Urteil im Prozess um brutalen Raubmord in Bochum

Justizia

Urteil im Prozess um brutalen Raubmord in Bochum

  • Überfall auf Rentnerpaar in ihrem Wohnhaus
  • Mann wird gefesselt und erstickt
  • Haupttäter bekommt lebenslängliche Haftstrafe

Am Landgericht Bochum ist am Donnerstag (09.04.2020) das Urteil im Prozess um einem besonders brutalen Raubmord gefallen. Einer der beiden Angeklagten wurde zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt, der andere zu dreieinhalb Jahren. Sie hatten im Februar 2019 ein Rentnerpaar in ihrer Wohnung überfallen. Der 68-jährige Mann ist dabei brutal ums Leben gekommen.

Brutaler Tathergang sorgt für Entsetzen

Die Einbrecher hatten sich im vergangenen Jahr (04.02.2019) Zugang zu dem Haus eines Rentnerpaares in Bochum-Hordel verschafft. Als der 68-jährige Hauseigentümer mit seiner damals 71-jährigen Lebensgefährtin an diesem Tag nach Hause kam, wurden beide von den Einbrechern überwältigt. Beide wurde gefesselt und mit Kleidungsstücken zugedeckt.

Weil sich die Täter aber noch gut zwei Stunden in der Wohnung des Paares aufhielten, um nach Wertgegenständen zu suchen, konnte die Frau des Verstorbenen zunächst keine Hilfe rufen. Erst als sie keine Geräusche mehr hörte, traute sie sich die Polizei zu alarmieren.

Gefesselt und den Kopf mehrfach mit Klebeband umwickelt - so fand die Polizei den Rentner tot in seiner Wohnung. Er war qualvoll erstickt. Bei den Ermittlungen sicherte die Polizei aber auch DNA-Spuren eines weiteren Verdächtigen. Er ist in Polen gefasst worden und sitzt dort derzeit wegen einer anderen Straftat in Haft.

Urteil gegen Fahrer des Fluchtwagens

Ein weiterer Mann wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll am Tattag den Fluchtwagen gefahren haben und während des Raubmordes vor dem Haus des Rentnerpaares gewartet haben. Ihm wurde schwerer Raub zur Last gelegt.

Stand: 09.04.2020, 15:46