Unna will Bürgerdienste einschränken

Das Schild des Bürgerservice in Unna-Massen

Unna will Bürgerdienste einschränken

  • Eingeschränkte Öffnungszeiten der Bürgerdienste geplant
  • Vororte Massen, Königsborn, Hemmerde und Lünern im Gespräch
  • Unna muss 3,5 Millionen Euro bis 2020 einsparen

Die Bürgerdienste in den Vororten von Unna sind wie in vielen Städten und Gemeinden die Anlaufpunkte für die Bürgerinnen und Bürger. Jetzt plant die Stadt Unna eingeschränkte Öffnungszeiten in Massen und Königsborn; die Büros in den weiter entfernten Stadtteilen Hemmerde und Lünern sollen ganz geschlossen werden.

Das alte Rathaus in Unna-Massen.

In Massen und Königsborn sollen die Außenstellen nur noch einmal pro Woche öffnen.

Gegen die Pläne der Stadt gibt es Widerstand von Bürgern, Kirchengemeinden und Vereinen. Auch im alten Rathaus in Massen regt sich Protest. Mit einer Petition versucht Ortsvorsteher Peter Kracht, die Pläne zu verhindern. "Wenn der Pleitgeier fliegt, setzt manchmal das rationale Denken aus, es wird gespart am falschen Ende", kritisiert Kracht. Er hofft wie seine Mitstreiter auf ein Umdenken vor der entscheidenden Ratssitzung.

Das Stadtteilschild von Lünern.

In Lünern und Hemmerde soll der Bürgerdienst ganz eingestellt werden.

Bürgermeister Kolter, SPD, weiss um die Mühe für die Bürgerinnen und Bürger und kann die Kritik an den Schließungen nachvollziehen. Er möchte einen kostenlosen Service stadtweit für ältere Menschen und Behinderte anbieten. "Wer wirklich nicht zum Bürgeramt Mitte kommen kann, dem bieten wir den Zuhause-Service an", so Kolter.

Die Planungen sind entstanden, weil Unna 3,5 Millionen Euro einsparen muss. So soll 2020 das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts erreicht werden. Die Entscheidung, ob und wie die Bürgerdienste eingeschränkt werden, fällen die Kommunalpolitiker am 13. Dezember in der Ratssitzung.

Stand: 30.11.2018, 06:47