Umsatzplus bei Entsorgungskonzern Remondis

Betriebsgelände mit Einfahrt des Entsorgungsbetriebs von Remondis in Dorsten

Umsatzplus bei Entsorgungskonzern Remondis

  • Entsorgungskonzern Remondis setzt Wachstum fort
  • Umsatzsteigerung um 0,6 Milliarden Euro
  • Übernahme von DSD vor dem Scheitern

Deutschlands ohnehin schon größter Entsorgungskonzern, Remondis, setzt seinen rasanten Wachstumskurs fort. Wie das Unternehmen aus Lünen bei Dortmund auf Anfrage mitteilte, lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 7,9 Milliarden Euro und damit 0,6 Milliarden höher als 2017. Angaben zum Gewinn macht das Familienunternehmen wie üblich nicht.

2016 waren es nur 6,1 Milliarden Euro. Zugleich stieg die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr um etwa 2.000 auf 36.000.

Wachstum durch Zukäufe

Ein Teil des Wachstums kam über Zukäufe – schon seit langem übernimmt Remondis immer wieder Müllunternehmen, die häufig nur lokal tätig sind. Die kleineren privatwirtschaftlichen und die kommunalen Konkurrenten beklagen eine zunehmende Konzentration in der Branche, was den Wettbewerb für sie erschwere.

DSD-Übernahme könnte scheitern

Ein umstrittener Zukauf ist unterdessen kurz vor dem Scheitern: Bereits im vergangenen Jahr gab Remondis die Übernahme des Kölner Unternehmens Duales System Deutschland (DSD) bekannt, was die Markenrechte am Recycling-Symbol Grüner Punkt hält. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, das die Abholung, Sortierung und Verarbeitung von Abfall organisiert und dabei Aufträge zum Beispiel an Müllabfuhren vergibt.

Das Bundeskartellamt nimmt den Zukauf noch unter die Lupe und scheint Befürchtungen wegen einer zu starken Wettbewerbsposition von Remondis durch den DSD-Kauf zu teilen: Unlängst meldete die Behörde Bedenken an. Final entscheiden müssen Deutschlands oberste Wettbewerbshüter bis zum 28. Juni.

Stand: 21.06.2019, 08:39