Duisburg: Lebenslänglich für Mord an Café-Besitzerin

Duisburg: Lebenslänglich für Mord an Café-Besitzerin

  • Café-Besitzerin starb durch einen Kopfschuss
  • Täter wurde Monate später in Berlin gefasst
  • Gericht geht von Mordlust aus

Knapp zwei Jahre nach dem Mord an einer Café-Besitzerin in Duisburg hat das Duisburger Landgericht den Täter zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Er war am Morgen des 3. Mai 2017 in das noch geschlossene Café im Innenhafen gegangen und hatte die Frau zunächst um einen Toilettenbesuch gebeten. Dann hatte er aus nächster Nähe zwei Schüsse auf die Frau abgegeben - mit einer schallgedämpften Pistole. Die 46-jährige Frau starb durch einen Kopfschuss.

Vorgehensweise eines Profikillers

Das Gericht geht davon aus, dass der 30-Jährige aus Mordlust gehandelt und das Opfer zufällig ausgesucht hat. Die Richter bescheinigten ihm am Donnerstag (21.03.2019) die Vorgehensweise eines Profikillers. "Er hat die Tat überdies begangen, um damit seit längerer Zeit bestehende Gewalt- und Tötungsphantasien in die Tat umzusetzen. Er hat sich dabei auf literarische und geschichtliche Vorbilder bezogen", so Gerichtssprecher Thomas Sevenheck.

Nach der Tat gab es lange Zeit weder einen Tatverdächtigen, noch ein erkennbares Motiv. Von Auftragsmord und Schutzgelderpressung war damals die Rede. Erst Monate später, im Januar 2018, konnte die Polizei den Tatverdächtigen schließlich in Berlin fassen. Er hatte bei einem Raubüberfall DNA-Spuren hinterlassen, die zum Duisburger Tatort passten.

Stand: 21.03.2019, 18:24

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