Urteil: Keine 200-Meter-Windräder in Hamm

Windrad mit abgebrochenem Rotorblatt vor blauem Himmel

Urteil: Keine 200-Meter-Windräder in Hamm

  • Verwaltungsgericht Arnsberg hat Bau untersagt
  • Zehn Familien wollten Mega-Windräder in Hamm bauen
  • Bedenken wegen Sicherheit am Flughafen Münster/Osnabrück

Der geplante Bau von zwei Mega-Windrädern im Norden von Hamm darf nicht durchgeführt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Arnsberg am Dienstag (09.04.2019) entschieden. Die Richter sahen den Flugverkehr für den Flughafen Münster/Osnabrück beeinträchtigt und folgten damit den Bedenken der Bundesaufsicht für Flugsicherung.

Flugverkehr könnte gestört werden

Unweit des geplanten Standortes der Windräder befindet sich ein Funkfeuer, das die Flugzeuge durch einen Leitstrahl leitet. Die Windräder würden näher als 15 Kilometer an diesem Funkfeuer stehen, also in einem Bereich, den die Flugsicherung zur Schutzzone erklärt hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Kläger können in Berufung gehen.

Stadt verweigerte Baugenehmigung

200 Meter hoch sollten die zwei geplanten Windräder im Norden von Hamm sein. Zehn Familien hatten sich zusammengeschlossen, um das Projekt gemeinsam umzusetzen. Jahrelang hatten sie geplant und zusammen schon eine Viertelmillion Euro in das Vorhaben gesteckt. Dann verweigerte die Stadt Hamm die Baugenehmigung.

Stand: 09.04.2019, 11:09