Videoüberwachung auch in Dortmunder Münsterstraße?

Videoüberwachung in der Dortmunder Brückstraße

Videoüberwachung auch in Dortmunder Münsterstraße?

  • Drogenkriminelle verstärkt im Visier der Polizei
  • Videoüberwachung auch für die Münsterstraße geplant
  • Kritiker fordern stattdessen mehr Polizei vor Ort

Die Diskussion über den Sinn von Video-Überwachungen in Dortmund ist neu eröffnet. Die Polizei hatte angekündigt, möglicherweise zusätzliche Überwachungskameras in der Nordstadt zu installieren, beispielsweise in der Münsterstraße.

Kritiker fordern mehr Präsenz

Die Dortmunder Grünen lehnen das ab, sie glauben nicht an eine positive Wirkung. Ulrich Langhorst, Sprecher der grünen Ratsfraktion fordert mehr Polizeibeamte vor Ort. Diese würden für ihn besser auf der Straße eingesetzt. Videokameras müssten ja schließlich auch von Polizisten überwacht werden.

Videoüberwachung an Brückstraße Dortmund

An der Dortmunder Brückstraße hatte man vor zwei Jahren fünf schwenkbare Kameras installiert, genau wie an weiteren fünf Orten in NRW auch und das dann ausgewertet: Im Schnitt hat die Überwachung für die Kriminalitätsstatistik nur leicht positive Effekte gebracht. Wirklich feststellen konnte man, dass sexuelle Übergriffe durch die Überwachung reduziert werden konnten, so das Innenministerium NRW.

Die Kritiker bezweifeln, dass sich so der Drogenhandel eindämmen lässt. Denn die Dealer gehen einfach einige Ecken weiter und suchen sich neue Verkaufsstellen außerhalb der Videoaugen.

Stand: 19.12.2018, 14:57