Ampelsteuerung soll Abgaswerte in Essen regulieren

Rote Ampel

Ampelsteuerung soll Abgaswerte in Essen regulieren

  • Umweltsensitive Ampelsteuerung in Essen beschlossen
  • Ampelsteuerung soll Verkehrsaufkommen regulieren
  • Testphase bis Juli 2020 geplant

Der Rat der Stadt Essen hat am Mittwoch (11.12.2019) den Bau einer sogenannten umweltsensitiven Ampelsteuerung auf der Alfredstraße im Stadtteil Rüttenscheid beschlossen.

Die umweltsensitive Ampelsteuerung soll bei starkem Verkehr eingreifen und dafür sorgen, dass der Grenzwert von 40 µg/m³ Stickstoffdioxid (NO2) zukünftig nicht überschritten wird.

Testphase ab Februar

Die Anlage ist eine Folge des gerichtlichen Vergleiches zwischen der Deutschen Umwelthilfe, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Essen. Mit der Maßnahme will die Stadt zukünftig drohende Fahrverbote vermeiden.

Ab Februar soll die Ampelsteuerung testweise eingesetzt werden. Dafür sollen mehrere sogenannte "Reallabore" auf der Alfredstraße eingerichtet werden. Damit will die Stadt unter realen Bedingungen die Wirksamkeit der Ampel prüfen.

So funktioniert die Umwelt-Ampel

Die Ampel soll alle fünf Minuten den Stickstoffdioxidwert messen. Sind die Werte erhöht, kann die Ampelsteuerung mit längeren Rotphasen auf den Zufahrtsstraßen die Zahl der Autos auf der Alfredstraße drosseln.

Außerdem setzt die Stadt auf einen Lerneffekt: Wer an den Ampeln auf den Zufahrtstraßen im Stau steht, nimmt künftig eine andere Route oder nutzt öffentliche Verkehrsmittel - so die Hoffnung.

Essen: Gute Luft ohne Verbote?

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 27.11.2019 03:04 Min. Verfügbar bis 25.11.2020 WDR 5 Von Sebastian Auer

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Höchstgeschwindigkeit wird reduziert

In den Reallaboren sollen auch weitere Maßnahmen getestet werden. Unter anderem wird die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Die Testphase für die Umwelt-Ampeln geht von Februar bis Juli 2020. Hat das Projekt Erfolg, bleibt die neue Ampelsteuerung bestehen.

Stand: 12.12.2019, 16:21