VRR plant neue Bahnverbindungen

Eine Frau steht vor einem Fahrplan und schaut sich die einzelnen Verbindungen an.

VRR plant neue Bahnverbindungen

Von Peter Lautsch

Ab Ende 2022 soll es drei neue Bahnverbindungen in NRW geben, darunter eine Nord-Süd-Strecke durch das Ruhrgebiet. Das melden die Fraktionen von CDU und SPD im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

Drei Strecken sind geplant: Remscheid-Solingen-Düsseldorf, Krefeld-Neuss und Bochum-Recklinghausen-Haltern. Dort sollen die Züge später möglichst im Stundentakt fahren. Die Gleise sind vorhanden, streckenweise allerdings nur für den Güterverkehr.

Besonders um die Verbindung von Bochum und Recklinghausen wurde jahrelang gerungen. Befürworter wollten endlich einen kurzen Weg zwischen den Städten. Die Gegner dagegen sahen entweder keinen Bedarf. Oder sie sagten, dass die Kaufkraft im Kreis Recklinghausen fehle, wenn die Menschen aus dem Kreis so schnell zum Shoppen nach Bochum fahren könnten.

Alternative für Pendler

Besonders für Pendler bietet die geplante Strecke Vorteile: Mit dem Zug müssen sie bisher in Wanne-Eickel umsteigen. Und mit dem Auto quälen sie sich durch die Großbaustelle A43. Wenn die neue Nord-Süd-Strecke bis Haltern reicht, bekommt auch Marl eine neue attraktive Schienen-Verbindung ins südliche Ruhrgebiet.

Alle drei neuen Linien nutzen alte Gleise, darum halten sich die Investitionen in Grenzen. Das NRW-Verkehrsministerium habe die Finanzierung bereits zugesagt, berichten die Fraktionen von CDU und SPD im VRR. Eine Hürde müssen die späteren Betreiber aber noch nehmen: Denn die drei neuen Strecken brauchen auch mehr Lokführer.

Stand: 12.09.2021, 16:56

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