Waffenverbote an Bahnhöfen: Über 500 Personen kontrolliert

Bundespolizei im Bahnhof Düsseldorf

Waffenverbote an Bahnhöfen: Über 500 Personen kontrolliert

  • Messer oder Gaspistolen waren nachts nicht erlaubt
  • Wenige Waffen sichergestellt
  • Verbote in Essen, Mülheim, Gelsenkirchen und Dortmund
  • Gruppen junger Männer im Visier der Polizei

Die Bundespolizei hat für die Waffenverbote an mehreren Hauptbahnhöfen im Ruhrgebiet Bilanz gezogen. Für die Nächte auf Samstag (23.03.2019) und Sonntag durften an den Hauptbahnhöfen in Essen, Mülheim, Gelsenkirchen und Dortmund jeweils von 18 Uhr bis 6 Uhr keine Messer und Gas- oder Schreckschusspistolen mitgeführt werden.

In diesem Zeitraum überprüften die Beamten 513 Personen. Dabei stellten sie fünf Messer und einen Elektroschocker sicher. Die Bundespolizei schrieb darüber hinaus elf Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und erteilte 26 Platzverweise.

Polizei achtete auf Gruppen junger Männer

Sie hatte dabei besonders Partygänger im Blick, die auf dem Weg in Clubs und Discos waren oder von dort zurückkehrten. Laut Volker Stall von der Bundespolizei ging es vor allem um "junge Männer, teilweise in Gruppen, teilweise einzeln, die alkoholisiert waren, die Drogen genommen hatten".

Hier komme es regelmäßig zu Problemen. "Sie sind aggressiv - und wir wollten verhindern, dass mitgeführte Waffen wie Messer in Konfliktsituationen benutzt werden."

Dauerhaftes Waffenverbot nicht möglich

Ein dauerhaftes Waffenverbot an Bahnhöfen kann die Bundespolizei hingegen rechtlich nicht durchsetzen. Durch zeitlich begrenzte Verbote will sie dem Trend zu immer mehr Bewaffnung etwas entgegen setzen.

Stand: 24.03.2019, 15:28

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 A.W. 25.03.2019, 17:49 Uhr

    Im Radio hies es, es wurden Reisende kontrolliert, hier heisst es junge Männer. Warum dieses um den heißen Brei reden ? Weil er so unangenehm heiß ist ? Es geht hier nicht um Reisende und nicht um den durchschnittlichen jungen Mann der Party machen will, es geht hier um Männer und Jugendliche aus dem orientalischen bis nordafrikanischen Raum !!! und um nichts anderes !!! Nennt das Kind beim Namen !!! Diese lungern zu Hauf an den Bahnhöfen rum von morgens bis Nachts und zwar nicht um zu reisen oder Party machen, sondern um ihre eigenen Geschäfte dort abzuwickeln, um ihr Territorium dort gegenüber der Konkurrenz abzustecken und weitere kriminelle Machenschaften zu erledigen. So und nicht anders läuft es dort ab !!! Dieses Verbot gilt doch sowieso immer und grundsätzlich sofern man keine Berechtigung hat ! anstatt das Problem bei der Wurzel zu packen wird mal wieder versucht mit lächerlichen Aktionen etwas Sicherheit zu präsentieren.

  • 13 Norbert T. 25.03.2019, 15:39 Uhr

    Herzlichen Glückwunsch, eine ein Prozentige Erfolgsbilanz und 11 Kiffer erwischt. Der Feind: "Partygänger" Kennen wir ja. Man geht Abends in einen Club oder eine Party und steckt sich erstmal ein Messer ein. Wenn der Bericht ein klein wenig ehrlicher war hätte er erklärt dass damit die Dauerparty gemeint war zu der Merkel eingeladen hat und die von ganz vielen "jungen Männern in Gruppen" besucht wird, die gerne mal ein Messer dabei haben falls spontan zu fünft gegen einen Einzelnen die Ehre verteidigt werden muss.

  • 12 normaler Bürger 25.03.2019, 10:13 Uhr

    Was ist denn mit dem Nichagressieven, der einen kleinen Waffenschein hat, und sich einfach vor den dort ständig stattfindenden Gewalttaten schützen möchte?

  • 11 Manfred D. 25.03.2019, 09:38 Uhr

    Für die, die es noch immer nicht verstanden haben: Ein Gesetz, um jungen Männern das Messer wegzunehmen und es dem Möbelhausbesucher zu lassen geht nicht. Der junge Mann darf ebenfalls ins Möbelhaus und sich ein Küchenmesser kaufen. Ergo wurde pauschal JEDER und JEDES Messer kriminalisiert. Klar sind Attacken mit Waffen nicht gut. Aber im Gegensatz zu vielen anderen hier scheine ich zu verstehen, dass eine solche Kontrolle nichts positives mit sich bringt außer Willkür und einen Eingriff in meine Grundrechte. Nein, ich trage kein Messer mit mir um mich zu "verteidigen". Ich trage seit meinem 5 Lebensjahr aber ein Schweizer Messer mit mir. In Essen kann man wunderbar Obst am Bahnhof kaufen und das gemütlich im Park essen. Wenn wir eine längere Radtour machen, habe ich ein Multitool bei mir. Grund sollte klar sein. Ist auch Messer dran. Alles bei allen führt nämlich doch dazu, dass das Mütterchen sich Sorgen machen muss, ob sie kriminalisiert wird, weil es Willkür des Beamten abhängt.

    Antworten (1)
    • Atze 25.03.2019, 11:51 Uhr

      Die kontrollierenden Beamten können schon ein Gebrauchsmesser von einer Waffe unterscheiden. Nicht umsonst wird das ziemlich genau vom Gesetzgeber und auch von erkennenden Gerichten definiert. Wer nur mit der Nase nach oben durchs Leben geht, dem ergeht es wie dem Hans-kuck-in-die-Luft, aus dem Struwelpeter.

  • 10 Atze 25.03.2019, 07:46 Uhr

    Das arme Mütterchen dass sich soeben ein neues Küchenmesser gekauft hat oder den Mann, der als Koch arbeitet und mehrere Messer ( als Werkzeug) bei sich führt haben sicherlich keine Sorgen, klaglos durch die Kontrollen zu geraten. Seit vielen Jahren arbeite ich ganz vorne im Umgang mit auffälligen, kriminellen Menschen, da muss ich bei Beiträgen wie dem von Manfred D. lächeln und denke- Junge du hast keine Ahnung-. Es passiert tagtäglich viel an üblen Sachen in diesen Land, Dinge die nicht immer in die Öffentlichkeit geraten, weil sie nahezu zur Gewohnheit geworden sind.

  • 9 Waffenfreie Zone 25.03.2019, 06:13 Uhr

    In St. Pauli gibt es das Verbot, nicht nur am S-BAHNHOF sondern im gesamten Gebiet. Immer, nicht nur zu bestimmten Zeiten.

  • 8 masche66 24.03.2019, 19:38 Uhr

    Totaler Schwachsinn diese Waffenverbotszone. Es geht doch nur darum die Polizeibefugnisse auszuweiten. Jetzt kann jederzeit grundlos kontrolliert werde - auch in der Hoffnung anderes zu finden. Ein Hoch auf die Grundrechte, besser auf das was mal davon übrig bleiben wird.

    Antworten (1)
    • normaler Bürger 25.03.2019, 10:18 Uhr

      Absolut richtig! Man könnte auch einfach Gewalttäter hart bestrafen und (nur) DIESEN ein generelles Waffenverbot aussprechen. Da hätten alle anderen sowieso mehr von!

  • 7 Heinzb aus nrw 24.03.2019, 19:18 Uhr

    Was darf geschrieben werden, nur das , das dem Schriftleiter des WDR genehm ist ? Übertreibt es doch nicht mit dem Zensus , die Zeiten des Schriftleitergesetz sind doch mehr als 70 Jahre vorbei . Dann schreibt doch selber Kommentare und benennt sie als Lesermeinungen , das siegelt doch hier die Realität eines Unwortes des letzten Jahres , aber das mit der Zwangsabgabe (GEZ) werdet Ihr nicht verhungern und nicht in die Hand beißen, die Euch füttern .

  • 6 Heinzb aus nrw 22.03.2019, 23:20 Uhr

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  • 5 Manfred D. 22.03.2019, 23:02 Uhr

    Wenn ich lese, dass "Messer jedweder Art" verboten sind, Frage ich mich, warum die Berichterstattung so unkritisch ist. Wenn Menschen, die ein Taschenmesser mit sich führen oder Personen, die ihr neu gekauftes Messer eines schwedischen Möbelhauses in Essen nach Hause bringen wollen von der Polizei kontrolliert werden, macht das weder die Stadt sicherer noch schafft es Vertrauen in die Polizeiarbeit. Am Ende ist es ein schwerwiegender Eingriff in unsere Grundrechte und alle klatschen sie Beifall, weil nach einem Tag Kontrolle 5 Schweizer Messer und drei Küchenmesser beschlagnahmt werden. Diejenigen, die Straftaten begehen wollen machen dies dann eben mit einem Metallkuli, dem sie ihren Opfern in die Brust rammen oder dir lauern ihnen auf dem Heimweg auf. Ein schweizer Messer wird niemand als Waffe mir sich führen. Begleitet dir Kontrollen und sprecht die Opfer an. Niemand hat dafür Verständnis, wenn einem Menschen dies abgenommen wird, nachdem dutzende ohne Anlass durchsucht wurden.

  • 4 Heinzb aus nrw 22.03.2019, 19:39 Uhr

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