Schweinepest: Übung für den Ernstfall in Schwelm und Unna

Schweinepest: Übung für den Ernstfall in Schwelm und Unna

  • Große Sorge vor Afrikanischer Schweinepest
  • Kreise bereiten sich auf den Ernstfall vor
  • Übertragung durch infiziertes Fleisch

Training für den Ernstfall: Im Schwelmer Kreishaus hat am Dienstag (12.02.2019) ein Krisenstab die Abläufe geprobt, die greifen sollen, wenn im Kreis ein mit der Afrikanischen Schweinepest infiziertes Wildschein gefunden wird. Eine Übung gab es auch im Gesundheitsamt des Kreises Unna.

Zaun als Schutz vor Wildschweinen

In Osteuropa ist die Tierseuche bereits in vielen Ländern ausgebrochen. Im September 2018 wurden dann auch Fälle aus Belgien bekannt. In Dänemark wird seit Ende Januar 2019 ein langer Zaun entlang der Grenze zu Deutschland gebaut. Ein Schutz, damit keine Wildschweine von Deutschland nach Dänemark laufen können. Denn Wildschweine übertragen das Virus.

Schweinebauern machen sich Sorgen

In ganz NRW sind die Schweinebauern wegen der Afrikanischen Schweinepest besorgt. Einer von ihnen ist Werner Schulz-Gahmen aus Werne. Der Landwirt betritt seine Ställe nur mit Anzug, Stiefeln und einem Schutz für die Haare, um keine Keime einzuschleppen.

Mitarbeiter des Krisenstabs stehen vor einer Landkarte.

Werner Schulz-Gahmen hat Angst, dass sich seine Tiere mit dem hochansteckenden Virus infizieren. 400 Schweine hält der Bauer in seinen Ställen, wenn nur eins davon das Virus bekommt, muss er alle anderen töten. Betroffen sind alle Schweinebauern, egal ob sie ihre Tiere konventionell oder nach Bio-Standards halten.

Übertragung durch infiziertes Fleisch

Die afrikanische Schweinepest wird vor allem über infiziertes Fleisch übertragen. Zum Beispiel durch ein unachtsam weggeworfenes Brötchen mit infizierter Wurst, das von einem Wildschwein gefressen wird. So könnte das Virus auch nach Deutschland gelangen.

Stand: 12.02.2019, 17:26