Lehrer streiken in Dortmund, Münster und Gelsenkirchen für mehr Geld

Lehrer schwänzen den Unterricht 02:37 Min. Verfügbar bis 13.02.2020

Lehrer streiken in Dortmund, Münster und Gelsenkirchen für mehr Geld

  • Rund 500 angestellte Lehrer in Dortmund dabei
  • Demonstrationszug durch die Innenstadt
  • Die GEW fordert 6 Prozent mehr Gehalt

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in NRW gehen weiter. Rund 500 angestellte Lehrer demonstrierten am Mittwochvormittag (13.02.2019) in Dortmund für eine bessere Bezahlung und damit eine Annäherung an die Gehälter der verbeamteten Lehrer.

Etwa 100 Lehrer kamen in Münster zur Demo zusammen. Verbeamtete Lehrer dürfen nicht streiken. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat.

Lehrer ziehen mit Trommeln und Bannern durch die Innenstadt

Mit Trommeln und Bannern zogen die angestellten Lehrer durch die Dortmunder Innenstadt. Mit dabei waren Lehrer aus Dortmund, Witten, Hamm und dem Kreis Unna. Seit 20 Jahren ist Fred Brinkmann-Lözzer im Schuldienst. Obwohl er als Lehrer an der Hauptschule Scharnhorst in Dortmund die gleiche Arbeit macht, wie seine verbeamteten Kollegen, verdient er monatlich 500 Euro weniger. "Das ist zutiefst ungerecht", sagt der 61-Jährige und mag gar nicht nachrechnen, wie viel Geld ihm in all den Jahren vorenthalten blieb.

500 Pädagogen tragen ihren Frust auf die Straße

"Aber es geht auch um Wertschätzung", sagt Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. Sie ärgert sich massiv über die Arbeitgeberseite, weil das Land trotz guter Steuereinnahmen die angestellten Lehrer nicht besser entlohnen möchte.

Zahlreiche Menschen mir roten Westen demonstrieren in Gelsenkirchen. Im Hintergrund ein rotes Zelt mit der Aufschrift ver.di. Auf einer Treppe vor einer Kirche stehen Menschen mit Bannern.

500 Pädagogen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg sind in Dortmund am Mittwoch zusammengekommen und haben ihren Frust auf die Straße getragen. Es ist ein Warnstreik mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro.

Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter treffen sich am 28. Februar

Am 28. Februar werden sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter zur 3.Tarifrunde treffen. Fred Brinkmann-Lözzer hofft auf eine Einigung im Sinne der GEW. Er ist sauer über eine "Lohn-Ungerechtigkeit": "Das ist nicht einzusehen. Ich will nicht unbedingt den Status Verbeamteter Lehrer. Ich will aber die Kohle bekommen, die die Kollegen verdienen für die gleiche Arbeit."

In Dortmund fand am Mittwoch die größte Demo in NRW zum Warnstreik im öffentlichen Dienst statt. Weitere Kundgebungen gab es in Münster und Gelsenkirchen.

Stand: 13.02.2019, 11:58