VRR kündigt Vertrag mit Eurobahn

Regionalzug der Eurobahn

VRR kündigt Vertrag mit Eurobahn

  • VRR entzieht Auftrag für S1 und S4
  • Eurobahn soll zu wenig Lokführer haben
  • Deutsche Bahn springt ein

Kurz bevor die Eurobahn den Betrieb der wichtigen S-Bahn-Linien S1 und S4 übernehmen sollte, hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ihr den Auftrag wieder entzogen. Der VRR ist überzeugt, dass die Eurobahn nicht genügend Lokführer hat.

Eurobahn sollte im Dezember übernehmen

Nach Ansicht des VRR hat die Eurobahn nicht genug Personal, um den Betrieb ab Mitte Dezember auf den S-Bahn-Linien 1 und 4 zu garantieren. Die Eurobahn hat kein Verständnis für die Entscheidung des Verkehrsverbundes.

Laut einer Sprecherin hatte man dem VRR Anfang der Woche deutlich gemacht, dass es bis Dezember genügend Lokführer geben werde.

Die Eurobahn hatte sich in einem Bieterverfahren unter anderem gegen die Deutsche Bahn durchgesetzt. Jetzt soll der Konkurrent, die Deutsche Bahn in die Bresche springen und die Linien weiter bedienen.

DB hat Lokführer schon verplant

Allerdings hat die Deutsche Bahn ihre eigentlich freiwerdenden Lokführer schon längst anders verplant. Sie gibt ihr Bestes, sagt sie, aber Lokführer sind begehrt und der Nachwuchs ist knapp.

Ob Bahnfahrende ab Mitte Dezember mit Problemen rechnen müssen, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Stand: 19.09.2019, 11:34

Kommentare zum Thema

28 Kommentare

  • 28 Bahnpendler 21.09.2019, 04:57 Uhr

    Merkwürdiges Spiel, der Abellio Chef wird Chef vom VRR und dan so was. Bei den Ausschreibungen muss immer alles Billiger werden die Züge gehören dem Verbund nicht mehr der Betreiberfirma das selbe beim RRX. Die Eisenbahnfirmen sollen nur noch so eine Art Leihfima sein. Die Politik schaut zu wie die Eisenbahn privatisiert und Zerschlagen wird alles Billiger Billiger Billiger. Das da keiner Arbeiten will ist klar. Hinzu kommt noch man wird und Angegriffen beleidigt und die Arbeitszeit ist besccheiden. Der VRR mag die DB überhaupt nicht. Die Abellio Führung mag die Eurobahn nicht und ist jetzt VRR Chef. Also korrupter geht es wirklich nicht mehr.

  • 27 Deborah 20.09.2019, 23:52 Uhr

    Na, das muss man sich mal zu Gemüte führen. Wenn da keine Mauschellei war?? Dem einen Anbieter entziehen und die DB hat auch nicht genug Fahrer... ach wie schön, aber mit Ausfällen recht man als Pandler immer.

  • 26 Kenner 20.09.2019, 10:38 Uhr

    Drei Jahre seit Gewinn der Ausschreibung bis zur Betriebsübernahme und Keolis bekommt es nicht auf die Kette. Deutlicher kann ein Versagen der Führungscrew nicht dargestellt werden. Aber mal zur Erläuterung: Lokführer werden ausgebildet wenn das Jobcenter die Kosten übernimmt. Wenn sich Leute aus anderen Branchen bewerben wurden diese aus dem Grund abgelehnt. Wenn ich mit dem größten Konkurrenten verhandle, dessen Linie ich übernehmen möchte und dazu dessen Personal, Werkstätten usw. brauche muss ich mich nicht wundern wenn das schief geht. Und wenn ich dann zwischen dem Scheitern der Verhandlungen und dem Betriebsbeginn nicht einen Plan B habe der UMSETZBAR ist passiert genau das. Fazit: Führungsversagen! Gut: Die Lokführer oder Kundenbetreuer die bisher eingestellt wurden brauchen sich keine Sorgen machen, egal wie die Farbe des Zuges ist, einer fährt immer und sie werden gebraucht.

  • 25 Nun Ja 20.09.2019, 08:01 Uhr

    Und als die Lokführer für gerechte Bezahlung streikten, haben viele (nicht alle), inklusive Medien, geschimpft und ja gehetzt (Focus). Das Ergebnis sieht man jetzt, denn so haben sich die Leute schon vor 10-15 Jahren entschieden, diesen Beruf nicht zu ergreifen. Und dieses "mittelalte" Segment fehlt jetzt.

  • 24 Anoym 20.09.2019, 07:37 Uhr

    Abellio gehört nicht zum Dach der DB. Es ist ein privater Anbieter. Und so wie die meisten privaten Anbieter können sie halt mit Dumping Angeboten die Ausschreibungen gewinnen. Da unsere Politiker fast immer nur auf den Preis schauen. Am Ende muss die DB aber wieder einspringen, weil die privaten es nicht schaffen.

  • 23 Ulrich Endermann 20.09.2019, 05:19 Uhr

    Es wurde Zeit, gegen die Eurobahn vor zu gehen. Jetzt bitte noch RE 3 und 13 kündigen. Ich bezahle freiwillig mehr für die Monatskarte, durch Zugausfälle bezahle ich ständig zusätzlich Benzin, um zur Arbeit zu kommen. Gruss Ulrich Endermann

  • 22 Anonym 20.09.2019, 00:09 Uhr

    Hier hat man wenigstens rechtzeitig die Augen auf gemacht. In Mitteldeutschland darf ABELIO unter dem Dach der DB, treiben was der Verein so will... Toll für Pendler und Ferneisende, denen tagelang im stundentakt erklärt wird, dass die Bahn ausfällt, weil es personelle Probleme gibt. Das Thema katastrophale Löhne in Kombination mit "bescheidenen" Arbeitsbedingungen tut da sich sein übriges, potentiellen Nachwuchs abzuhalten.

  • 21 Jack Skysegel 19.09.2019, 23:59 Uhr

    Die Eurobahn hat in der Vergangenheit mehfach ihre Kompetenz unter Beweis gestellt. Ich errinere nur an die Betriebsaufnahme der RE13 Hamm - Venlo. Da haben deren grandiose Soll-Haben -(m/w/d) 4 Tage vor der Betriebsaufnahme mit Erstaunen festgestellt, dass man für die Züge auch noch eine Genehmigung braucht, wenn man damit Beförderungsfälle generieren will. Aber was solls, das Bestellernentgelt war im Sack, der Bonus gesichert.

  • 20 JJS 19.09.2019, 23:36 Uhr

    Das passiert nach der Privatisierung unserer Infrastruktur eben...Bald gibt es kein Unternehmen mehr, dass den Auftrag ausführen kann

  • 19 Mario Krude 19.09.2019, 23:27 Uhr

    Und wann entzieht der VRR der NWB/Transdev da die Linie RE10?!!!

  • 18 Heinzb aus nrw 19.09.2019, 23:20 Uhr

    Ich fahre öfters mit der Eurobahn , bequeme und saubere , moderne Züge und freundliches Personal , wo auch Fahrkartenkontrolle durchgeführt wird , was will der VRR mehr ? Oder spielen andere Interessen oder Seilschaften eine Rolle ? Denn wenns um Ausfälle von vorab jeden Monat bezahlten Leistungen geht , dann kann der VRR doch ganz andere Dienstleister benennen und deren Verträge hinterfragen . Zumal dem VRR die Abokunden und sonstige Kunden weglaufen jedes Jahr in Höhe von Sechsstelliger Zahl , wie zu vernehmen ist , stetiger Leistungskürzungen mit notorischer Preiserhöhungen und trotzdem riesige Investitionsdefizite .

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