum

Hertener Anwenderzentrum

15 zumeist kleinere Unternehmen entwickeln im Hertener Anwenderzentrum seit einigen Jahren Produkte rund um den Energieträger Wasserstoff. Eines von vielen Beispielen: Brennstoffzellen, die in Herten entwickelt wurden, können Mobilfunkmasten mit Strom versorgen. Dank Wasserstoff können sie auch dort stehen, wo es weit und breit keinen Stromanschluss gibt.

Herten hatte mal drei Zechen. Die Steinkohle ist Geschichte. Mit dem Wasserstoff haben sie hier aber wieder etwas mit Zukunft gefunden.

Kreis RE: Mit Wasserstoff in die Zukunft Lokalzeit aus Dortmund 19.11.2019 03:22 Min. Verfügbar bis 22.11.2021 WDR Von Frank Stach

Stand: 21.11.2019, 14:17