Der Bergbau-Countdown zum Nachlesen

Der Bergbau-Countdown zum Nachlesen

Bald wird keine Steinkohle mehr in Deutschland gefördert. Der WDR begleitet das Ende dieser Ära mit einem WhatsApp Countdown. In den letzten 100 Tagen bekommen Sie Nachrichten rund um den Bergbau. Hier werden alle WhatsApp-Nachricht für Sie archiviert.

Tschüss Kumpel! Archivbild 38

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 64/100

Kindern den Bergbau in Bottrop näher bringen - das war die Idee von Dietlinde Kamp-Kalus und Gabriele Kühlkamp. Die beiden sind die Autorinnen von "Oskar auf den Spuren des Bergbaus". Im Buch zeigt Oskar Grubinski, der Held der Geschichte, Kindern die besonderen Bergbau-Orte der Stadt. Weil schon sein Vater, der Opa und der Urgroßvater im Bergbau gearbeitet haben, erzählt er von seiner Familiengeschichte und der Zeit unter Tage. Das Buch richtet sich an Kinder ab 8 Jahre und ist für 9,80 Euro in den Buchhandlungen in Bottrop erhältlich.   

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 64/100

Kindern den Bergbau in Bottrop näher bringen - das war die Idee von Dietlinde Kamp-Kalus und Gabriele Kühlkamp. Die beiden sind die Autorinnen von "Oskar auf den Spuren des Bergbaus". Im Buch zeigt Oskar Grubinski, der Held der Geschichte, Kindern die besonderen Bergbau-Orte der Stadt. Weil schon sein Vater, der Opa und der Urgroßvater im Bergbau gearbeitet haben, erzählt er von seiner Familiengeschichte und der Zeit unter Tage. Das Buch richtet sich an Kinder ab 8 Jahre und ist für 9,80 Euro in den Buchhandlungen in Bottrop erhältlich.   

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 65/100 

„Wo geht man im Bergwerk aufs Klo?“, oder „Wie kommt man mit der Enge unter Tage klar?“ – Fragen, die du jetzt echten Kumpeln bei der Aktion „Triff den Bergmann“ im Bergbaumuseum in Bochum stellen kannst. Egal ob Hauer oder Grubensteiger, sie haben viele Jahre unter Tage gearbeitet und eine Menge zu erzählen. Noch bis Ende der Herbstferien kannst du die ehemaligen Kumpel immer dienstags und donnerstags zwischen 11 und 15 Uhr an verschiedenen Stationen im Anschauungsbergwerk treffen. Die Kosten sind im Museumseintritt enthalten und eine Anmeldung ist nicht nötig. Wenn du ein paar Eindrücke von der Aktion und der Welt unter Tage sehen willst, dann schau‘ dir doch unser kurzes Video an.       

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 66/100

Viele von euch waren begeistert von den Ampelgrubenmännchen, die es jetzt in Duisburg gibt. Das wird aber im Ruhrgebiet erstmal die einzige Stadt mit diesen tollen Ampeln bleiben. In Bochum zum Beispiel war die Idee zwar im Gespräch, dort wird es aber definitiv keine Bergmann-Ampeln geben, auch wenn die Stadt gerne welche hätte. Es geht um die Haftung und die Frage, ob Grün und Rot eindeutig zu erkennen sind. Denn die Stadt hat  rechtliche Bedenken, dass sie Probleme bekommt, wenn es dort an einer solchen Ampel einen Unfall gibt. Verständlich, aber schade. In Gelsenkirchen ist noch offen, ob es in Zukunft Ampelgrubenmännchen geben wird. An einzelnen Punkten mit Bedeutung könne man sie sich gut  vorstellen, wenn das Verkehrsministerium zustimmt, hat uns ein Stadtsprecher gesagt.       

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 67/100

Danke für die vielen Antworten zu unserem Rätsel gestern. Einige wussten ganz genau, was ein "Alter Mann" ist. Wenn Du noch im Dunkeln tappst, gibt es die Erklärung jetzt von einem Bergmann. http://www.wdr.de/k/alter-mann         

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 68/100

Die Sprache der Kumpel hat das Ruhrgebiet und seine Menschen geprägt. Aber wie gut kennst du dich damit aus? Das kannst du heute testen. Weißt du, was ein Alter Mann ist? Die Auflösung gibt es dann morgen. Glück Auf!                 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 69/100

„Aus Alt mach Neu“ - das war das Motto für die Schülerinnen der Schule für Modemacher Münster. In Zusammenarbeit mit dem Bergwerk Ibbenbüren haben die Schülerinnen aus alter Bergmannskleidung neue Outfits kreiert. Was man aus dem gestreiften Grubenhemd, einem Arschleder oder den grünen Badeschlappen aus der Kaue so machen kann, präsentierten die Schülerinnen auf einer Modenschau in Ibbenbüren. Wir schicken dir gleich noch ein Bild mit Eindrücken vom Fotoshooting im Trainingsbergwerk in Recklinghausen.  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 70/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Jetzt, wo es auf Prosper-Haniel immer näher in Richtung Ende geht, habe ich nach meiner Schicht darüber nachgedacht, wie es mit mir und meinen Kollegen in Bottrop und Ibbenbüren weiter geht. Von meinen Gedanken über die Zukunft erzähle ich euch heute in dem Video.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 71/100

In Duisburg gibt es seit heute ganze besondere Ampelmännchen. Eigentlich müssen sie Ampelgrubenmännchen heißen. Am Zoo können die Fußgänger die Bergmänner mit Grubenlampe jetzt schon sehen. An fünf weiteren zentralen Ampeln in Duisburg werden sie auch bald leuchten. Die sympathischen Figuren sollen ein schönes Denkmal sein. Eine Duisburgerin hatte die Idee, eine Werbeagentur hat die Bergmänner gestaltet und die Wirtschaftsbetriebe haben es umgesetzt. Wäre eigentlich schön für alle Ampeln in Bergbaustädten.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 72/100

Grubenwehrleute aus Bottrop und Ibbenbüren sind heute für ihre Verdienste geehrt worden. Die Bergleute in den orangefarbenen Overalls sind nicht nur für mögliche Feuer unter Tage zuständig, sondern auch für die Rettung der Kumpel, sollte es zu einem Grubenunglück kommen. Auf dem Bergwerk in Ibbenbüren bleiben sie noch bis Anfang 2020 vor Ort, auf Prosper-Haniel bis Ende 2019. Dann wird es weiter eine zentrale Grubenwehr geben, die aufpasst, bis die letzten Schächte verfüllt sind und solange noch Bergleute einfahren um etwa Pumpen zu warten. Aktuell hat die Grubenwehr 500 Mitarbeiter, die Zentrale ist auf der ehemaligen Zeche Pluto in Herne.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 73/100

Glück Auf! Einige von euch haben sich bei uns gemeldet und sich mehr Blicke auch auf Ibbenbüren gewünscht. Das werden wir gerne machen. Im Bergwerk Anthrazit in Ibbenbüren wurde ja erst vor ein paar Wochen die letzte Kohle abgebaut. Es ist übrigens das nördlichste Bergwerk Deutschlands und vor allem: Mit 1600 Metern Teufe ist der Nordschacht einer der tiefsten Schächte in Europa. (Prosper-Haniel 1200 Meter) Dort im Münsterland an der Grenze zu Niedersachsen wurde bis zuletzt die hochwertige Anthrazitkohle gefördert. Tausende Familien sind eng mit dem Bergbau verbunden rund um Ibbenbüren. In Mettingen, Recke, Hopsten, Hörstel und Westerkappeln. Es gibt dort auch ein eigenes "Abschiedsprogramm" für den Bergbau, die Details findest du hier. https://www.schicht-ende.info/kohle-kultur.html In den nächsten Tagen zeigen wir euch unter anderem auch ganze besondere Bergbaumode und historische Bilder aus Ibbenbüren.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 74/100

Das ist wirklich toll zum Stöbern: Unser Digit-Archiv mit alten Bildern und Videos, die wir für euch digitalisiert haben. So werden auch unglaublich viele sehenswerte Bergbau-Erinnerungen erhalten, die ansonsten in Schubladen und Nachtschränken vergessen würden. Schau mal rein. Vielleicht hast du ja auch noch tolle alte Bilder. http://www.wdr.de/k/bergbau-digit

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 75/100

Bergbau verbindet. Und kann auch ganz romantisch sein. Das hat Lena erfahren. Die 25-Jährige ist die Freundin von Mathias Erdmann, unserem Steiger auf der Zeche Prosper-Haniel, der uns in den letzten 100 Tagen des Steinkohlenbergbaus begleitet. Und jetzt kam ein ganz besonderer Tag, an dem Mathias für Lena ein letztes Mal eine Grubenfahrt organisiert hat. Der Plan: ein Heiratsantrag unter Tage. Aber hört selbst in das Audio rein, das gleich in der nächsten Nachricht kommt. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch!“ und wünschen den beiden alles Gute für die gemeinsame Zukunft. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 76/100

Nutzt das tolle Wetter an diesem Wochenende doch für einen Ausflug zu den Denkmälern unserer Bergbaugeschichte. Das Muttental gilt als Wiege des Ruhrbergbaus. 1714 wurde dort an der Zeche Nachtigall schon die Kohleförderung erwähnt. Es gibt wunderschöne Radwege entlang der Ruhr, das LWL-Museum (auf dem Foto), die Muttentalbahn (fährt morgen!) und viele Orte, an denen die Geschichte des Bergbaus zu erleben ist. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 77/100

Dass manche Menschen ganz besonders mit dem Bergbau verbunden sind, kann man in Bochum miterleben. Auf einer Häuserwand im Stadtteil Werne erinnert eine riesige Wandmalerei an das benachbarte Bergwerk Robert Müser, das in den 60er Jahren stillgelegt wurde. Allein für den Förderturm hat der Wittener Künstler Jonas Heinevetter zwei Wochen gebraucht. Kennt ihr noch mehr solcher Orte?

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 78/100

Den Bergbau hautnah miterleben - das konnten Kinder und ihre Eltern gestern beim Maus-Türöffner-Tag. Dafür hatte das Trainingsbergwerk in Recklinghausen seine Türen aufgemacht. Das schließt Ende des Jahres, aber gestern durften sie nochmal rein: 50 Kinder und ihre Eltern konnten mit dem Maulwurf unter Tage und echte Grubenluft schnuppern.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 79/100

Wenn im Dezember die letzten Zechen Deutschlands schließen, dann ist das nicht nur für die Bergmänner und die vielen Beschäftigten auf Prosper-Haniel und in Ibbenbüren das Ende einer Ära. Dass der Abschied vom Steinkohlenbergbau auch für die vielen Angehörigen ein trauriger Moment ist, haben sie uns beim Tag der offenen Tür auf Prosper-Haniel erzählt. 😥 Hör mal in die Stimmen rein, die gleich mit der nächsten Nachricht kommen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 80/100

In Duisburg gibt es jetzt zwei wirklich besondere Bergbau-Denkmäler. Ein Verein hat sie in vielen Stunden Arbeit gebaut. Mit schönen Andenken an den Bergbau. Schau dir mal unser Video an. Am Samstag gibt es vom Runden Tisch Rumeln-Kaldenhausen auch ein Eröffnungsfest.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 81/100

Danke für alle Nachrichten zu unserem Rätsel gestern. Es waren so viele nette und vor allem richtige Lösungen dabei. Natürlich ging es um die Zeche Schlägel & Eisen in Herten. Einer der tollen Bergbauorte im Ruhrgebiet. Wir zeigen in den kommenden Wochen noch mehr und überlegen uns auch ein nettes Preisrätsel. Glück Auf!

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 82/100

Im Ruhrgebiet gibt es viele Orte, die mit dem Steinkohlenbergbau verbunden sind - einige sind bekannt, andere weniger. Wir haben heute ein kleines Video-Rätsel für dich vorbereitet. Bilder und Hinweise sollen dir helfen, den besonderen Ort zu finden. Wenn du weißt, was gesucht wird, schick uns einfach eine Nachricht mit der richtigen Antwort. ➡ https://s.atms.at/6eu8r9

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 83/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Meine Arbeit als Steiger auf der Zeche Prosper Haniel beginnt auch manchmal mitten in der Nacht mit der Frühschicht. Was ich um diese Zeit dann zu tun habe, erzähle ich euch in dem Video. ➡ https://s.atms.at/b04wo1

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 84/100

Risse in Hauswänden, abgesackte Einfahrten oder feuchte Keller - in Bergbauregionen sind das Probleme, mit denen die Bewohner oft kämpfen müssen. Diese Bergschäden entstehen, wenn sich die Erde nach dem Abbau von Kohle senkt. Die RAG gibt an, dass es pro Jahr über 25.000 Meldungen gibt. Auch in der Zeit nach dem Steinkohlenabbau werden Bergschäden bleiben. Der Landesverband Bergbaubetroffener befürchtet, dass es zu großflächigen Geländehebungen kommen wird, wenn das Grubenwasser unter Tage ansteigt. Wenn du auf den Link klickst, erfährst du mehr zu den Spätfolgen des Bergbaus. ➡ https://www1.wdr.de/nachrichten/landesverband-bergbaubetroffene-100.html

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 85/100

10.000 Bergleute (ehemalige und aktive) im Ruhrgebiet bekommen noch Kohle für ihre Heizungen nach Hause geliefert, sogenannte Deputatkohle. Das ist im Arbeitsvertrag so geregelt. Doch damit ist bald Schluss, wenn die Bergwerke in Bottrop und Ibbenbüren endgültig schließen. Dann gibt es für alle eine Abfindung, auch für die, die heute schon Geld statt Kohle bekommen. Jetzt wollen die Stadtwerke Herten und Gelsenkirchen die Betroffenen dazu bewegen, ihre alten Kohleheizungen in ihren Zechenhäuschen auszutauschen. Heute von 17.30 Uhr bis 21 Uhr gibt es in der Schwarzkaue auf Schlägel & Eisen in Herten einen Infoabend für Kumpel, die noch mit Kohle heizen - inklusive Musik vom Bergmannschor MGV Blumenthal/Haardt 1954.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 86/100

Ein Fahrradweg, der die Bergbau- und Industrieregionen in Europa miteinander verbindet! Das ist ein Plan, der heute in Essen beim Regionalverband Ruhr vorgestellt wurde. Die geplante Strecke siehst du oben auf dem Foto. 3700 Kilometer lang ist die Route von Polen bis ins Ruhrgebiet und weiter bis nach Wales. Die Strecke würde dann im Ruhrgebiet über die Route der Industriekultur zum Beispiel durch Essen, Bochum und Duisburg führen. Die Bergbaugeschichte bleibt somit lebendig und wortwörtlich erfahrbar. Allein eine Tour im Ruhrgebiet zu den ehemaligen Zechen ist ja schon ein tolles Erlebnis. Noch ist auch gutes Fahrradwetter in Aussicht.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 87/100

Von der schwarzen Seele des Potts erzählt die Bildstrecke des renommierten Duisburger Fotografen Uwe Weber. Die Ausstellung ist aktuell in der Kult(ur)-Kneipe "Passmanns" in Bottrop zu sehen. 25 Kumpel wurden zum Ende des Steinkohlenbergbaus von ihm porträtiert. Die Fotografien können in den nächsten Wochen während der Öffnungszeiten des "Passmanns" (täglich ab 17 Uhr) besichtigen werden.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 88/100

Ein schief gebauter Fußballplatz und der Bergbau.  Wie das zusammen hängt erzählen wir dir heute: 
Es ist eine kuriose Geschichte - Bei der Sanierung 2014 wurde der Sportplatz am Sensenfeld in Bottrop absichtlich mit Gefälle gebaut. Der Grund: Langfristig sollten dadurch mögliche Bergsenkungen ausgeglichen werden. Jetzt kann es aber sein, dass der Boden gar nicht so abfällt, wie erwartet. Denn auf Prosper-Haniel wurde die reguläre Förderung eingestellt - ohne, dass der Hobel wie geplant bis unter das Sensenfeld gekommen ist. Jetzt prüfen Spezialisten der RAG, ob der Platz um die erwarteten 18 Zentimeter abgefallen ist. Denn wenn der Platz schief bleibt, ist das ein Bergbauschaden und die RAG muss ihn korrigieren. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 89/100

Im Bergwerk Anthrazit in Ibbenbüren und auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop haben die Kumpel angefangen, die Maschinen ans Tageslicht zu holen. Die Bergleute nennen das Rauben. Sie müssen alles, was nach der Schließung der Bergwerke nicht unten bleiben darf, über den Schacht nach oben befördern. Und das ist keine schöne Arbeit, haben sie uns erzählt.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 90/100

Guten Morgen! Heute sind wir früh dran, weil wir auf eine Veranstaltung aufmerksam machen wollen. Die Kirche und der Bergbau sind an vielen Stellen im Ruhrgebiet eng miteinander verbunden. Deswegen nimmt die Katholische Arbeitnehmerbewegung im Bistum Essen heute Abschied vom Steinkohlenbergbau. Es soll aber gefeiert und nicht getrauert werden. Zusammen geht es ab 11 Uhr heute in Bottrop von der Schachtanlage Franz Haniel den Pilgerweg hinauf zur Halde Haniel. Etwas ganz besonderes ist dabei zu sehen: Das Kreuz vom Foto oben. Der Gelsenkirchener Goldschmied Alfred Weber hat es vor 31 Jahren zum Besuch von Papst Johannes Paul II gestaltet. Kohle und Stahl bilden das Kreuz. Wenn du heute dabei sein möchtest, gibt es auf www.kab-essen.de alle Infos.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 91/100

Vor knapp drei Jahren haben die Bergleute auf der Zeche Auguste Victoria in Marl die letzte Kohle gefördert. Das Bergwerk wurde anschließend stillgelegt, so wie es dann bald auch in Bottrop und Ibbenbüren sein wird. Aber Auguste Victoria durfte bislang noch nicht endgültig geschlossen werden und täglich sind Kumpel eingefahren, um Kontrollen durchzuführen. Es gab Unklarheiten rund um das Thema Grubenwasser und PCB. Jetzt sind die vom Tisch. Gutachter gehen davon aus, dass sich das giftige PCB unter Tage ablagert und nicht mit dem Grubenwasser in den Rhein abfließt. Bald können nun die letzten Schächte verfüllt werden. Wie das Abpumpen des Grubenwassers funktioniert, kannst du dir hier anschauen ➡ http://www.wdr.de/k/grubenwasser

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 92/100

Verlieben unter Tage, ein Grubenunglück mit einem Helden und das Zechensterben - All das ist der Stoff für ein Musical über den Bergbau. Gestern Abend hatte das Stück "Schwarzes Gold" Premiere in der Schauburg in Ibbenbüren. In der Stadt im Münsterland wurde im Bergwerk Anthrazit erst vor Kurzem die letzte Kohle gefördert. Das Musical soll an diese Bergbaugeschichte erinnern. Es gibt noch einige Vorstellungen auch im September und Oktober. Hier kannst Du reinhören, wie das klingt. http://www.wdr.de/k/muscial

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 93/100  

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Ich habe Euch in meiner letzten Nachricht ja schon erzählt, dass ich als Steiger für den Diesel-Transport unter Tage zuständig bin. Hier seht Ihr mich an meinem Arbeitsplatz 1200 Meter unter der Erde. Dort warte ich gerade die Diesellok Typ "Jumbo". Diese Loks haben vor vielen Jahren die Grubenpferde ersetzt und sind wichtig für den Material- und Personentransport. Genau wie unsere "Diesel-Katzen". Diese Bahnen hängen an einer Schiene und können so auch fast alle Ecken des Bergwerks erreichen. Damit alles immer einsatzbereit ist, fahren meine Kollegen und ich jeden Tag ein. Die "Diesel-Katzen" zeige ich Euch auch noch in den nächsten Wochen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 94/100  

Heute gibt es etwas zu trinken! 14 ehemalige Kumpel der Zeche Prosper Haniel bauen eigenen Wein an. Seit 2011 kümmern sie sich um einen Weinberg auf dem Gelände einer Schachtanlage in Hünxe. Zum ersten Mal hatten dort Bergleute im Jahr 1984 Weinstöcke gepflanzt. Heute wachsen im "Sonneneck" 191 Reben. Die Bergleute haben die Trauben jetzt geerntet und sie an die Mosel gebracht. Dort werden sie zu rund 400 Flaschen Kumpel-Wein verarbeitet. Kaufen kann man den Tropfen aber nicht. Weil die Bergleute nur Hobby-Winzer sind, "müssen" sie alle Flaschen selber trinken.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 95/100  

Vater und Sohn gemeinsam unter Tage - dieses besondere Erlebnis hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet heute auf Prosper Haniel in Bottrop. Zu seiner letzten Grubenfahrt hat Laschet seinen Vater Heinz mitgenommen, der selber auf der Zeche Anna in Alsdorf bei Aachen als Steiger gearbeitet hat. Ein Anliegen von Armin Laschet war, die Leistung der sogenannten Gastarbeiter zu würdigen. Sie hätten als Bergleute einen wichtigen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes geleistet. Zur Geschichte der Arbeitskräfte aus dem Ausland haben wir auch noch einen Link für dich ➡ http://www.wdr.de/k/gastarbeiter

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 96/100  

Am 15.08. wurde auf Prosper-Haniel das vorletzte Kohlerevier stillgelegt. Für Reviersteiger Jürgen Jakubeit und seine Kollegen ein bitterer Tag. ➡ https://s.atms.at/pbq3ta

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 97/100  

Das Kinderbergwerk Zeche Knirps in Bochum ist ein wirklich lohnendes Ausflugsziel. Am LWL-Industriemuseum Zeche Hannover können Kinder in einem liebevoll nachgebauten Bergwerk selber anpacken und im Team "Kohle" fördern. Samstags geht das von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr, aber nur bis Ende Oktober. Und das imposante Gebäude der Zeche Hannover kann auch besichtigt werden. 1973 hat die Zeche geschlossen. Sie war die letzte in Bochum.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 98/100  

Heute endet der Regelbetrieb auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. Die vereinbarte Kohle-Fördermenge ist erreicht. Trotzdem wird bis zum 21. Dezember sporadisch immer wieder Kohle gefördert. Das allerletzte Stück soll dann im Dezember an den Bundespräsidenten übergeben werden. 

Die Sprache der Bergleute ist eine ganz besondere und sie hat das Ruhrgebiet geprägt. Wir haben deswegen das Kumpel-ABC aufgebaut. "Wech vom Fenster" hat jeder schonmal gehört. Aber woher kommt das eigentlich? Ein Bergmann erklärt es Dir. http://www.wdr.de/k/kumpel-abc-fenster

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage 99/100

Glück Auf! Ich bin Mathias Erdmann, Steiger auf der Zeche Prosper-Haniel.  Ich werde Euch in den verbleibenden 99 Tagen begleiten und gebe Euch Einblicke in meine Welt unter Tage. Seit 2004 bin ich im Bergbau, habe mich zum Steiger hochgearbeitet und bin unter Tage für den Diesel-Transport zuständig. Wenn Ende des Jahres meine Zeche geschlossen wird, werden bei Vielen Tränen fließen.  Vor uns liegt eine spannende Zeit. Ich freu mich, dass Ihr hier dabei sein könnt. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage 100/100

Glück Auf! In genau 100 Tagen ist der Steinkohlenbergbau in Deutschland offiziell Geschichte. Dann werden die letzten beiden Bergwerke in Bottrop und Ibbenbüren endgültig stillgelegt. Aktuell arbeiten in Bottrop noch etwa 1.500 Kumpel. Bis Ende des Jahres fördern die auch noch rund 1,7 Millionen Tonnen Kohle aus über 1000 Metern Tiefe. Übrigens: In den 1920er Jahren haben dort auf Prosper 15.327 Menschen gearbeitet. Auf dem Bergwerk Antharzit in Ibbenbüren wurde schon der letzte Brocken Kohle ans Tageslicht geholt. Mitte August wurde dort der Abbau eingestellt, gearbeitet wird aber weiter. 800 Kumpel müssen Maschinen, Werkzeuge, Flüssigkeiten über Tage holen. Sie nennen das "rauben".

Stand: 30.08.2018, 10:46 Uhr