Urteil im Prozess um Leiche im Dortmund-Ems-Kanal

Urteil im Prozess um Leiche im Dortmund-Ems-Kanal

  • Bochumer Landgericht verurteilt Mann wegen Totschlags
  • Neun Jahre und drei Monate Haft
  • Angeklagter legt Geständnis ab

Im ersten Prozess war er aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Jetzt muss der Angeklagte doch ins Gefängnis. Neun Jahre und drei Monate Haft lautet das Urteil des Bochumer Schwurgerichts am Freitagnachmittag (09.11.2018).

Für die Richter am Landgericht steht fest, dass der 44-jährige Mann aus Oer-Erkenschwick seine Frau nach einem Streit erstickt und ihre Leiche anschließend im Dortmund-Ems-Kanal bei Waltrop versenkt hatte.

Mann bestritt jahrelang die Tat

Über drei Jahre lang hatte der Mann die Tat bestritten. In einem ersten Mordprozess war der Lkw-Fahrer aufgrund mangelnder Beweise freigesprochen worden. Doch die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger legten erfolgreich Revision ein. Der Bundesgerichtshof kippte das Urteil und der Fall wurde neu aufgerollt. Mitte September gestand der Familienvater dann plötzlich den Mord, einen Tag bevor seine mittlerweile 11-jährige Tochter vor Gericht aussagen sollte.

Stand: 09.11.2018, 16:35