Fünfeinhalb Jahre Haft für Hagener Spielhallenbetreiber

Drei Spielautomaten in einer Spielhalle

Fünfeinhalb Jahre Haft für Hagener Spielhallenbetreiber

  • Angeklagter legte Geständnis ab
  • Manipulierte Automaten-Sofware genutzt
  • Ganze Familie führte Luxusleben

Fast 20 Millionen Euro hat ein Spielhallenbetreiber aus Hagen hinterzogen. Dafür verurteilten ihn die Richter am Hagener Landgericht am Freitag (06.12.2019) wegen Steuerhinterziehung zu fünfeinhalb Jahren Haft.

Angeklagter war geständig

Der 43-jährige Angeklagte hatte im Laufe des Prozesses gestanden, die Geldautomaten in seinen Spielhallen in Dortmund, Datteln und Duisburg mithilfe einer Software manipuliert zu haben, sodass diese viel zu geringe Umsätze aufzeichneten. Durch diesen Trick drückte der Angeklagte seine Steuerlast massiv nach unten.

Familie führte Luxusleben

Der 43-Jährige hatte sich und seiner Familie in den vergangenen Jahren ein wahres Luxusleben gegönnt. Zahlreiche Sportwagen und Immobilien, die von den gesparten Steuermillionen gekauft worden waren, wurden jedoch inzwischen von der Staatsanwaltschaft eingezogen. Die Sportwagen kamen unter den Hammer.

Insgesamt sollen so rund sieben Millionen Euro an den Staat zurückgeflossen sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stand: 06.12.2019, 16:01