Kitas geschlossen: Warnstreik-Sternmarsch sorgt für Staus in Dortmund

Städtische Mitarbeiter ziehen mit Streikfahnen über den Wall

Kitas geschlossen: Warnstreik-Sternmarsch sorgt für Staus in Dortmund

Die Gewerkschaft Ver.di hat alle städtischen Mitarbeiter zu Warnstreiks aufgerufen. Ein Sternmarsch zieht über den Wall in Dortmund. Nichts geht mehr in den städtischen Kitas.

Der Frust über die Arbeitsbedingungen sei groß, heißt es in Dortmund. Deshalb sind viele dem Streikaufruf gefolgt. Generell ruft Ver.di alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung zum Warnstreik am Donnerstag auf. In fünf Demonstrationszügen ziehen circa 1.000 Streikende vom Süden und Norden über West und Ost auf den Wall in der Innenstadt – zu Fuß und auch mit dem Fahrrad.

Von den fünf Standorten aus läuft der Sternmarsch am Vormittag über den Wall zum Friedensplatz. Das hat auch Konsequenzen für Autofahrer. Deshalb wird der Innenring des Walls ab circa neun Uhr immer wieder vorübergehend gesperrt.

Keine Notgruppen geplant

Eltern standen am Morgen vor verschlossenen Türen der 100 städtischen Kindertagesstätten. Die Streikenden in Dortmund haben keine Notgruppen eingeplant.

Streiks im Rheinland

Mehr als tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Donnerstag in Düsseldorf, Viersen und Mönchengladbach die Arbeit niedergelegt. In Mönchengladbach etwa fuhren keine Busse und auch der Müll wurde nicht abgeholt. In Düsseldorf wurden die LVR- und die Sana-Kliniken in Gerresheim und Benrath bestreikt. Rund 250 Angestellte waren hier dem Aufruf der Gewerkschaft verdi gefolgt. Ein Notbetrieb wurde sichergestellt. Verdi fordert für die Beschäftigten 4,8 Prozent mehr Lohn, die Angestellten im Gesundheitswesen sollen zusätzlich Extrageld und bessere Arbeitsbedingungen erhalten.

Kfz-Zulassungsstelle und Kitas

Auch Kindertagesstätten und städtische Ämter wie das Straßenverkehrsamt in Düsseldorf wurden bestreikt. Hier lief der Betrieb überwiegend mit Notbesetzungen. Der Wildpark in Grafenberg blieb ganztägig geschlossen, genau wie 6 Jugendfreizeiteinrichtungen. In den Bürgerbüros, dem Dienstleistungszentrum und der Kfz-Zulassungsstelle waren die Folgen des Streiks zwar zu spüren, die Dienststellen mussten aber nicht schließen.

In Düsseldorf waren von den insgesamt 100 städtischen Kindertagesstätten vier geschlossen. Zwölf Kitas konnten laut Stadt nicht erreicht werden, in 28 weiteren Kindertagesstätten war nur ein eingeschränkter Dienst möglich.

Stand: 01.10.2020, 18:52