Ärger um wackeliges Brückenprovisorium in Haltern

Ärger um wackeliges Brückenprovisorium in Haltern

  • Bereits zwei Verletzte
  • 4.000 Menschen müssen rauf und runter
  • Provisorium bis März 2020

Mehr als 4.000 Menschen nutzen seit dem 13. Mai jeden Tag ein wackeliges Brückenprovisorium im Bahnhof Haltern. Vier Gleise müssen sie überqueren, um zu ihren Zügen zu gelangen oder auf den Bahnhofsvorplatz.

Zwei Frauen haben sich bereits verletzt, die 68-jährige Ilse Korn sogar schwer. Sie hatte am 14. Mai eine Freundin zum Bahnhof gebracht und stieg dann die 50 Stufen hinab. An einer blieb sie hängen, stürzte und musste mit einem komplizierten Kniegelenksbruch ins Krankenhaus gebracht werden.

Schadenersatz von der Bahn?

Ob ihr Knie jemals wieder wird wie früher, können ihr die Ärzte im St. Sixtus–Krankenhaus nicht garantieren. Ilse Korn war bisher gut zu Fuß, jetzt droht ihr eine frühe Arthrose - selbst dann, wenn die zusammengenagelten Knochen gut verheilen. Darum will sie Schadenersatz von der Bahn fordern.

Die Bahn hat sich entschuldigt. Aber das reicht Frau Korn nicht. Sie verlangt, dass die Bahn das Provisorium verbessert, damit nicht noch weitere Menschen zu Schaden kommen. Außer ihr stürzte noch eine 60-jährige Frau. Sie ist in ambulanter Behandlung.

Bürgermeister verlangt Nachbesserungen

Auch Bürgermeister Bodo Klimpel verlangt von der Bahn Verbesserungen am Provisorium. Möglichst bald will er sich mit Verantwortlichen treffen.

Ein Bahn-Sprecher hat inzwischen erklärt, dass die Brücke ordnungsgemäß abgenommen sei und alle Sicherheitsanforderungen erfülle. Bis März 2020 müsse sie noch stehen, dann sei der neue Fußgängertunnel fertig.

Stand: 23.05.2019, 07:23