Fahrverbot für Diesel auch in Essen und Gelsenkirchen

Fahrverbot für Diesel auch in Essen und Gelsenkirchen

  • Verwaltungsgericht verkündet Diesel-Fahrverbot für Essen und Gelsenkirchen
  • In Essen ist auch Autobahn A40 betroffen
  • Land will im Fall Essen in Berufung gehen

Zur Diskussion über das Dieselfahrverbot im Ruhrgebiet

Um die Luftqualität in Essen und Gelsenkirchen zu verbessern, sollen dort ab Juli 2019 Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge gelten. Das entschied das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Donnerstag (15.11.2018). In Gelsenkirchen ist lediglich eine zentrale Hauptstraße betroffen, in Essen die gesamte Innenstadt und angrenzende Stadtteile.

Diesel-Fahrverbote in Gelsenkirchen und Essen Aktuelle Stunde 15.11.2018 03:53 Min. Verfügbar bis 15.11.2019 WDR Von Carmen Krafft-Dahlhoff, Paul-Patrick Nelles

Zusätzlich beschloss das Gericht, das Fahrverbot auch auf einen Abschnitt der A40 auszuweiten. Die vielbefahrene Autobahn verläuft mitten durch das Essener Stadtgebiet und ist eine der wichtigsten Verkehrsadern des Ruhrgebiets. Die Luftbelastung durch den Autobahnverkehr lasse sich vermutlich nur durch Einbeziehung dieser Strecke in die Umweltzone reduzieren, so das Gericht.

Landesregierung will in Berufung gehen

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) kündigte an, gegen das Fahrverbot in Essen in Berufung zu gehen. Den Pendlerverkehr durch eine Sperrung der A40 für Dieselauots auszubremsen würde massive Folgen haben und sei "nicht verhältnismäßig", so die Ministerin. Mit der Berufung muss die Umsetzung des Urteils zunächst aufgeschoben werden. Im Fall Gelsenkirchen wolle man zunächst die Urteilsbegründung abwarten.

Dieselfahrverbote in NRW - Zwingend nötig oder überflüssige Eskalation?

WDR RheinBlick 16.11.2018 25:01 Min. Verfügbar bis 16.11.2019 WDR Online

Download

Deutsche Umwelthilfe hatte geklagt

Das Urteil ist eine Reaktion auf eine Klage der Deutschen Umwelthilfe. Der Verein will durchsetzen, dass Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in die Luftreinhaltepläne der Städte aufgenommen werden. Nur so könne der Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) eingehalten werden.

Hier ist Platz für Ihre Meinung.

Stand: 15.11.2018, 15:00

Kommentare zum Thema

6 Kommentare

  • 6 J. Buschmann 17.11.2018, 12:06 Uhr

    Wie wollen die Behörden die Fahrverbote auf der A40 (B1) überprüfen, wollen die den Verkehr auf der Autobahn anhalten. Die können Fahrverbote einführen wie sie wollen, würden mich aber nicht interessieren. PS. vor ein paar Tagen habe ich eine Sendung gesehen, da ging es auch um Luftverschmutzung und da wurde gesagt, der Autoverkehr ist erst der dritte verschmutzer. An erster Stelle sind Heizungen die mit Holz befeuert werden. Darüber wird gar nicht berichtet, sicher weil auch viele sogenannte Prominente einen offenen Kamin im Haus haben.

  • 5 Werner Binnenbrücker 16.11.2018, 18:13 Uhr

    Ich schließe mich gerne dem Vorschlag an, Herrn Resch und seinen Lobby-Verein "Deutsche Umwelthilfe" in die Wüste zu schicken. Dieser "Gutmensch" tut Deutschland wirklich nicht gut. Stimmt es eigentlich, dass Toyota einer der Sponsoren dieses Vereins ist?

  • 4 Guido Neumann 16.11.2018, 16:37 Uhr

    Am besten wäre ein Boykott aller Dieselfahrer, einfach weiter fahren !!

    Antworten (1)
    • Tizia von Alsen 17.11.2018, 12:09 Uhr

      ... oder alle mal nicht mehr fahren, Handwerker usw. Die Umweltheinis werden immer bekloppter mit ihrem Dieselfahrverbot und diesen Heini von der Umwelthilfe sollte man in die Wüste schicken.

  • 3 EWie 16.11.2018, 12:21 Uhr

    Der Großinquisitor hat wieder zugeschlagen. Warum werden die Opfer, die Besitzer eines Diesefahrzeuges, bestraft und nicht die Betrüger? Warum werden Raucher, die ebenfalls die Luft verschmutzen und nebenbei noch Müll und Nanoplastik in der Umwelt entsorgen, nicht sanktioniert? Steckt da Lobby dahinter? Ich werde, egal, was kommt, kein neues Auto kaufen, weil ich (78) nicht weiß, wie lange ich noch fahren kann/darf. Ich fahre nur etwa 5000 km im Jahr im Auto und benutze innerstädtisch fast nur das Fahrrad.

  • 2 cbwat 16.11.2018, 11:49 Uhr

    Umweltschutz "Ja", Lobbyarbeit "Nein" Diese tolle Deutsche Umwelthilfe ist nur ein bezahlter Lobby-Verein, ich würde Herrn Resch bitten ein anderes Land in den Ruin zu befördern, hier trifft es nur Familien und unsere Zukunft, er darf dann auch gerne in dieses Land Auswandern, ist nach seiner Arbeit bestimmt Lebenswert dort, zumindest für ihn. Wenn nur Jobs in einem Umkreis von ca. 20 Kimometer Arbeitsweg vorhanden wären und diese moderne "Kinderlandverschickung" aufhört, dann bin ich voll dafür, mit einem funktionierenden ÖPNV natürlich. Es wird ja nicht besser ohne Dieselfahrzeuge, der Benziner wird dann Zielscheibe, ist es ja auch schon in den Anfängen. Autoindustrie geht in die Knie, die anderen Wirtschaftszweige folgen, viele Arbeitslose, tolle Aussichten die uns da erwarten. Die anderen Länder freuen sich schon, könnne sich den bald ehemaligen Anteil der deutschen Wirtschaft unter sich aufteilen. Dafür Danke Deutsche Umwelthilfe.

  • 1 hoffentlich wachen nun Alle auf 16.11.2018, 11:20 Uhr

    wie es schon zu hören war, die Umweltauflagen bestehen bereits seit 2010 und sowohl die Automobilindustrie wie auch "die von der Automobilindustrie gesteuerten Politiker" haben dieses Thema ausgesessen. Vielleicht haben sie "gedacht: es wird schon nicht so kommen" Es wurde zu wenig in umweltfreundliche Autos investiert, der ÖPNV wurde vernachlässigt und nicht weiter ausgebaut. In den vergangenen Jahrzehnten wurde gespart auf Teufel komm heraus. Auch dafür bekommen wir derzeit die Quittung. Kontinuität ist in der Infrastruktur schon von Vorteil und häufig nicht nur dort. Ein anderer Gedanke, der den ÖPNV annehmbarer machen könnte, wäre ein NRW-Ticket und eine Senkung der Ticketpreise für Monatstickets. die Aufteilung in die Verkehrsverbünde ist ein Witz!

    Antworten (1)
    • cbwat 16.11.2018, 12:05 Uhr

      Ja, da haben alle erfolgreich die Augen geschlossen, aber das ist kein Grund in Deutschland die Familien und Arbeitnehmer zu bestrafen, in keinem anderen Land wird so eine Verurteilung des ganzen Volkes betrieben. Was soll bitte erreicht werden, Straßenbarrikaden, Gewalt, Massenabeitslosigkeit, Schulden die keine Privatperson bezahlen kann usw. usw. Tpisch "Deutsch", alles irgendwie logisch erklären, statt Schwachsinn einfach mal zu beenden.

Weitere Themen