Der Bergbau-Countdown zum Nachlesen

Der Bergbau-Countdown zum Nachlesen

Bald wird keine Steinkohle mehr in Deutschland gefördert. Der WDR begleitet das Ende dieser Ära mit einem WhatsApp Countdown. In den letzten 100 Tagen bekommen Sie Nachrichten rund um den Bergbau. Hier werden alle WhatsApp-Nachricht für Sie archiviert.

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Der Mann auf dem Foto ist der lebende Beweis dafür, dass „Bergmann“ nicht nur ein Job ist. Udo Schwamborn hat nämlich seinen Beruf zum Hobby gemacht. Der 62-Jährige war früher bei der Grubenwehr. Heute ist er stolzer Besitzer einer Sammlung mit mehr als 2000 Bergbau-Schätzen. Seit 40 Jahren sammelt er nahezu alles, was mit Bergbau zu tun hat. Ein Teil davon wird im Moment in der Pflegeeinrichtung „Hospital zum Heiligen Geist“ in Essen ausgestellt. Vom alten Grubenwehrhelm bis zur Dahlbusch-Bombe – in der Ausstellung (noch bis zum 31. März, täglich von 10 bis 18 Uhr)  kann man sich viele interessante Sammlerstücke ansehen. 

Sein Lieblingsstück? „Das sind zwei Stalaktiten, die ich auf Zeche Zollverein, meinem alten Arbeitsplatz, in 800 Metern Tiefe gefunden habe“, hat uns Udo Schwamborn erzählt. Obwohl er damit eigentlich eine traurige Erinnerung verbindet: Der Tag, an dem er die Stalaktiten fand, war nämlich seine letzte Schicht auf Zollverein. Im Ruhestand begann er dann damit, seine Sammlerstücke auszustellen. Wir schicken dir gleich noch ein Bild von den zwei Stalaktiten.

Der Mann auf dem Foto ist der lebende Beweis dafür, dass „Bergmann“ nicht nur ein Job ist. Udo Schwamborn hat nämlich seinen Beruf zum Hobby gemacht. Der 62-Jährige war früher bei der Grubenwehr. Heute ist er stolzer Besitzer einer Sammlung mit mehr als 2000 Bergbau-Schätzen. Seit 40 Jahren sammelt er nahezu alles, was mit Bergbau zu tun hat. Ein Teil davon wird im Moment in der Pflegeeinrichtung „Hospital zum Heiligen Geist“ in Essen ausgestellt. Vom alten Grubenwehrhelm bis zur Dahlbusch-Bombe – in der Ausstellung (noch bis zum 31. März, täglich von 10 bis 18 Uhr)  kann man sich viele interessante Sammlerstücke ansehen. 

Sein Lieblingsstück? „Das sind zwei Stalaktiten, die ich auf Zeche Zollverein, meinem alten Arbeitsplatz, in 800 Metern Tiefe gefunden habe“, hat uns Udo Schwamborn erzählt. Obwohl er damit eigentlich eine traurige Erinnerung verbindet: Der Tag, an dem er die Stalaktiten fand, war nämlich seine letzte Schicht auf Zollverein. Im Ruhestand begann er dann damit, seine Sammlerstücke auszustellen. Wir schicken dir gleich noch ein Bild von den zwei Stalaktiten.

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Ich wurde gefragt, welchen Ort ich unter Tage ganz besonders mag. Da musste ich nicht lange überlegen! Mein Lieblingsort unter Tage ist der Lokschuppen auf der sechsten Sohle, den du oben auf dem Bild siehst. Hier bin ich groß geworden! Das heißt: Hier haben mir meine Kumpel alles beigebracht, was man als Dieselschlosser wissen muss. Für mich der schönste Arbeitsplatz, den es gibt!      

194.000 gefahrene Kilometer, 85 volle Tage auf der Autobahn, 16.000 Euro Spritkosten – das beschreibt die letzten achteinhalb Jahre von Bergmann Fank Kiefer. Als im Saarland die letzte Grube schloss, wurde er in das Bergwerk Ibbenbüren versetzt. Weil die Zeche Ende des Jahres schließt, geht er mit gerade einmal 50 Jahren in den Vorruhestand. Der Saarländische Rundfunk hat Frank Kiefer begleitet und seine Geschichte aufgeschrieben. Wenn du mehr lesen willst, geh doch mal auf den Link.     

Vielen Dank für die vielen Bilder von eurem Bergbau-Weihnachtsschmuck , die wir in den letzten Tagen bekommen haben. Aus einigen Bildern haben wir, wie versprochen, eine kleine Collage gemacht. Und weil es so viele Bilder waren, kommt gleich direkt noch eine Zweite hinterher!
                 

Weil für dieses Wochenende so schlechtes Wetter angesagt ist, haben wir gleich drei Fernseh-Tipps für dich, die mit dem Thema Steinkohle zu tun haben.
Heute läuft um WDR Fernsehen um 16:30 Uhr der Film „Kohle im Blut“. Ein Jahr wurde Reviersteiger Jürgen Jakubeit von uns begleitet. „Jacke“, wie er auf Prosper-Haniel von seinen Kollegen genannt wird, lässt dich teilhaben am Leben eines Bergmanns im letzten Jahr vor Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus.
Um 21:45 Uhr kannst du den Bergbau dann von seiner lustigen Seite erleben. In der Show „Schicht im Schacht – aber nicht Schluss mit lustig!“ verabschieden sich die Stars der Ruhrgebiets-Comedy humorvoll von der Steinkohle-Ära im Pott. Mit dabei sind unter anderem Frank Goosen und Torsten Sträter.
Eine Sache, die du gucken kannst, wann du willst, ist die Arte-Doku „Die Steinkohle“. In dem Zweiteiler geht es vor allem darum, welche Herausforderungen die Menschen in den letzten 250 Jahren bei der Gewinnung der Kohle überwinden mussten. Eine Folge dauert 90 Minuten und ist noch bis zum 10.12. in der Mediathek verfügbar. Du kannst sie unter diesem Link anschauen ➡ https://www.arte.tv/de/videos/067866-001-A/die-steinkohle-1-2/

In Bochum findet jetzt gleich zum 21. Mal der Knappentag statt, der vom Bergbau-Museum und dem Landesverband der Berg- und Knappenvereine aus NRW ausgerichtet wird. Vom Bergbaumuseum aus beginnt der traditionelle Marsch durch die Innenstadt zur Propsteikirche, wo der ökumenische Bergmannsgottesdienst zu Ehren der Heiligen Barbara gefeiert wird. Im Anschluss lassen die Knappen dem Abend gemeinsam ausklingen. Übrigens: Als Bergknappen bezeichnete man im frühen Bergbau einen Bergmann, der unter Tage arbeitete. Später wurden dann nur noch die Bergmänner als Bergknappe bezeichnet, die die dreijährige Knappen-Lehre erfolgreich abgeschlossen hatten.         

Passend zum Nikolaus, geht es heute um „kumpelige“ Weihnachtsdeko.  Zum Ende der Steinkohle gibt es ja in den Bergbau-Städten im Revier in vielen Geschäften und auch an einigen Buden auf dem Weihnachtsmarkt verschiedene Bergbau-Souvenirs und Bergbau-Weihnachtsschmuck zu kaufen. Dekorierst du dieses Jahr dein Haus, deine Wohnung oder den Weihnachtsbaum  auch mit „bergmännischer“ Weihnachtsdeko? Dann schick' uns doch gerne ein Bild und schreib' dazu, ob wir es für eine Collage verwenden dürfen!  

Vor ein paar Wochen haben wir von den Ampelbergmännchen erzählt, die es seit Oktober in Duisburg gibt – und davon, dass andere Städte rechtliche Bedenken haben. Das könnte sich jetzt ändern. Der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat nämlich noch einmal klargestellt, dass die Ampelmännchen grundsätzlich erlaubt sind. Die Städte müssten nur sicherstellen, dass es nicht zu einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer kommt. Auch für Kinder oder Sehbehinderte müsse klar erkennbar sein, ob sie gehen dürfen oder stehen bleiben müssen. Es könnte also sein, dass bald auch andere Bergbau-Städte die Ampelbergmännchen an einzelnen Ampeln einführen. 

Heute ist Barbaratag – der Gedenktag zu Ehren der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Der Legende nach stammte Barbara aus Nikomedia, die heutige Stadt Izmit in der Türkei. Sie soll sich in ihrer Jugend dem damals verfolgten Christentum angeschlossen haben. Zur Strafe wurde sie dann von ihrem Vater in einen hohen Turm gesperrt, was sie aber nicht vom Glauben abbrachte. Sie konnte entkommen und versteckte sich in einem Felsspalt – das machte sie schließlich zur Patronin der Bergleute. Weil ein Hirte sie verriet, wurde sie aber von ihrem Vater gefunden, der sie schließlich eigenhändig enthauptete.                             

Der Bergbau ist auch für viele soziale Errungenschaften verantwortlich - die älteste Sozialversicherung der Welt zum Beispiel. Vor über 750 Jahren wurde die heutige „Knappschaft“ von Bergleuten in Goslar gegründet. Hintergrund waren die besonderen Gefahren im Bergbau, die die Bergleute dazu motivierten, sich und ihre Familien sozial abzusichern. Darum und um weitere soziale Errungenschaften, wie zum Beispiel die Zechensiedlungen, geht es in dem Audio, das gleich kommt. Hör‘ doch mal rein!
☝ Übrigens: Morgen ist endgültig Schicht im Schacht in Ibbenbüren. Das letzte Fördergefäß wird um 14 Uhr symbolisch aus der Grube geholt. Wir sind mit dabei und schicken dir dazu auch eine Nachricht.

Heute erzählen wir euch von einem ganz ungewöhnlichen Jobwechsel - vom Bergmann zum Bergmann. 樂 Simon Leygraf hat früher auf Prosper-Haniel gearbeitet. Jetzt hat er ganz in der Nähe von seinem alten Arbeitgeber eine besondere Mission. ⚒ Wenn du wissen willst, was Simon beruflich macht, dann schau' dir doch das kleine Video an. 

Heute zeigen wir dir einen Ort, den Bergbaubegeisterte in mühevoller Arbeit wieder hergerichtet haben: den Stock und Scherenberger Erbstollen in Sprockhövel. Den 2,5 Kilometer langen Stollen gibt es seit etwa 250 Jahren. Seit einem Jahr wird er vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten und der Stadt saniert. Rund 100 Meter des ehemaligen Wasserlösestollens sind heute durch die Arbeit des Vereins wieder für Besucher zugänglich. Wasserlösestollen gab es nahezu in jedem Bergbaurevier und hatten die Funktion, das in den Grubenbauen anfallende Wasser in das Oberflächenwasser abzuleiten. Das Foto zeigt den Übergang vom festen Gestein zum ausgebauten Gewölbe im Stollen. 40 Jahre lang haben die Kumpel den Stollen freigelegt - in mühevoller Handarbeit meist mit Schlägel und Eisen, nur circa 3 Meter im Jahr. 
Übrigens: Wenn du an einer Führung interessiert bist, kannst du einfach eine Anfrage an info@bergbauaktiv.de schicken.   

Heute veranstaltet der Katholikenrat der Stadt Bottrop das 9. Barbaramahl Ruhr. Die karitative Veranstaltung soll nicht nur über das Ende des Bergbaus hinaus ein Bewusstsein für die Steinkohlentradition im Ruhrgebiet schaffen. Bei dem Wohltätigkeitsessen werden auch Spenden gesammelt, die dann den lokalen Hospizen und Hospizbewegungen zugutekommen. Das Geld geht deshalb an die Hospize, weil die heilige Barbara auch als Wegbegleiterin der Sterbenden verehrt wird. In den letzten Jahren konnten dadurch rund 90.000 Euro gespendet werden.  

Auf dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop hat eine der größten Abbaumaschinen ihre letzte Reise angetreten: der Walzenschrämlader. Anfang Oktober hatte das Schneidwerkzeug den letzten Einsatz. Jetzt haben die Kumpel die Maschine über Tage geschafft. In der Zukunft soll sie in ein Museum kommen. Wo sie ausgestellt wird, ist laut RAG aber noch unklar. Wenn du ein paar Eindrücke haben willst, wie der Walzenlader unter Tage gearbeitet hat, dann schau‘ dir doch unser kurzes Video an. 

Dass der Bergbau auch immer wieder in der Musik thematisiert wird, hat ja schon das Video von Günter Benning mit seinem Lied über die Bergbau-Stadt Ibbenbüren gezeigt. Wir haben noch zwei Beispiele für Bergbau-Lieder gefunden - diesmal aus dem Ruhrgebiet.
Schau doch mal hier ➡https://www.youtube.com/watch?v=u_IHRzMzTyA&feature=youtu.be
oder hier ➡https://www.youtube.com/watch?v=z2RIzEE_DS8

In nicht mal mehr einem Monat ist es so weit: Die letzten deutschen Zechen schließen und der Steinkohlenbergbau in Deutschland ist Geschichte. Der Anfang vom Ende der Kohle im Ruhrgebiet wurde aber schon vor langer Zeit eingeläutet – nämlich mit der Gründung der Ruhrkohle AG heute vor 50 Jahren. Das ist auch Thema des heutigen WDR Stichtages und deshalb hat der WDR viele Informationen zusammengetragen. Wenn du mehr wissen willst, dann geh doch mal auf den Link. ☝
https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-gruendung-rag-100.html   

 Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen zu der Frage zu den Halden im Ruhrgebiet. Tatsächlich lässt sich die Zahl der Halden nur ganz schwer festlegen. Früher hatte praktisch jede Schachtanlage eine kleinere oder größere Halde, heute sind sie zum Teil nur noch unscheinbare Hügel im Wald. Rund 250 Halden im Ruhrgebiet ragen über Baum- oder Dachhöhe hinaus. Viele kann man auch erklimmen und von dort aus die schöne Aussicht über das Ruhrgebiet genießen.

Glück Auf! Hier ist Mathias Erdmann. Mich hat mal wieder eine Frage von euch erreicht. Ihr wolltet wissen, was ich über die ganzen Bergbau-Souvenirs denke, die es hier im Moment an jeder Ecke zu kaufen gibt. Die Antwort darauf gebe ich in dem Video. ⬆ Übrigens: Wenn du weißt, wo ich die Bergbau-Spieluhr bekommen kann, die ich gerade suche, dann melde dich doch gerne über WhatsApp beim WDR.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 27/100 

Glück Auf! Hier ist Mathias Erdmann. Mich hat mal wieder eine Frage von euch erreicht. Ihr wolltet wissen, was ich über die ganzen Bergbau-Souvenirs denke, die es hier im Moment an jeder Ecke zu kaufen gibt. Die Antwort darauf gebe ich in dem Video. ⬆ Übrigens: Wenn du weißt, wo ich die Bergbau-Spieluhr bekommen kann, die ich gerade suche, dann melde dich doch gerne über WhatsApp beim WDR.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 28/100

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen auf unsere Foto-Aktion am letzten Montag. Wir haben so viele schöne Aufnahmen von tollen Bergbauorten in ganz NRW bekommen. Einige Bilder haben wir in eine Galerie hochgeladen. Die kannst du dir hier ansehen ➡  http://www.wdr.de/k/Bergbauorte

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 29/100

Die meisten Hersteller von Bergbaumaschinen sitzen immer noch im Ruhrgebiet. Und das obwohl sie nur noch vier Prozent ihres Umsatzes in Deutschland machen. Viel verkaufen die Firmen nach Russland, China oder Indien. Darüber haben die Bergbaumaschinenhersteller heute bei einem Treffen auf Zollverein in Essen gesprochen. Die Maschinen, die oft im Steinkohlenbergbau entwickelt wurden, sind sehr gefragt, um zum Beispiel Lithium abzubauen. Der Rohstoff wird benötigt, um Hightech-Batterien herzustellen. Klar ist jetzt endgültig auch: Ein Testbergwerk für die Entwicklung von Maschinen wird es im Ruhrgebiet nicht geben. Das hat uns der Chef der Bergbaumaschinenindustrie gesagt. Die Bergwerksdirektoren in Indien oder China wollen die Maschinen direkt in ihren Bergwerken testen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 30/100

Im Bergbaumuseum in Bochum warst du vielleicht schon. Das Anschauungsbergwerk unter Tage und der über 70 Meter hohe Förderturm locken jedes Jahr 400.000 Menschen nach Bochum. Die Ausstellung war aber in die Jahre gekommen. Pünktlich zum Ende des Steinkohlenbergbaus sollte das Museum jetzt nach drei Jahren Modernisierung die neuen Bereiche eröffnen. Mit zeitgemäßer Technik, überarbeitetem Konzept und viel Neuem zu entdecken. Daraus wird aber nichts. Die Eröffnung für Besucher muss auf Januar verschoben werden. Die Arbeiten haben sich verzögert, weil die Handwerksbetriebe zu viel zu tun haben. Nächste Woche wird es trotzdem einen Festakt geben, der aber in einem Zelt vor dem Museum stattfindet.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 31/100

Heute ist nicht mehr viel übrig von der alten Zeche Oberhausen und auch das Pförtnerhäuschen an der Essener Straße erinnert nicht daran, dass diese Zeche ein Geheimnis hat: Hier gab es vor mehr als 50 Jahren das tiefste Kino der Welt. Weil die Zeche schon Anfang der 1930er Jahre außer Betrieb war, beschloss der Betreiber, die Gutehoffnungshütte, auf der Zeche Oberhausen eine Ausstellung zu eröffnen und ihre Produkte und Anlagen zu zeigen. Dazu gehörte auch das Untertage-Kino, das sich auf der siebten Sohle in 609 Metern Tiefe befand. Das Unterwelt-Kino hatte Platz für 100 Menschen und im Programm waren hauptsächlich Werksfilme. Nur einmal, 1955, waren die Oberhausener Kulturfilmtage zu Gast. Im September 1959 war dann Schluss – der Betrieb wurde eingestellt. 1960 wurden dann auch die Anlagen über Tage abgerissen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 32/100

Vielen Dank für die vielen Nachrichten zu unserem Rätsel gestern. Es waren viele richtige Antworten dabei. Natürlich war der gesuchte Ort das Steinkohlenbergwerk Anthrazit Ibbenbüren. Glück Auf!

Einige Bergbau-Fans haben das schöne Wetter der letzten Wochen dazu genutzt, tolle Fotos von den Zechenstandorten im Ruhrgebiet, in Ibbenbüren oder in anderen Bergbauregionen zu machen. Wenn du auch ein tolles Bild gemacht hast, dann schick es uns doch per WhatsApp! Wir möchten aus den schönen Schnappschüssen eine Online-Bildergalerie erstellen. Deshalb wäre es toll, wenn wir dein Foto auch veröffentlichen dürfen! Schreib uns am besten dazu, ob das für dich okay ist.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 33/100

Wir haben heute wieder ein Video-Rätsel für dich. Wie beim letzten Mal helfen dir die Bilder und die Hinweise im Video. Diesmal haben wir einen Kumpel auf dem Weg zu seiner Schicht begleitet. Aber weißt du, wo er arbeitet? Unter allen richtigen Antworten verlosen wir das Kinderbuch "Oskar auf den Spuren des Bergbaus!", das wir euch vor ein paar Wochen auch vorgestellt haben. Der Gewinner wird von uns mit einer privaten Nachricht informiert. Viel Spaß beim raten!

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 34/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Auf dem Bild habe ich euch mal meine Arbeitskleidung fotografiert. Ganz schön viele Klamotten. Nicht nur ich, auch Besucher müssen das alles anziehen – und brauchen deshalb oft ziemlich lange, bis sie in der Kaue fertig sind. Aus Sicherheitsgründen sind Schienbeinschoner genauso Pflicht wie der CO-Filter, der im Notfall mein Leben retten kann. Zum Beispiel bei einem Feuer unter Tage. Die obligatorische Schutzbrille ist nicht auf dem Foto, aber ebenfalls Pflicht.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 35/100

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 36/100

 „Du hast ein Herz aus Anthrazit, das langsam brennt und lange glüht“, singt Günter Benning über seine Wahlheimat Ibbenbüren. Als der heute 61-Jährige in den 1990er Jahren aus Schleswig in die Bergbaustadt kam, lernte er schnell, wie sehr die Leute mit dem Bergbau verbunden sind und schrieb ein Liebeslied darüber. Hör‘ doch mal rein! https://www.youtube.com/watch?v=8BGwHZcMEv4        

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 37/100

Shakespeare und Bergbau – hat auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Wie du oben auf dem Foto schon siehst, aber vielleicht doch. Die Bochumer Theatergruppe „Die Unwilligen“ haben mit ihrem Stück „Siebte Sohle Sommernachtstraum“ eine Hommage an den Bergbau erarbeitet. Die Komödie frei nach Shakespeares „Sommernachtstraum“ feiert am Freitag (16.11., 20 Uhr) in passender Atmosphäre auf der Zeche Hannover Premiere. Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag (17.11.). und am 14. und 15. Dezember im Kulturhaus Thealozzi. Informationen zu Tickets und Preisen findest du hier ➡ https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=46464.
  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 38/100

Heute zeigen wir die wieder ein kleines Stück Bergbaugeschichte. Dabei geht es um Grubenpferde. Die waren früher als Schlepper unter Tage im Einsatz - harte Zeiten für die Vierbeiner. Seit über 60 Jahren ist schon Schluss. Die vierbeinigen Kumpel werden durch Förderbänder und Lokomotiven ersetzt. Aber es gibt viele alte Aufnahmen von ihrer Zeit im Bergwerk. Wenn du ein paar Eindrücke haben willst, schau' dir doch unser Video an. https://s.atms.at/knw0b7

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 39/100


Glück Auf, Glück Auf, der Steiger kommt... Wer hat schon die Melodie im Ohr? Vom Steigerlied! Textzeilen, die jeder Bergmann im Schlaf singen kann. Steiger Mathias Erdmann ist einer davon. Er begleitet euch ja hier im Countdown. Wir haben mit ihm über das Steigerlied gesprochen und er hat uns eine fesselnde Antwort gegeben. Hör gleich in das Audio rein, das mit der nächsten Nachricht kommt.  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 39/100

Das Trainingsbergwerk der RAG in Recklinghausen soll eine Touristenattraktion werden. Es gibt schon Pläne der Stadt, die jetzt geprüft werden. Die RAG selber wird das Trainingsbergwek nicht weiter betreiben, weil das zu teuer wäre. Ein multimediales Zentrum soll entstehen, so die Idee. In 17 Meter Tiere ist der Schacht natürlich weiter das Herzstück der Anlage. Wer die Kosten am Ende übernimmt, ist noch nicht entgültig geklärt. In Recklinghausen wurden Generationen von Bergleuten ausgebildet. Ursprünglich wurden dort im Zweiten Weltkrieg Schutzräume für Bergleute angelegt. 1975 wurde dann begnonnen, das Trainingsbergwerk mit 1200 Meter Streckennetz zu bauen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 40/100

Schon angezünd't - So lautet der Titel der 5. Internationalen Grubenlampenbörse, die heute im Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten stattfindet. Dort werden Grubenlampen auch von Ausstellern aus Nachbarländern angeboten. Von 10 bis 17 Uhr kannst du alles über Grubenlampen erfahren. Für Sammler ist das auch der Ort zum fachsimpeln. Westfälischer Frosch, Karbid- und Benzinsicherheitslampen sind zu bestaunen. Und wenn du dort eine Grubenlampe kaufst, kann sie direkt ausprobiert werden. Das Museum bietet eine Grubenlampenführung im Besucherbergwerk an.  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 41/100

Heute und morgen kannst du etwas wirklich tolles erleben: In der Mischanlage auf der Kokerei Zollverein kannst du mit dem WDR-Projekt 360° Bergwerk den Steinkohlenbergbau hautnah miterleben. Mittel hochmoderner Virtual-Reality-Technologie kannst du an drei Stationen in die Welt des Bergwerks Prosper-Haniel eintauchen. Anlass ist das Ende der mehrfach ausgezeichneten Ausstellung "Das Zeitalter der Kohle" am Sonntag (11.11.). Heute und morgen steht das aufwändige Virtual-Reality-Projekt im Foyer der Mischanlage auf Zeche Zollverein.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 42/100

Uns haben gestern so viele tolle Bilder von Bergbau-Tattoos erreicht. Viele davon zeigen die Zeiche, auf der die Kumpel gelernt oder gearbeitet haben. Schau dir doch mal die Collage an, die wir daraus gebastelt haben. Danke an alle, die sich bei uns gemeldet haben! 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 43/100

So sieht es aus, wenn der Bergbau unter die Haut geht! Oliver Pelczer ist Bergmann durch und durch: Er hat auf Prosper-Haniel als Maschinenhauer gearbeitet, ist Grubenführer im Deutschen Bergbaumuseum und singt im Ruhrkohle-Chor. Seit ein paar Jahren verbindet ihn jetzt auch ein Tattoo mit dem Bergbau. Sein Arm ist geschmückt mit der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Es erinnert ihn auch an seine verstorbene Mutter, die am 4. Dezember, dem Barbaratag, Geburtstag hatte. Hast Du auch ein Tattoo mit einem Motiv aus dem Bergbau? Dann schick uns gerne eine WhatsApp mit einem Foto.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 44/100

Es gibt einen neuen Test, wie die RAG giftiges PCB aus dem Grubenwasser filtern könnte. In Bergkamen steht eine Pilotanlage. Sie ist so groß wie ein Container und filtert die Schwebstoffe raus. Daran soll das PCB haften, das im Verdacht steht krebserregend zu sein. Das Grubenwasser wird in Flüsse wie Ruhr, Emscher und Lippe geleitet. PCB wurde früher unter Tage in Maschinen eingesetzt, um das Öl schwerer entzündbar zu machen. In Ibbenbüren soll im nächsten Frühjahr an der Klärstelle Püsselbüren auch eine Pilotanlage zur Klärung des Grubenwassers aufgestellt werden.     

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 45/100

Was bedeutet der Abschied vom Steinkohlenbergbau für eine Region, die sich fast 200 Jahre lang über das schwarze Gold definiert hat? Unsere Kollegen waren monatelang unterwegs - u.a. mit einem Kohlenhändler, Bergleuten und Historikern. Nimm dir die Zeit und hör die spannende Reportage an. Einfach auf den Link klicken und miterleben, was das Kohle-Aus mit den Menschen macht. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/dok5/bergbau-geht-kohle-bleibt-100.html

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 46/100

Auf dem Foto ist ein ganz wichtiger Mann für die Geschichte des Steinkohlenbergbaus zu sehen. Konrad Grebe hat im Bergwerk in Ibbenbüren in den 1940er Jahren den Kohlenhobel erfunden. Grebe stammte aus dem Saarland und hat sich in Ibbenbüren zum Steiger hochgearbeitet. Er galt als Tüftler und Erfinder und wollte die Arbeit seiner Kollegen unter Tage leichter machen. Mehrere Konstruktionen soll Grebe entwickelt haben, bis am Ende ein funktionierender Kohlenhobel den großen Durchbruch brachte. Er wurde zum ersten Mal in Ibbenbüren eingesetzt und dann bis heute weiterentwickelt.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 47/100

Mit diesem WDR-Projekt kannst du auch nach der Schließung der letzte Zeche die eindrucksvolle Welt unter Tage mit eigenen Augen erleben: Das virtuelle 360° Bergwerk versetzt dich direkt in eine Strecke 1.000 Meter unter der Erde. Erlebe die Arbeit der Kumpel in spannenden Episoden. Mit diesem Link startest du das interaktive 360°-Erlebnis direkt im Browser ➡ https://glueckauf.wdr.de. Läuft auf PC, Smartphone und in VR-Brillen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 47/100

Auch das Fernsehprogramm des WDR steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen des Bergbaus. In zahlreichen über den Tag verteilten Sendungen geht es um das Ruhrgebiet und die Kohle. Heute geht es um 9:10 Uhr los mit einem Bericht über die Veranstaltung „Danke Kumpel“. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 48/100

Mehr als 10.000 Menschen haben heute „Danke Kumpel“ gesagt. An fünf Zechenstandorten gab es Abschiedsveranstaltungen - allein auf der Zeche Prosper-Haniel waren 2.500 Besucher. Bei Musik von Bergmannschören, Pils und Currywurst ist die ein oder andere Träne geflossen. Ein großer Bergmann aus Stahl mit Grußbotschaften der Bürger für die Kumpel wurde enthüllt. Gänsehaut pur. Das Ruhrgebiet sagt Danke Kumpel!

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 49/100

Filigraner Schmuck trifft auf den Bergbau: Die Bochumerin Susanne Maria Kirchhoff fertigt Schmuckstücke mit Bergbaubezug an. Ihre „Mini-Kumpel-Medaillons“ bastelt die 63-Jährige aus kleinen Modell-Figuren der Größe H0. Ab heute bis zum 30. November sind ihre handgemachten Schmuckstücke und Deko-Figuren in der Galerie SchmuckProdukt auf Zeche Zollverein (Schacht XII – Halle 12) erhältlich. Gleich kommt noch ein Bild von ihren kleinen Kunstwerken.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 50/100

Mit jedem Tag kommen wir ihm näher, dem Abschied vom Steinkohlenbergbau. Aber was bleibt außer Abschiedstränen und kilometerlange Schächte, die mit Wasser geflutet werden und als Ewigkeitsaufgaben gelten? Vielleicht steckt in diesem Abschied auch eine Chance, denn die alten Bergwerksstollen könnten eine zentrale Rolle für die Wärmeversorgung im Ruhrgebiet spielen. Am Internationalen Geothermiezentrum Bochum arbeiten Wissenschaftler gerade an einer Methode, die das Grubenwasser zur Wärmespeicherung nutzen will. Wie das in Zukunft konkret aussehen könnte, kannst du im Audio hören, das gleich kommt.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 51/100

An Halloween wird’s gruselig? 🎃🦇 Nicht für Danny Gießner. Denn statt einer Grimasse schnitzt der 42-jährige jedes Jahr ein besonderes Ruhrpott-Motiv in seinen Kürbis. Als echter Bergbau-Fan ist sein Kürbis in diesem Jahr natürlich dem „Schichtende“ gewidmet. ⚒Dabei kommt Danny ursprünglich gar nicht aus dem Ruhrgebiet. Aber als der gebürtige Chemnitzer vor 16 Jahren nach Mülheim zog, verliebte er sich auf den vielen Erkundungstouren mit seiner Familie sofort in die Stadt und die Region. Seit einigen Jahren bloggt er jetzt schon über die Erlebnisse in seiner „Wahlheimat“ auf www.wahlheimat.ruhr und ist auch auf Facebook (Wahlheimat.Ruhr) und Instagram (@wahlheimatruhr) aktiv.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 51/100

Heute wenden wir uns mit einem besonderen Aufruf an dich. Am kommenden Samstag, 3. November, verabschiedet das Ruhrgebiet den deutschen Steinkohlenbergbau. "Danke Kumpel!" heißt die Aktion auf fünf Zechenstandorten, unter anderem Bottrop und Essen. Die Region bedankt sich bei Bergleuten, für das, was sie geleistet haben. Wir nehmen das zum Anlass und schicken einen WDR2-Reporter zu einem ehemaligen oder aktiven Bergmann. Der Reporter will sich am Samstagvormittag mit Tatkraft bei Euch bedanken. Habt Ihr eine Aufgabe für unseren Reporter? Kohle schippen, lange liegengebliebene Dinge erledigen...? Wir sind gespannt!

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 52/100

Der 30. Oktober 1961 - ein prägender Tag für Deutschland mit ungeahnten und weitreichenden Folgen: Heute vor 57 Jahren unterzeichnete die Bundesrepublik das Anwerbeabkommen mit der Türkei. Und das hatte auch mit dem Bergbau zu tun, denn neben dem landwirtschaftlichen Sektor war der Bergbau eine der boomenden Branchen im deutschen Wirtschaftswunder. Ende der 1950er Jahre mangelte es an Arbeitskräften und die BRD reagierte: 1955 wurde das erste Anwerbeabkommen mit Italien geschlossen. Nach Portugal, Spanien und Griechenland folgte 1961 auch die Türkei. Wenn du mehr über das Anwerbeabkommen und die Geschichten der "Gastarbeiter" lesen willst ➡ http://www.wdr.de/k/anwerbeabkommen

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 53/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Vor ein paar Wochen habe ich euch erzählt, dass ich noch bis März 2020 auf Prosper-Haniel beschäftigt bin. Ein paar von euch haben sich gefragt, was ich da noch nach dem offiziellen Ende im Dezember zu tun haben werde. Das erkläre ich euch heute in meinem Video. Damit ihr einen besseren Eindruck von meiner Arbeit unter Tage bekommt, kommt gleich noch ein Foto von einer Diesel-Katze. https://s.atms.at/a9we2m

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 53/100

Jetzt gibt es die Auflösung für das Rätsel gestern. Richtig war natürlich Antwort b). Im Jahr 1939 gab es mit 130 Millionen Tonnen die größte Menge an Kohle, die jemals im Pott gefördert wurde. Grund dafür war die Aufrüstung und Kriegswirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland. Die Kohle wurde für die Stahlerzeugung, als Brennstoff für Dampflokomotiven und zur Erzeugung von Treibstoff gebraucht. Übrigens: Obwohl 1939 die größte Kohlemenge gefördert wurde, war das nicht das Jahr mit den meisten Zechen. Das war 1857, als die Zahl der Zechen im Ruhrgebiet mit 296 Stück den Höchststand erreichte. Gefördert wurden in diesem Jahr aber nur 3,6 Millionen Tonnen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 54/100

Heute kannst du in unserem Quiz wieder dein Bergbau-Wissen testen. Unser heutiges Rätsel hat mit der Hochzeit des Steinkohlenbergbaus zu tun. 130 Millionen Tonnen war die größte Menge an Kohle, die innerhalb eines Jahres im Ruhrgebiet gefördert wurde. Aber: Wann war das? a) 1924  b) 1939 Ob du richtig geraten hast, verraten wir dir morgen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 55/100

Ganz im Zeichen des Bergbaus steht auch die 13. Ausgabe von "Recklinghausen leuchtet", die letzte Woche gestartet ist. Neben vielen illuminierten Gebäuden, gibt es auch Programmpunkte, die an den auslaufenden Steinkohlenbergbau erinnern sollen. Dazu gehört zum Beispiel der Auftritt des Ruhrkohlechors heute um 19.15 und 20.15 Uhr, bei dem natürlich auch das Steigerlied, die Hymne des Bergbaus, zu hören sein wird. Außerdem gab es eine Mitmach-Aktion, bei der Bergbau-Fans alte Fotos mit Motiven von der Zeit unter Tage einsenden konnten. Die über 1000 Bergbau-Bilder werden noch bis zum Ende der Veranstaltung jeden Abend von 18.00 bis 24.00 Uhr auf die Fassade des Palais Vest projiziert. Auch bei der Rathaus-Show ist die Bergbau-Geschichte der Stadt Thema. Sie läuft Freitag bis Sonntag ab 18 Uhr. Wenn du ein paar Eindrücke haben willst, schau‘ dir doch unser Video an ⬆. https://s.atms.at/thcefr

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 56/100

Weißt du, was der Bergbau mit Blut spenden zu tun hat? Tatsächlich ist der erste deutsche Blutspendetermin dem Bergbau geschuldet. 1950 passierte auf Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen ein schlimmes Unglück. Zur Versorgung der Verletzten brauchte man viele Blutkonserven. Aber das war ein Problem, denn in Deutschland gab es nicht genügend davon. Aus der Not wurden die Konserven aus Frankreich angefordert und bald darauf der erste deutsche Blutspendedienst aufgebaut. Zwei Jahre später gab es dann den ersten Blutspendetermin in Gelsenkirchen. Die Zielgruppe: Bergmänner. Um an diesen Tag zu erinnern, organisiert das Deutsche Rote Kreuz heute unter dem Motto „Kohle im Blut“ einen Blutspendetermin. Zwischen 15 und 20 Uhr können sich Spender im Gelsenkirchener Nordsternturm Blut abnehmen lassen. Mehr Infos und Anmeldung 👉 https://west.bsd-trs.de.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 57/100

Auf der Zeche in Ibbenbüren wurde die letzte Kohle schon im August gefördert. Trotzdem ist der Bergbau noch präsent in der ganzen Region. Viel spannendes kannst du dort nächste Woche erfahren. Am 4. November öffnet das Bergbaumuseum auf Anthrazit Ibbenbüren seine Türen. Von 10 bis 17 Uhr können Besucher Maschinen, Grubenausbauten und Geräte in Augenschein nehmen, zuhören und auch zupacken. Außerdem gibt eine Sonderausstellung, die sich mit dem Ibbenbürener Bergbau im "Dritten Reich" beschäftigt. Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 58/100

55 Jahre ist es heute her: Am 24. Oktober 1963 ereignete sich in Lengede ein schlimmes Grubenunglück. Das Wunder von Lengede dürften alle kennen.   Es war 20 Uhr, kurz vor Feierabend, als 500 Millionen Liter Schlamm und Wasser in das Bergwerk strömten, in dem sich noch 129 Bergleute befanden. 79 von ihnen konnten sich direkt in Sicherheit bringen, sieben weitere Bergleute wurden einen Tag später gerettet. 39 Kumpel galten als vermisst und wurden von der Betriebsleitung für tot erklärt. Hätten die Bergungstrupps an diesem Samstag die Suche eingestellt, dann wäre das Grubenunglück vielleicht in Vergessenheit geraten, denn unter Tage hatte es hatte schon viele Unglücke gegeben. Doch die Suche ging weiter. Erst acht Tage später fand man drei Bergleute, die man in einer Luftblase vermutet hatte. Weitere zwei Tage später, über 200 Stunden nach dem Unglück, ließ sich die Bergwerksleitung zu einer aussichtslos wirkenden Suchbohrung überreden. Elf verzweifelte, ausgehungerte und verletzte Kumpel wurden in einer spektakulären Rettungsaktion aus 60 Metern Tiefe geborgen. Dann wurden die Rettungsarbeiten eingestellt. 29 Bergleute kamen trotzdem ums Leben.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 58/100

Ein unterirdisches Labyrinth aus Schächten und Stollen,  zehntausende Kilometer lang, weit über einen Kilometer tief. Großteile der Landschaft sind deshalb abgesackt, ohne hunderte Pumpen würden die Bäche rückwärts fließen und kontaminiertes Grubenwasser unser Trinkwasser vergiften. Auch das gehört zur Geschichte von 200 Jahren Bergbau in NRW. Und die Folgen bleiben. Aber was bedeutet das für das für die betroffenen Regionen? Oder: Wie lebt es sich in einem schiefen Haus? Fragen, mit denen sich die WDR-Kollegen von DIE STORY beschäftigt haben. Der Film „Glückauf und vorbei: Das Ruhrgebiet nach der Kohle“ läuft heute von 22.10 bis 22.55 Uhr im WDR Fernsehen und gibt sehr spannende Einblicke. Unter anderem kannst du sehen, wie es heute 1000 Meter unter der Zeche Zollverein aussieht.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 59/100

Wir verlosen heute Karten. Das WDR-Kulturmagazin West ART nimmt morgen (20 Uhr) Abschied von der Kohle. In der Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck blickt Moderatorin Siham El-Maimouni mit bekannten Gästen wie Schauspieler Peter Lohmeyer oder Poetry Slammer Sebastian 23 sentimental auf das alte Ruhrgebiet, aber auch optimistisch auf das neue. Wenn du mit dabei sein willst, dann antworte uns einfach bis 17 Uhr mit einer WhatsApp mit dem Stichwort Kohleabschied. Wir informieren dich bis 18 Uhr, ob du unter den Gewinnern bist.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 60/100

Fast drei Jahre ist es jetzt her, dass die Kohleförderung auf der Zeche Auguste-Victoria in Marl eingestellt wurde. Unsere Kollegen haben damals eine tolle Multimedia-Reportage mit spannenden Menschen, Einblicken und leckeren Frikadellen auf dem Weg zur Schicht gemacht. Du kannst dir das jetzt noch mal anschauen. Einfach auf den Link klicken. ➡https://reportage.wdr.de/bergbau-in-nrw-geht-zu-ende#14541

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 61/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Einige von euch haben über WhatsApp Fragen geschickt, auf die sie sich schon lange eine Antwort wünschen. Eine davon war: "Wieso ist die Kumpel-Kleidung weiß?" Die Antwort darauf gebe ich euch in dem Video, das gleich kommt.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 62/100

Hier wohnt ein Mann, dessen Herz dem Bergbau gehört. Stefan Ferdinand ist selbst fast 20 Jahre lang Bergmann gewesen. In Herten auf Schlägel und Eisen hat er seinen Beruf gelernt und dort auch lange gearbeitet. Zuletzt war er Steiger auf Prosper-Haniel. Zum 50. Geburtstag hat er sich zusammen mit seiner Frau Claudia einen ganz besonderen Wunsch erfüllt: eine große Wandmalerei auf seinem Zechenhaus, die ihn jetzt täglich an seine Zeit im Bergbau erinnert.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 63/100

Schon wieder ist ein Kumpel auf der Zeche Prosper-Haniel verabschiedet worden. Für Reviersteiger Jürgen „Jacke“ Jakubeit war es heute die letzte Schicht. Wir begleiten Jacke in der Lokalzeit Ruhr und auf WDR2 schon das gesamte Jahr über. Nach 31 Jahren geht der Oberhausener in den Vorruhestand. Zu seinem letzten Tag waren viele alte Weggefährten noch einmal zur Zeche gekommen, um Jacke zu verabschieden. Seine Lebensgefährtin Marion hatte ihn mit einer Glückauf-Torte überrascht. Wie „Jacke“ seinen letzten Tag erlebt hat, hört ihr im Audio, das wir in der nächsten Nachricht schicken. Wir wünschen „Jacke“ alles Gute für die Zukunft.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 64/100

Kindern den Bergbau in Bottrop näher bringen - das war die Idee von Dietlinde Kamp-Kalus und Gabriele Kühlkamp. Die beiden sind die Autorinnen von "Oskar auf den Spuren des Bergbaus". Im Buch zeigt Oskar Grubinski, der Held der Geschichte, Kindern die besonderen Bergbau-Orte der Stadt. Weil schon sein Vater, der Opa und der Urgroßvater im Bergbau gearbeitet haben, erzählt er von seiner Familiengeschichte und der Zeit unter Tage. Das Buch richtet sich an Kinder ab 8 Jahre und ist für 9,80 Euro in den Buchhandlungen in Bottrop erhältlich.   

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 65/100 

„Wo geht man im Bergwerk aufs Klo?“, oder „Wie kommt man mit der Enge unter Tage klar?“ – Fragen, die du jetzt echten Kumpeln bei der Aktion „Triff den Bergmann“ im Bergbaumuseum in Bochum stellen kannst. Egal ob Hauer oder Grubensteiger, sie haben viele Jahre unter Tage gearbeitet und eine Menge zu erzählen. Noch bis Ende der Herbstferien kannst du die ehemaligen Kumpel immer dienstags und donnerstags zwischen 11 und 15 Uhr an verschiedenen Stationen im Anschauungsbergwerk treffen. Die Kosten sind im Museumseintritt enthalten und eine Anmeldung ist nicht nötig. Wenn du ein paar Eindrücke von der Aktion und der Welt unter Tage sehen willst, dann schau‘ dir doch unser kurzes Video an.       

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 66/100

Viele von euch waren begeistert von den Ampelgrubenmännchen, die es jetzt in Duisburg gibt. Das wird aber im Ruhrgebiet erstmal die einzige Stadt mit diesen tollen Ampeln bleiben. In Bochum zum Beispiel war die Idee zwar im Gespräch, dort wird es aber definitiv keine Bergmann-Ampeln geben, auch wenn die Stadt gerne welche hätte. Es geht um die Haftung und die Frage, ob Grün und Rot eindeutig zu erkennen sind. Denn die Stadt hat  rechtliche Bedenken, dass sie Probleme bekommt, wenn es dort an einer solchen Ampel einen Unfall gibt. Verständlich, aber schade. In Gelsenkirchen ist noch offen, ob es in Zukunft Ampelgrubenmännchen geben wird. An einzelnen Punkten mit Bedeutung könne man sie sich gut  vorstellen, wenn das Verkehrsministerium zustimmt, hat uns ein Stadtsprecher gesagt.       

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 67/100

Danke für die vielen Antworten zu unserem Rätsel gestern. Einige wussten ganz genau, was ein "Alter Mann" ist. Wenn Du noch im Dunkeln tappst, gibt es die Erklärung jetzt von einem Bergmann. http://www.wdr.de/k/alter-mann         

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 68/100

Die Sprache der Kumpel hat das Ruhrgebiet und seine Menschen geprägt. Aber wie gut kennst du dich damit aus? Das kannst du heute testen. Weißt du, was ein Alter Mann ist? Die Auflösung gibt es dann morgen. Glück Auf!                 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 69/100

„Aus Alt mach Neu“ - das war das Motto für die Schülerinnen der Schule für Modemacher Münster. In Zusammenarbeit mit dem Bergwerk Ibbenbüren haben die Schülerinnen aus alter Bergmannskleidung neue Outfits kreiert. Was man aus dem gestreiften Grubenhemd, einem Arschleder oder den grünen Badeschlappen aus der Kaue so machen kann, präsentierten die Schülerinnen auf einer Modenschau in Ibbenbüren. Wir schicken dir gleich noch ein Bild mit Eindrücken vom Fotoshooting im Trainingsbergwerk in Recklinghausen.  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 70/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Jetzt, wo es auf Prosper-Haniel immer näher in Richtung Ende geht, habe ich nach meiner Schicht darüber nachgedacht, wie es mit mir und meinen Kollegen in Bottrop und Ibbenbüren weiter geht. Von meinen Gedanken über die Zukunft erzähle ich euch heute in dem Video.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 71/100

In Duisburg gibt es seit heute ganze besondere Ampelmännchen. Eigentlich müssen sie Ampelgrubenmännchen heißen. Am Zoo können die Fußgänger die Bergmänner mit Grubenlampe jetzt schon sehen. An fünf weiteren zentralen Ampeln in Duisburg werden sie auch bald leuchten. Die sympathischen Figuren sollen ein schönes Denkmal sein. Eine Duisburgerin hatte die Idee, eine Werbeagentur hat die Bergmänner gestaltet und die Wirtschaftsbetriebe haben es umgesetzt. Wäre eigentlich schön für alle Ampeln in Bergbaustädten.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 72/100

Grubenwehrleute aus Bottrop und Ibbenbüren sind heute für ihre Verdienste geehrt worden. Die Bergleute in den orangefarbenen Overalls sind nicht nur für mögliche Feuer unter Tage zuständig, sondern auch für die Rettung der Kumpel, sollte es zu einem Grubenunglück kommen. Auf dem Bergwerk in Ibbenbüren bleiben sie noch bis Anfang 2020 vor Ort, auf Prosper-Haniel bis Ende 2019. Dann wird es weiter eine zentrale Grubenwehr geben, die aufpasst, bis die letzten Schächte verfüllt sind und solange noch Bergleute einfahren um etwa Pumpen zu warten. Aktuell hat die Grubenwehr 500 Mitarbeiter, die Zentrale ist auf der ehemaligen Zeche Pluto in Herne.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 73/100

Glück Auf! Einige von euch haben sich bei uns gemeldet und sich mehr Blicke auch auf Ibbenbüren gewünscht. Das werden wir gerne machen. Im Bergwerk Anthrazit in Ibbenbüren wurde ja erst vor ein paar Wochen die letzte Kohle abgebaut. Es ist übrigens das nördlichste Bergwerk Deutschlands und vor allem: Mit 1600 Metern Teufe ist der Nordschacht einer der tiefsten Schächte in Europa. (Prosper-Haniel 1200 Meter) Dort im Münsterland an der Grenze zu Niedersachsen wurde bis zuletzt die hochwertige Anthrazitkohle gefördert. Tausende Familien sind eng mit dem Bergbau verbunden rund um Ibbenbüren. In Mettingen, Recke, Hopsten, Hörstel und Westerkappeln. Es gibt dort auch ein eigenes "Abschiedsprogramm" für den Bergbau, die Details findest du hier. https://www.schicht-ende.info/kohle-kultur.html In den nächsten Tagen zeigen wir euch unter anderem auch ganze besondere Bergbaumode und historische Bilder aus Ibbenbüren.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 74/100

Das ist wirklich toll zum Stöbern: Unser Digit-Archiv mit alten Bildern und Videos, die wir für euch digitalisiert haben. So werden auch unglaublich viele sehenswerte Bergbau-Erinnerungen erhalten, die ansonsten in Schubladen und Nachtschränken vergessen würden. Schau mal rein. Vielleicht hast du ja auch noch tolle alte Bilder. http://www.wdr.de/k/bergbau-digit

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 75/100

Bergbau verbindet. Und kann auch ganz romantisch sein. Das hat Lena erfahren. Die 25-Jährige ist die Freundin von Mathias Erdmann, unserem Steiger auf der Zeche Prosper-Haniel, der uns in den letzten 100 Tagen des Steinkohlenbergbaus begleitet. Und jetzt kam ein ganz besonderer Tag, an dem Mathias für Lena ein letztes Mal eine Grubenfahrt organisiert hat. Der Plan: ein Heiratsantrag unter Tage. Aber hört selbst in das Audio rein, das gleich in der nächsten Nachricht kommt. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch!“ und wünschen den beiden alles Gute für die gemeinsame Zukunft. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 76/100

Nutzt das tolle Wetter an diesem Wochenende doch für einen Ausflug zu den Denkmälern unserer Bergbaugeschichte. Das Muttental gilt als Wiege des Ruhrbergbaus. 1714 wurde dort an der Zeche Nachtigall schon die Kohleförderung erwähnt. Es gibt wunderschöne Radwege entlang der Ruhr, das LWL-Museum (auf dem Foto), die Muttentalbahn (fährt morgen!) und viele Orte, an denen die Geschichte des Bergbaus zu erleben ist. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 77/100

Dass manche Menschen ganz besonders mit dem Bergbau verbunden sind, kann man in Bochum miterleben. Auf einer Häuserwand im Stadtteil Werne erinnert eine riesige Wandmalerei an das benachbarte Bergwerk Robert Müser, das in den 60er Jahren stillgelegt wurde. Allein für den Förderturm hat der Wittener Künstler Jonas Heinevetter zwei Wochen gebraucht. Kennt ihr noch mehr solcher Orte?

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 78/100

Den Bergbau hautnah miterleben - das konnten Kinder und ihre Eltern gestern beim Maus-Türöffner-Tag. Dafür hatte das Trainingsbergwerk in Recklinghausen seine Türen aufgemacht. Das schließt Ende des Jahres, aber gestern durften sie nochmal rein: 50 Kinder und ihre Eltern konnten mit dem Maulwurf unter Tage und echte Grubenluft schnuppern.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 79/100

Wenn im Dezember die letzten Zechen Deutschlands schließen, dann ist das nicht nur für die Bergmänner und die vielen Beschäftigten auf Prosper-Haniel und in Ibbenbüren das Ende einer Ära. Dass der Abschied vom Steinkohlenbergbau auch für die vielen Angehörigen ein trauriger Moment ist, haben sie uns beim Tag der offenen Tür auf Prosper-Haniel erzählt. 😥 Hör mal in die Stimmen rein, die gleich mit der nächsten Nachricht kommen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 80/100

In Duisburg gibt es jetzt zwei wirklich besondere Bergbau-Denkmäler. Ein Verein hat sie in vielen Stunden Arbeit gebaut. Mit schönen Andenken an den Bergbau. Schau dir mal unser Video an. Am Samstag gibt es vom Runden Tisch Rumeln-Kaldenhausen auch ein Eröffnungsfest.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 81/100

Danke für alle Nachrichten zu unserem Rätsel gestern. Es waren so viele nette und vor allem richtige Lösungen dabei. Natürlich ging es um die Zeche Schlägel & Eisen in Herten. Einer der tollen Bergbauorte im Ruhrgebiet. Wir zeigen in den kommenden Wochen noch mehr und überlegen uns auch ein nettes Preisrätsel. Glück Auf!

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 82/100

Im Ruhrgebiet gibt es viele Orte, die mit dem Steinkohlenbergbau verbunden sind - einige sind bekannt, andere weniger. Wir haben heute ein kleines Video-Rätsel für dich vorbereitet. Bilder und Hinweise sollen dir helfen, den besonderen Ort zu finden. Wenn du weißt, was gesucht wird, schick uns einfach eine Nachricht mit der richtigen Antwort. ➡ https://s.atms.at/6eu8r9

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 83/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Meine Arbeit als Steiger auf der Zeche Prosper Haniel beginnt auch manchmal mitten in der Nacht mit der Frühschicht. Was ich um diese Zeit dann zu tun habe, erzähle ich euch in dem Video. ➡ https://s.atms.at/b04wo1

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 84/100

Risse in Hauswänden, abgesackte Einfahrten oder feuchte Keller - in Bergbauregionen sind das Probleme, mit denen die Bewohner oft kämpfen müssen. Diese Bergschäden entstehen, wenn sich die Erde nach dem Abbau von Kohle senkt. Die RAG gibt an, dass es pro Jahr über 25.000 Meldungen gibt. Auch in der Zeit nach dem Steinkohlenabbau werden Bergschäden bleiben. Der Landesverband Bergbaubetroffener befürchtet, dass es zu großflächigen Geländehebungen kommen wird, wenn das Grubenwasser unter Tage ansteigt. Wenn du auf den Link klickst, erfährst du mehr zu den Spätfolgen des Bergbaus. ➡ https://www1.wdr.de/nachrichten/landesverband-bergbaubetroffene-100.html

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 85/100

10.000 Bergleute (ehemalige und aktive) im Ruhrgebiet bekommen noch Kohle für ihre Heizungen nach Hause geliefert, sogenannte Deputatkohle. Das ist im Arbeitsvertrag so geregelt. Doch damit ist bald Schluss, wenn die Bergwerke in Bottrop und Ibbenbüren endgültig schließen. Dann gibt es für alle eine Abfindung, auch für die, die heute schon Geld statt Kohle bekommen. Jetzt wollen die Stadtwerke Herten und Gelsenkirchen die Betroffenen dazu bewegen, ihre alten Kohleheizungen in ihren Zechenhäuschen auszutauschen. Heute von 17.30 Uhr bis 21 Uhr gibt es in der Schwarzkaue auf Schlägel & Eisen in Herten einen Infoabend für Kumpel, die noch mit Kohle heizen - inklusive Musik vom Bergmannschor MGV Blumenthal/Haardt 1954.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 86/100

Ein Fahrradweg, der die Bergbau- und Industrieregionen in Europa miteinander verbindet! Das ist ein Plan, der heute in Essen beim Regionalverband Ruhr vorgestellt wurde. Die geplante Strecke siehst du oben auf dem Foto. 3700 Kilometer lang ist die Route von Polen bis ins Ruhrgebiet und weiter bis nach Wales. Die Strecke würde dann im Ruhrgebiet über die Route der Industriekultur zum Beispiel durch Essen, Bochum und Duisburg führen. Die Bergbaugeschichte bleibt somit lebendig und wortwörtlich erfahrbar. Allein eine Tour im Ruhrgebiet zu den ehemaligen Zechen ist ja schon ein tolles Erlebnis. Noch ist auch gutes Fahrradwetter in Aussicht.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 87/100

Von der schwarzen Seele des Potts erzählt die Bildstrecke des renommierten Duisburger Fotografen Uwe Weber. Die Ausstellung ist aktuell in der Kult(ur)-Kneipe "Passmanns" in Bottrop zu sehen. 25 Kumpel wurden zum Ende des Steinkohlenbergbaus von ihm porträtiert. Die Fotografien können in den nächsten Wochen während der Öffnungszeiten des "Passmanns" (täglich ab 17 Uhr) besichtigen werden.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 88/100

Ein schief gebauter Fußballplatz und der Bergbau.  Wie das zusammen hängt erzählen wir dir heute: 
Es ist eine kuriose Geschichte - Bei der Sanierung 2014 wurde der Sportplatz am Sensenfeld in Bottrop absichtlich mit Gefälle gebaut. Der Grund: Langfristig sollten dadurch mögliche Bergsenkungen ausgeglichen werden. Jetzt kann es aber sein, dass der Boden gar nicht so abfällt, wie erwartet. Denn auf Prosper-Haniel wurde die reguläre Förderung eingestellt - ohne, dass der Hobel wie geplant bis unter das Sensenfeld gekommen ist. Jetzt prüfen Spezialisten der RAG, ob der Platz um die erwarteten 18 Zentimeter abgefallen ist. Denn wenn der Platz schief bleibt, ist das ein Bergbauschaden und die RAG muss ihn korrigieren. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 89/100

Im Bergwerk Anthrazit in Ibbenbüren und auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop haben die Kumpel angefangen, die Maschinen ans Tageslicht zu holen. Die Bergleute nennen das Rauben. Sie müssen alles, was nach der Schließung der Bergwerke nicht unten bleiben darf, über den Schacht nach oben befördern. Und das ist keine schöne Arbeit, haben sie uns erzählt.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 90/100

Guten Morgen! Heute sind wir früh dran, weil wir auf eine Veranstaltung aufmerksam machen wollen. Die Kirche und der Bergbau sind an vielen Stellen im Ruhrgebiet eng miteinander verbunden. Deswegen nimmt die Katholische Arbeitnehmerbewegung im Bistum Essen heute Abschied vom Steinkohlenbergbau. Es soll aber gefeiert und nicht getrauert werden. Zusammen geht es ab 11 Uhr heute in Bottrop von der Schachtanlage Franz Haniel den Pilgerweg hinauf zur Halde Haniel. Etwas ganz besonderes ist dabei zu sehen: Das Kreuz vom Foto oben. Der Gelsenkirchener Goldschmied Alfred Weber hat es vor 31 Jahren zum Besuch von Papst Johannes Paul II gestaltet. Kohle und Stahl bilden das Kreuz. Wenn du heute dabei sein möchtest, gibt es auf www.kab-essen.de alle Infos.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 91/100

Vor knapp drei Jahren haben die Bergleute auf der Zeche Auguste Victoria in Marl die letzte Kohle gefördert. Das Bergwerk wurde anschließend stillgelegt, so wie es dann bald auch in Bottrop und Ibbenbüren sein wird. Aber Auguste Victoria durfte bislang noch nicht endgültig geschlossen werden und täglich sind Kumpel eingefahren, um Kontrollen durchzuführen. Es gab Unklarheiten rund um das Thema Grubenwasser und PCB. Jetzt sind die vom Tisch. Gutachter gehen davon aus, dass sich das giftige PCB unter Tage ablagert und nicht mit dem Grubenwasser in den Rhein abfließt. Bald können nun die letzten Schächte verfüllt werden. Wie das Abpumpen des Grubenwassers funktioniert, kannst du dir hier anschauen ➡ http://www.wdr.de/k/grubenwasser

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 92/100

Verlieben unter Tage, ein Grubenunglück mit einem Helden und das Zechensterben - All das ist der Stoff für ein Musical über den Bergbau. Gestern Abend hatte das Stück "Schwarzes Gold" Premiere in der Schauburg in Ibbenbüren. In der Stadt im Münsterland wurde im Bergwerk Anthrazit erst vor Kurzem die letzte Kohle gefördert. Das Musical soll an diese Bergbaugeschichte erinnern. Es gibt noch einige Vorstellungen auch im September und Oktober. Hier kannst Du reinhören, wie das klingt. http://www.wdr.de/k/muscial

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 93/100  

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Ich habe Euch in meiner letzten Nachricht ja schon erzählt, dass ich als Steiger für den Diesel-Transport unter Tage zuständig bin. Hier seht Ihr mich an meinem Arbeitsplatz 1200 Meter unter der Erde. Dort warte ich gerade die Diesellok Typ "Jumbo". Diese Loks haben vor vielen Jahren die Grubenpferde ersetzt und sind wichtig für den Material- und Personentransport. Genau wie unsere "Diesel-Katzen". Diese Bahnen hängen an einer Schiene und können so auch fast alle Ecken des Bergwerks erreichen. Damit alles immer einsatzbereit ist, fahren meine Kollegen und ich jeden Tag ein. Die "Diesel-Katzen" zeige ich Euch auch noch in den nächsten Wochen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 94/100  

Heute gibt es etwas zu trinken! 14 ehemalige Kumpel der Zeche Prosper Haniel bauen eigenen Wein an. Seit 2011 kümmern sie sich um einen Weinberg auf dem Gelände einer Schachtanlage in Hünxe. Zum ersten Mal hatten dort Bergleute im Jahr 1984 Weinstöcke gepflanzt. Heute wachsen im "Sonneneck" 191 Reben. Die Bergleute haben die Trauben jetzt geerntet und sie an die Mosel gebracht. Dort werden sie zu rund 400 Flaschen Kumpel-Wein verarbeitet. Kaufen kann man den Tropfen aber nicht. Weil die Bergleute nur Hobby-Winzer sind, "müssen" sie alle Flaschen selber trinken.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 95/100  

Vater und Sohn gemeinsam unter Tage - dieses besondere Erlebnis hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet heute auf Prosper Haniel in Bottrop. Zu seiner letzten Grubenfahrt hat Laschet seinen Vater Heinz mitgenommen, der selber auf der Zeche Anna in Alsdorf bei Aachen als Steiger gearbeitet hat. Ein Anliegen von Armin Laschet war, die Leistung der sogenannten Gastarbeiter zu würdigen. Sie hätten als Bergleute einen wichtigen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes geleistet. Zur Geschichte der Arbeitskräfte aus dem Ausland haben wir auch noch einen Link für dich ➡ http://www.wdr.de/k/gastarbeiter

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 96/100  

Am 15.08. wurde auf Prosper-Haniel das vorletzte Kohlerevier stillgelegt. Für Reviersteiger Jürgen Jakubeit und seine Kollegen ein bitterer Tag. ➡ https://s.atms.at/pbq3ta

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 97/100  

Das Kinderbergwerk Zeche Knirps in Bochum ist ein wirklich lohnendes Ausflugsziel. Am LWL-Industriemuseum Zeche Hannover können Kinder in einem liebevoll nachgebauten Bergwerk selber anpacken und im Team "Kohle" fördern. Samstags geht das von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr, aber nur bis Ende Oktober. Und das imposante Gebäude der Zeche Hannover kann auch besichtigt werden. 1973 hat die Zeche geschlossen. Sie war die letzte in Bochum.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 98/100  

Heute endet der Regelbetrieb auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. Die vereinbarte Kohle-Fördermenge ist erreicht. Trotzdem wird bis zum 21. Dezember sporadisch immer wieder Kohle gefördert. Das allerletzte Stück soll dann im Dezember an den Bundespräsidenten übergeben werden. 

Die Sprache der Bergleute ist eine ganz besondere und sie hat das Ruhrgebiet geprägt. Wir haben deswegen das Kumpel-ABC aufgebaut. "Wech vom Fenster" hat jeder schonmal gehört. Aber woher kommt das eigentlich? Ein Bergmann erklärt es Dir. http://www.wdr.de/k/kumpel-abc-fenster

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage 99/100

Glück Auf! Ich bin Mathias Erdmann, Steiger auf der Zeche Prosper-Haniel.  Ich werde Euch in den verbleibenden 99 Tagen begleiten und gebe Euch Einblicke in meine Welt unter Tage. Seit 2004 bin ich im Bergbau, habe mich zum Steiger hochgearbeitet und bin unter Tage für den Diesel-Transport zuständig. Wenn Ende des Jahres meine Zeche geschlossen wird, werden bei Vielen Tränen fließen.  Vor uns liegt eine spannende Zeit. Ich freu mich, dass Ihr hier dabei sein könnt. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage 100/100

Glück Auf! In genau 100 Tagen ist der Steinkohlenbergbau in Deutschland offiziell Geschichte. Dann werden die letzten beiden Bergwerke in Bottrop und Ibbenbüren endgültig stillgelegt. Aktuell arbeiten in Bottrop noch etwa 1.500 Kumpel. Bis Ende des Jahres fördern die auch noch rund 1,7 Millionen Tonnen Kohle aus über 1000 Metern Tiefe. Übrigens: In den 1920er Jahren haben dort auf Prosper 15.327 Menschen gearbeitet. Auf dem Bergwerk Antharzit in Ibbenbüren wurde schon der letzte Brocken Kohle ans Tageslicht geholt. Mitte August wurde dort der Abbau eingestellt, gearbeitet wird aber weiter. 800 Kumpel müssen Maschinen, Werkzeuge, Flüssigkeiten über Tage holen. Sie nennen das "rauben".

Stand: 30.08.2018, 10:46 Uhr