Verdacht auf sexuellen Übergriff in Bochumer Kita

Der Schatten von einem Mann und ein schaukelnder Jungen

Verdacht auf sexuellen Übergriff in Bochumer Kita

Von Stephanie Grimme

  • Strafanzeige gestellt
  • Mutmaßlich betroffene Person freigestellt
  • Eltern wurden informiert
  • Ermittlungen laufen

Die Polizei in Bochum ermittelt nach einer Strafanzeige in der Kita Hoffnungsbaum wegen des Verdachts auf "Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung". Deshalb hat die Kita-Gemeinschaft im Kirchenkreis Bochum ein Mitglied des Kita-Teams von der Arbeit freigestellt.

Unterschiedliche Fälle

Bereits im März war die Kindertagesstätte in die Schlagzeilen geraten, weil eine Erzieherin einem Fünfjährigen eine Ohrfeige gegeben hatte. In dem aktuellen Fall, der nun überprüft werden muss, handelt es sich aber nicht um die selbe Person, teilt der Kirchenkreis in einer Pressmitteilung mit. Arbeitgeber und Polizei wollen sich aktuell nicht zum Ermittlungsstand äußern, um die beteiligten Personen zu schützen. Es wurde lediglich bekannt, dass ein Kind zuhause berichtet hat, was in der Kita passiert sein soll. Diese Schilderungen hätten aber nahegelegt, wegen eines möglichen sexuellen Übergriffs zu ermitteln.

Strafanzeige erstattet

Gegen die beteiligte Person wurde Strafanzeige erstattet und sie vorsorglich von der Arbeit freigestellt. "Auch haben wir Kontakt zu der betroffenen Familie aufgenommen und eine umfassende Unterstützung und Begleitung angeboten", sagte der Geschäftsführer der evangelischen Kindergartengemeinschaft, Michael Both. Die übrigen Eltern seien am Donnerstagabend (28.05.2020) bei einer Elternversammlung informiert worden.

Die Eltern und die Verantwortlichen wollen weiter im Dialog bleiben. "Es ist kein einfacher Weg, aber wir müssen ihn gehen - zum Wohle der Kinder", betonte Gemeindepfarrerin Diana Klöpper. Wegen des laufenden Verfahrens und zum Schutz der Betroffenen will der evangelische Kirchenkreis Bochum aktuell keine weiteren Auskünfte geben.

Stand: 29.05.2020, 17:47