Unfalltod auf Verkehrsübungsplatz: Anwohner berichten von Rasereien

Verkehrsuebungsplatz des ADACs Recklinghausen

Unfalltod auf Verkehrsübungsplatz: Anwohner berichten von Rasereien

  • Unfall ereignet sich auf Übungsplatz in Recklinghausen
  • 54-Jähriger kommt von der Strecke ab und prallt gegen Baum
  • Anwohner berichten von Raserszenen auf Übungsplatz

Eigentlich soll das ADAC-Sicherheitstraining das Fahren sicherer machen. Jetzt ist ein Motorradfahrer auf einem Verkehrsübungsplatz in Recklinghausen tödlich verunglückt.

Der 54-Jährige war am Samstag (15.06.2019) als letzter Fahrer einer Gruppe bei einem Fahrsicherheitstraining auf dem Gelände unterwegs, wie die Polizei am Sonntag (16.06.2019) mitteilte.

Keine Unfallzeugen

Laut ersten Ermittlungen war er vermutlich bei einer Übung von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum gefahren. Er starb noch an der Unfallstelle. Den Verkehrsunfall hatte niemand bemerkt oder beobachtet.

Der verunglückte Fahrer kannte die Strecke und hatte auch schon zuvor an einem Gruppentraining teilgenommen. Das letzte Mal gab es laut ADAC im März einen Unfall mit einer verletzten Person.

Anwohner: "Da wird irgendwann etwas passieren"

Für mehrere Anwohner des Verkehrsübungsplatzes, der an ein Wohngebiet grenzt, ist das Unglück hingegen keine Überraschung. "Ich habe schon gesagt: Da wird irgendwann etwas passieren, so wie die fahren", schilderte eine Anwohnerin dem WDR. "Das hier auf der Straße (vor dem Verkehrsübungsplatz) jemand totgefahren wird, dauert auch nicht mehr lange."

Auch Anwohner Andreas Rösgen sagte, ihn wundere, dass nicht noch mehr passiert sei. Seinen Beobachtungen zufolge kommen die Teilnehmer des Sicherheitstrainings meist zwischen 16 und 20 Uhr. "Das sieht dann ganz anders aus als Sicherheit." 20, 30 Motorradfahrer würden mit enormen Geschwindigkeiten hintereinander fahren.

Stand: 16.06.2019, 15:41