Niederrhein wappnet sich gegen Vogelgrippe

Bild: Hühner picken auf dem Boden

Niederrhein wappnet sich gegen Vogelgrippe

Die Vogelgrippe kommt näher. Die Veterinärämter fordern Landwirte zu ersten Vorsichtsmaßnahmen auf.

Die Veterinärämter der Landkreise am Niederrhein und dem Kreis Borken warnen Landwirte vor der Vogelgrippe. Auch Hobbyzüchter sollen aufpassen. In Norddeutschland und den Niederlanden gibt es bereits Fälle der Infektionskrankheit.

Einige davon traten in einem Masthähnchenbetrieb in Nimwegen auf, das ist nahe der Grenze zu NRW. In den Niederlanden gilt darum bereits seit Ende Oktober eine Stallpflicht für Geflügel.

Trinkstellen könnten Infektionen fördern

Die Krankheit kann von wilden Vögeln auf Hühner und Gänse, also auf Nutztiere, übertragen werden. Die Landwirte in den Kreisen Viersen, Neuss, Wesel, Borken und Kleve sollen darum aufpassen, dass ihr Geflügel keinen Kontakt zu Wildvögeln wie etwa Wildgänsen hat. Das kann passieren, wenn Nutz- und Wildtiere zum Beispiel die gleichen Trinkstellen nutzen.

Tote Zugvögel melden

Geflügelhalter, aber auch alle Bürger sollten darum "Auffälligkeiten bei nun eintreffenden Zugvögeln zu melden", sagt Borkens Kreisveterinär Dr. Manfred Ulrich, beispielsweise auch tote Zugvögel.

Letzter Ausbruch etwa vier Jahre her

Die Stadt Mönchengladbach hat diese Woche die schnelle Einrichtung eines Logistikzentrums geprobt, von dem aus im Ernstfall die Tierseuchenbekämpfung organisiert werden soll. Bauern, aber auch private Hühner- oder Entenhalter, bei denen das Virus gefunden wird, müssen ihren gesamten Bestand töten lassen.

Das letzte Mal gab es 2016 einen Ausbruch der Vogelseuche am Niederrhein. In Münster hatte es im September einen Fall im Allwetterzoo gegeben.

Stand: 12.11.2020, 13:07