TWB-Mitarbeiter in Hagen weiter vor unsicherer Zukunft

TWB-Mitarbeiter in Hagen vor unsicherer Zukunft 02:37 Min. Verfügbar bis 12.02.2020

TWB-Mitarbeiter in Hagen weiter vor unsicherer Zukunft

  • 280 Arbeiter haben die Kündigung erhalten
  • Zukunft der TWB-Mitarbeiter ist weiter unsicher
  • Management reagiert mit Druck auf Krankschreibungen

Am Montag (11.02.2019) haben sie wieder protestiert. Mitten in der Hagener Innenstadt: die Arbeiter von Prevent TWB. 280 von ihnen haben kürzlich die Kündigung bekommen.

Sorgen um die Zukunft

Auch Yasar Korkmaz war dabei. Fast 20 Jahre hat er für TWB gearbeitet. In ein paar Wochen steht er auf der Straße und fragt sich, wie es dann weitergehen soll für ihn und seine Familie.

Die angespannte Stimmung bei Familie Korkmaz ist mit Händen zu greifen. Sohn Samet wundert sich, dass sein Papa schon seit Tagen zuhause ist. Yasar Korkmaz ist krankgeschrieben. Die ungewisse Zukunft setzt allen zu.

Managment reagiert mit Druck auf Krankschreibungen

Er ist nicht der einzige, der bei TWB krankgeschrieben wurde. Es sind so viele, dass der ordnungsgemäße Betrieb im Werk immer schwieriger wird. Das Management reagiert mit Druck und Drohungen. Dem WDR liegt ein internes Schreiben der Geschäftsleitung vor. Darin wird den Beschäftigten mit Abmahnungen und anderen arbeitsrechtlichen Schritten gedroht.

Yasar Korkmaz ist ungelernt und hat sich bei TWB zum Maschinenführer hochgearbeitet. Welche andere Firma nehme ihn mit fast 50 Jahren noch, fragt er. Auch von der so genannten Transfer-Gesellschaft, die ihn für neue Stellen qualifizieren soll, hält er nichts.

Mitarbeiter wollen eine Abfindung

Viele langjährige Mitarbeiter wollen lieber eine Abfindung von TWB und sich dann auf eigene Faust um einen neuen Job kümmern. Die Firma sagt, dafür sei kein Geld da. Das glaubt Yasar Korkmaz nicht.

Stand: 12.02.2019, 13:48