Emscherbruch: Vorwürfe gegen Abfallgesellschaft Ruhr

Überblick über Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen

Emscherbruch: Vorwürfe gegen Abfallgesellschaft Ruhr

  • Naturschutzverbände sprechen von Manipulation
  • Vorwurf: Geschönte Fotos zur Erweiterung Zentraldeponie
  • Bezirksregierung Münster soll prüfen, ob Betrug vorliegt

Die Naturschutzverbände NRW werfen der Abfallgesellschaft Ruhr (AGR) vor, Fotos zur Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen geschönt zu haben. Die Bezirksregierung Münster soll als Aufsichtsbehörde prüfen, ob ein Betrug vorliegt.

Bilder verharmlosen Ausmaß

Die AGR möchte die Zentraldeponie Emscherbruch erweitern und hat Fotos vorgelegt, die zeigen sollen, dass sich das Landschaftsbild dadurch kaum verändern würde. Nach Ansicht der Anwohner und der Naturschutzverbände verharmlosen die Bilder das Ausmaß der Deponie.

"Die Fotos haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun", sagt Claudia Baitinger vom BUND dem WDR am Montag (15.07.2019). Die Fotos seien so fotografiert worden, dass die Halde hinter Büschen verschwinden würde. Die Bilder seien mithilfe von Weitwinkelobjektiven "manipuliert" worden.

Deswegen beschäftigt sich jetzt die Bezirksregierung mit dem Sachverhalt.

Fotos seien nicht relevant

Auf Anfrage des WDR weist die Abfallgesellschaft Ruhr diese Vowürfe deutlich zurück. Die Bilder seien außerdem für die Genehmigung nicht relevant. Die Naturschutzverbände NRW sehen das anders: Aus ihrer Sicht gehören die Landschaftsbilder hingegen zum Nachweis der Umweltverträglichkeit.

Gegen die geplante Deponieerweiterung wehren sich auch Bürger aus Herne und Gelsenkirchen. Sie haben Angst vor mehr Lärm und Schadstoffe.

Stand: 19.07.2019, 11:41