Blumen zum Selbstpflücken werden oft geklaut

Blumen zum Selbstpflücken werden oft geklaut 02:49 Min. Verfügbar bis 02.05.2020

Blumen zum Selbstpflücken werden oft geklaut

  • Landwirte klagen über Blumen-Diebstahl
  • Nur jede vierte Blume wird bezahlt
  • Auch Erdbeeren werden in großem Stil geklaut

Seit zehn Jahren gibt es zwischen Marl und Recklinghausen ein Feld zum Blumen-Selbstpflücken. Eine Tulpe kostet 40 Cent, eine Sonnenblume etwas mehr. Wer gepflückt hat, wirft das Geld in die Kasse. Häufig funktioniert das Vertrauenskonzept jedoch nicht.

Nur jede vierte Blume wird bezahlt

Landwirt Aloys Stratmann aus dem Kreis Recklinghausen hat in diesem Jahr 60.000 Tulpen gepflanzt. Jetzt sind fast alle weg, doch nur etwa jede Vierte wurde auch ordnungsgemäß bezahlt, schätzt er.

"Mir hat mal ein Kunde vorgerechnet, dass er sechs Euro bezahlen muss", erzählt der Nebenerwerbs-Landwirt, "als ich dann in der Kasse nachgeguckt habe, waren 80 Cent drin."

Landwirt macht mit Feld keinen Gewinn

Vor zehn Jahren hat Aloys Stratmann mit dem Selberpflücken viel Geld verdient, heute bekommt er gerade einmal seine Kosten gedeckt. Weitermachen will er trotzdem, weil ihm das farbige Blumenmeer so viel Freude macht.

Erdbeeren werden massenweise geklaut

Christoph Heine hat Erdbeerfelder in Herten. Zehn bis 15 Prozent seiner Ernte werden regelmäßig geklaut. "Da kommen abends Spaziergänger auf ihrer Hunderunde vorbei und machen ihre Tupperdosen für das Frühstück voll", erzählt er. Es gebe aber auch professionelle Banden, die nachts mit vier Mann und Kleintransporter anrücken und seine Felder abernten.

Stand: 02.05.2019, 18:04