Wittener Vermisstenfall klärt sich nach 50 Jahren

Wittener Vermisstenfall klärt sich nach 50 Jahren

  • Student 1965 in Schweizer Bergen verschwunden
  • Knochenfund führt auf die Spur
  • Speichelprobe bringt Beweis

Die Geschichte klingt unglaublich: Nach mehr als einem halben Jahrhundert ist das Verschwinden eines Wittener Studenten aufgeklärt worden. Der damals 22-Jährige war 1965 in den Schweizer Alpen verschwunden, ohne dass seine Leiche je gefunden wurde.

Vermisster 1977 für tot erklärt

Der Fall ist tragisch: Vor 53 Jahren bricht der junge Mann, der damals an der Ruhr-Universität Bochum studierte, zu einer Tour in den Schweizer Alpen auf - und verschwindet spurlos. Mehrere Suchen der Bergwacht blieben ohne Erfolg, 1977 wird der Wittener schließlich für tot erklärt. Die Familie bleibt im Ungewissen, was mit dem jungen Mann passiert ist.

Mehrere Zufälle in den vergangenen Wochen lösten nun den Fall: Auf die Spur brachte die Ermittler ein Hinweis aus der Schweiz. Dort wurden ein Oberschenkelknochen, ein Rucksack und eine Fahrkarte aus Witten von 1965 gefunden. Allerdings konnten die Bochumer Beamten diese Infos zunächst keinem passenden Vermisstenfall zuordnen.

Familie meldet sich bei Polizei

Erst als zufällig ein Verwandter des jungen Mannes in Bochum-Wattenscheid davon erfuhr, wurde er stutzig und meldete sich bei der Polizei. Eine Speichelprobe der Schwester des Vermissten brachte schließlich Klarheit: Der Knochen ist tatsächlich von dem 22-Jährigen, der vor mehr als einem halben Jahrhundert verschwand.

Stand: 08.11.2018, 09:42