Wahlpanne in Bochum: Mitarbeiter machte Fehler

Stimmzettel der Europawahl liegt auf Europafahne

Wahlpanne in Bochum: Mitarbeiter machte Fehler

  • In 22 Wahllokalen fehlten zeitweise Stimmzettel
  • Wähler mussten auf Nachschub warten
  • Panne vermutlich keine messbaren Auswirkungen

In Bochum hat die Stadt untersucht, warum es bei der Europawahl am Sonntag (26.05.2019) zu wenig Stimmzettel gab. 22 Wahllokale waren betroffen, so die Stadt. Wer dort abstimmen wollte, musste warten, oder später wieder kommen. Folgen hat die Panne aber nicht. Dafür hätten deutlich mehr Wähler betroffen sein müssen, mindestens 400.000.

Fehler bei der Nachlieferung

Die Wahlpanne wurde vom Landeswahlleiter untersucht. Er forderte von der Stadt eine dataillierte Aufklärung. Grundsätzlich seien ausreichend Stimmzettel vorhanden gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt Bochum am Mittwoch (29.05.2019).

Ein langjähriger Mitarbeiter im Wahlbüro habe entschieden, nicht alle Stimmzettel wie vorgesehen auszuliefern. Auch bei der Nachlieferung sei es zu Fehlern gekommen. Den Mitarbeiter erwartet jetzt vermutlich eine interne Strafe.

"Keine auffälligen Auswirkungen"

Auf den Ausgang der Wahl hatte die Panne vermutlich keine messbaren Auswirkungen. Die Wahllokale hätten zwischen fünf Minuten und zwei Stunden auf Nachschub warten müssen, hieß es. In dieser Zeit haben Schätzungen der Wahlleiter zufolge jeweils bis zu 60 Leute kehrtgemacht, manche seien aber später zurückgekehrt.


Eine Analyse der Beteiligung in den betroffenen Wahllokalen habe dabei gezeigt, dass es keine auffälligen Abweichungen bei den Ergebnissen im Vergleich zu anderen Wahlbezirken gegeben habe.

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Stand: 31.05.2019, 15:51