Unerlaubte Spritztour endet mit schwerem Unfall

Feuerwehrleute stehen an dem Autowrack, in dem Jugendliche verunglückt sind

Unerlaubte Spritztour endet mit schwerem Unfall

  • 17-Jähriger setzt sich unerlaubt hinter das Steuer
  • Auto prallt mit hoher Geschwindigkeit vor einen Baum
  • 15-jähriger Beifahrer lebensgefährlich verletzt

Bei einem schweren Autounfall in Waltrop sind Sonntagfrüh (20.10.2019) zwei Jugendliche schwer verletzt worden. Ein 17-Jähriger war unerlaubterweise mit dem Auto seines Vaters gefahren und gegen einen Baum geprallt.

Nach Informationen der Polizei war eine Gruppe von fünf Jugendlichen mit einem 400-PS-starken BMW in Waltrop unterwegs. Weil jemand aus der Gruppe offensichtlich einmal austreten musste, hielt die Fahrerin am Straßenrand für eine kurze Pause an. Diese Gelegenheit nutzte der 17-Jährige Bruder der Fahrerin, setzte sich hinter das Steuer des Wagens und fuhr einfach los. Nach Polizeiangaben waren zu dem Zeitpunkt noch zwei weitere Personen im Wagen.

200 Meter Bremsweg

Nach wenigen Kilometern und mit überhöhter Geschwindigkeit flog der Wagen schließlich aus einer Rechtskurve und krachte nach 200 Metern in einem Graben vor einen Baum. Zeugen in einem nah gelegenen Haus hörten den Knall und eilten sofort zur Unfallstelle.

Der Fahrer und ein 15-jähriger Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt - der 15-Jährige schwebt derzeit noch in Lebensgefahr. Ihm mussten die Ärzte in einer Notoperation das Bein amputieren, berichtet die Polizei-Leitstelle in Recklinghausen.

Der dritte Beifahrer war zunächst vom Unfallort verschwunden, wie eine Polizeisprecherin gegenüber dem WDR erklärte. Er tauchte aber später ebenfalls in einem Krankenhaus auf und klagte über Schmerzen.

Blutprobe entnommen

Der 17-Jährige hatte zwar eine Fahrerlaubnis, aber nur für begleitetes Fahren. Die Polizei hat bei ihm auch eine Blutprobe genommen, um zu prüfen, ob Alkohol im Spiel war. Der Wagen musste mit einem Kran aus dem Graben gezogen werden. Nach jetzigen Erkenntnissen entstand ein Sachschaden von mindestens 65.000 Euro. Die Polizei ermittelt.

Stand: 20.10.2019, 14:02