Keine Rettungsgasse bei schwerem Unfall auf A40

Rettungsfahrzeuge auf nächtlicher Autobahn

Keine Rettungsgasse bei schwerem Unfall auf A40

  • Unfall auf der A40 in Essen
  • Sieben Verletzte - darunter drei Kinder
  • Autofahrer bilden keine Rettungsgasse

Bei einem schweren Unfall mit drei Fahrzeugen wurden am Freitagabend auf der A40 in Essen sieben Menschen verletzt - darunter auch drei Kinder im Alter von zehn Monaten, zwei und elf Jahren.

Für die Kleinkinder wurde noch ein Notarztteam der Kinderklinik des Universitätsklinikums nachgefordert. Die Verletzten mussten zur weiteren Behandlung in die entsprechenden Fachkliniken transportiert werden, hieß es am Samstag (23.02.2019).

Der Hergang des Unfalls ist nach Polizeiangaben noch unklar. Die Autobahn blieb am späten Freitagabend längere Zeit in Richtung Bochum voll gesperrt.

Retter brauchen Platz

Die Retter hätten allerdings schneller bei den Verletzten sein können, wenn sie nicht durch unaufmerksame Autofahrer aufgehalten worden wären. Die Essener Feuerwehr beklagt, dass Autofahrer keine Rettungsgasse gebildet hätten, um die Helfer schnell zum Unglücksort durchzulassen.

Schon, wenn es auf der Autobahn stocke, sollten Autofahrer rechts oder links ranfahren und ausreichend Platz zum Vordermann lassen, betont eine Feuerwehrsprecherin gegenüber dem WDR. "Nur dann hat man die Möglichkeit zu reagieren, wenn plötzlich alles zum Stehen kommt."

Und noch eines müsse man bedenken: Es reiche nicht, nur ein paar Zentimeter Platz zu machen. "Wenn wir zum Autounfall gerufen werden, kommt immer ein Kran zum Einsatz und der braucht Platz."

Stand: 23.02.2019, 12:23

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