Fichtenwälder kämpfen mit trockenen Böden und Borkenkäfern

Eine Fichte mit einer vom Borkenkäfer beschädigten Rinde

Fichtenwälder kämpfen mit trockenen Böden und Borkenkäfern

Die Revierförster erklären im Rahmen der Deutschen Waldtage interessierten Besuchern auf Wanderungen die Bedeutung der Wälder.

Es sieht schlecht aus für den Wald, sagt beispielsweise Förster Kersten Blaschzok vom Regionalverband Ruhr. Der Fichte ist jetzt schon zu trocken, sie könnte bald aus unseren heimischen Wäldern verschwinden.

Erfolge erst längerfristig erkennbar

Die Förster im Ruhrgebiet überlegen sich, wie sie am besten gegensteuern. So pflanzen sie beispielsweise Bäume, die mehr Trockenheit vertragen. Allerdings ist dann oft erst in einem halben Jahrhundert zu sehen, ob die Förster richtig lagen.

Borkenkäfer verschärft Situation

Waldgebiet in Bad Salzuflen mit vielen kahlen Stellen

Tote Fichten bedecken große Flächen

Hinzu kommt: Die Brandgefahr in den Wäldern ist nachwie vor hoch. Das liegt nicht nur an fehlendem Regen, sondern vor allem Borkenkäfer. Der Borkenkäfer hat auch dafür gesorgt, dass sehr viele Fichten im Wald abgestorben sind. Deshalb sind die Wälder an vielen Stellen so braun.

Das tote Holz steht entweder noch im Wald oder liegt zumindest noch dort. Und totes Holz wird sehr trocken und damit ist es leicht entflammbar. Die Forstbetriebe kommen gar nicht damit nach, die toten Fichten zu fällen und es gibt nicht genug Lagerfläche dafür.

Im Rahmen des Deutschen Waldtages von heute bis Sonntag gibt es in Castrop-Rauxel, Herten und Witten kostenlose Waldführungen.

Stand: 18.09.2020, 11:38