Bewährungsstrafe für Hagener Rapper "Jigzaw"

Bewährungsstrafe für Hagener Rapper "Jigzaw" 02:31 Min. Verfügbar bis 10.04.2020 Von Peter Fischer

Bewährungsstrafe für Hagener Rapper "Jigzaw"

  • Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung
  • Mann mit Machete angegriffen
  • 20.000 Euro für wohltätige Einrichtungen
  • "Jigzaw" droht möglicherweise die Abschiebung

Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung - so lautet das Urteil gegen den Hagener Rapper "Jigzaw". Das Hagener Landgericht sah es am Dienstag (09.04.2019) als erwiesen an, dass der Rapper in Notwehr gehandelt hatte, als er einen Mann in Hagen mit einer Machete angegriffen hatte. Allerdings habe er dabei über die Stränge geschlagen.

Im ersten Prozess zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

Eigentlich war der Rapper für den Machetenangriff bereits zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden - wegen gefährlicher Körperverletzung. Dagegen hatte er aber Berufung eingelegt.

Sieben Monate lang hat das Landgericht über diese Berufung verhandelt. Den Prozess-Auftakt hatte der Rapper für eine öffentlichkeitswirksame Selbstdarstellung genutzt. Dann ließ das Interesse seiner Fans aber schnell nach.

20.000 Euro für wohltätige Einrichtungen

Am Mittwoch war "Jigzaw" dann nicht vor Gericht erschienen. Seine Verteidiger sagten, ihr Mandant habe eine Lebensmittelvergiftung und sei nicht reisefähig. Wo er sich aufhält, wussten sie aber nicht. Ein Urteil fiel trotzdem. Der Rapper muss neben der Bewährungsstrafe noch 20.000 Euro an wohltätige Einrichtungen zahlen. Der Angegriffene bekommt 2.500 Euro Schmerzensgeld.

Möglicherweise droht "Jigzaw" wegen seiner Vorstrafen jetzt die Abschiebung in die Türkei. Ob er auch deswegen dem Prozess fernblieb, ist unklar.

Stand: 10.04.2019, 13:42