Höchstspannungs-Trasse in Herdecke: Weiterbau genehmigt

Ein Strommast an einer Wohnsiedlung

Höchstspannungs-Trasse in Herdecke: Weiterbau genehmigt

Von Peter Fischer

Die umstrittene Höchspannungs-Trasse zwischen Dortmund und Hagen darf weitergebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat eine Klage von Herdecker Bürgern abgewiesen.

Die fast achtzig Meter hohen Masten und die 380-Kilovolt-Leitungen beeinträchtigen mehrere Wohnsiedlungen. Das hat das Gericht festgestellt. Aber die Trasse stattdessen entlang zweier Autobahnen sowie durch Naturschutzgebiete und acht Kilometer Waldfläche zu legen, wäre nicht akzeptabel.

Doch genau das wollten die Kläger. Sie halten das Urteil - so wörtlich - für eine Katastrophe und schlecht für die Zukunft der Stadt Herdecke. Netzbetreiber Amprion will mit der Trasse Strom aus Wind von der Nordsee nach Hessen transportieren.

Mehrere Bürgerinitiativen wollten, dass der Bau der hohen Strommasten für eine 380-Kilovolt-Leitung von Dortmund nach Hagen gestoppt wird. Und sie wollten mir ihrer Klage außerdem erreichen, dass die schon aufgebauten Strommasten wieder abgerissen werden müssen.

Waldstück ohne Genehmigung gerodet

Der Netzbetreiber Amprion aus Dortmund baut schon länger an der Höchstspannungs-Trasse, die von Nord- nach Süddeutschland führt. Vor knapp anderthalb Jahren hatte Amprion angefangen, Waldstücke zu roden und Strommasten zu bauen - ohne ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts abzuwarten. Das liegt nun zugunsten von Amprion vor.

Stand: 12.11.2020, 13:17