Tödlicher Unfallschwerpunkt auf A1 wird entschärft

Tödlicher Unfallschwerpunkt auf A1 wird entschärft

Von Jörg Dierkes

  • 40 Prozent tödliche Autobahnunfälle in NRW auf A1
  • Massive Kontrollen und Warntafeln
  • Mehrsprachige CB-Funkdurchsagen warnen vor Stauende

Die A1 zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Volmarstein ist zum Unfallschwerpunkt in NRW geworden. 40 Prozent aller tödlichen Autobahnunfälle passieren hier. Die Polizei, der Landesbetrieb Straßen.NRW und die Bezirksregierung in Arnsberg wollen das ab sofort ändern, berichtet der WDR am Mittwoch (07.11.2018).

Die Ursache sind drei große Baustellen auf dieser Strecke, die noch auf Jahre hinaus bestehen bleiben. Hier staut sich der Verkehr täglich und am Stauende kracht es häufig.

Polizei verstärkt Kontrollen von Sicherheitsabstand und Überholverbot

Ab sofort überwacht die Polizei die Autofahrer auf der A1 verstärkt durch Radarkontrollen. Außerdem stehen Beamte gut sichtbar auf Brücken und beobachten mit der Kamera, ob der Sicherheitsabstand eingehalten oder gegen das Überholverbot für Lkw verstoßen wird.

Plakate warnen vor dem Unfallschwerpunkt

Zusätzlich sollen in den nächsten Tagen zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Volmarstein Plakate mit drastischen Bildern aufgestellt werden, um vor dem Unfallschwerpunkt zu warnen.

Außerdem soll der gute, alte CB-Funk zum Einsatz kommen. Mit mehrsprachigen Durchsagen will die Polizei Lkw-Fahrer gerade aus dem Osten Europas vor der Risikostrecke warnen.

Am Stauende Rückspiegel im Auge behalten

Die Polizei rät: Am Stauende unbedingt kurz das Warnblinklicht anmachen, um andere Fahrer darauf aufmerksam zu machen. Abstände nach vorne unbedingt einhalten und in den Rückspiegel schauen, ob ein Lastwagen von hinten heranrauscht. Dann rät die Polizei: "Weg von der rechten Spur. Gegen einen Lkw ziehen Sie immer den Kürzeren".

Stand: 07.11.2018, 16:15