Transplantationsarzt von Essener Uniklinikum ist wieder frei

Universitätsklinikum Essen

Transplantationsarzt von Essener Uniklinikum ist wieder frei

  • Polizei sieht keine Fluchtgefahr mehr
  • Verdacht des Totschlags und schwerer Körperverletzung
  • Transplantationen sollen überflüssig gewesen sein

Der Chef der Allgemein-Chirurgie darf die Untersuchungshaft verlassen. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (13.09.2018) mit. Sie wirft dem 61-Jährigen Totschlag und schwere Körperverletzung vor. Er soll dafür verantwortlich sein, dass sechs Patienten ein Organ transplantiert wurde, obwohl das medizinisch nicht notwendig war. Einer von ihnen starb nach der Operation.

Haftgründe abgeschwächt

Gegen eine Kautionszahlung darf der Mediziner das Gefängnis verlassen. Außerdem ist er mittlerweile von der Arbeit freigestellt worden, "so dass auch nicht davon ausgegangen werden muss, dass es zu weiteren Taten kommen könne", heißt es von der Staatsanwaltschaft Essen. Sie sieht keine Fluchtgefahr mehr - Die Haftgründe haben sich abgeschwächt.

Der Arzt ist am 4. September verhaftet worden. Er soll die Operationen verantwortet haben, obwohl er von dem hohen Risiko gewusst habe. Andere Behandlungen wären womöglich ungefährlicher gewesen. Der 61-Jährige weist die Vorwürfe zurück.

Stand: 13.09.2018, 16:46