Der Bergbau-Countdown zum Nachlesen

Der Bergbau-Countdown zum Nachlesen

Der WDR hat das Ende der Steinkohle-Ära mit einem WhatsApp Countdown begleitet. In den letzten 100 Tagen gab es Nachrichten rund um den Bergbau. Hier wurden alle für Sie archiviert.

Tschüss Kumpel! Archivbild 100

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Es ist vorbei! Danke für die vergangenen 100 Tage. Wir haben unendlich viele nette, spannende und berührende Nachrichten von euch bekommen. Es war für uns etwas Besonderes, von so vielen persönlichen Erinnerungen an den Bergbau zu lesen und zu hören. Wir hoffen, das gilt auch für euch. Damit etwas bleibt, schicken wir das Foto oben mit, das du dir als Hintergrundbild auf deinem Smartphone einrichten kannst. Tschüss Kumpel! Glück Auf.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Es ist vorbei! Danke für die vergangenen 100 Tage. Wir haben unendlich viele nette, spannende und berührende Nachrichten von euch bekommen. Es war für uns etwas Besonderes, von so vielen persönlichen Erinnerungen an den Bergbau zu lesen und zu hören. Wir hoffen, das gilt auch für euch. Damit etwas bleibt, schicken wir das Foto oben mit, das du dir als Hintergrundbild auf deinem Smartphone einrichten kannst. Tschüss Kumpel! Glück Auf.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Glück Auf! Ein letztes Mal ist hier Mathias Erdmann von der Zeche Prosper-Haniel. Jetzt es ist vorbei! Das letzte Stück Steinkohle wurde heute über Tage gefördert und an den Bundespräsidenten übergeben. Ich durfte auch dabei sein - ein bewegender Moment! Wie es mir jetzt geht, erzähle ich dir in dem Video.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Emotionaler Abschied von der Kohle: Beim Festakt auf Prosper-Haniel haben die Bergleute das letzte Stück Kohle an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier übergeben. Viele Bergleute und Gäste haben Tränen in den Augen. Der Steinkohlenbergbau in Deutschland ist jetzt offiziell Geschichte.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Noch knapp eine Stunde, dann wird genau hier das letzte Stück Steinkohle aus einem deutschen Bergwerk geholt. Man merkt die Anspannung auf Prosper-Haniel. Alles ist auf die Minute geplant und die ersten dicken schwarzen Limousinen mit den Gästen sind vorgefahren. Überall stehen auf dem Gelände die Kumpel der Grubenwehr und sorgen für Sicherheit.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Hier findet gleich die Abschiedsveranstaltung auf Prosper-Haniel statt. Alles ist vorbereitet. Es wurde eine riesige mobile Halle aufgebaut. 1000 Meter tiefer, unter Tage wurde heute aber auch noch ganz normal gearbeitet. Wir haben mit den Bergleuten gesprochen, die vorhin eingefahren sind. Das Audio kommt gleich. Es ist wirklich bewegend, was sie uns erzählt haben.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 0/100

Glück Auf! Es ist Tag 0 gekommen. Heute Nachmittag wird in Bottrop das letzte Stück deutsche Steinkohle gefördert. Wir sind den ganzen Tag auf Prosper-Haniel und nehmen dich mit. Ich melde mich immer mal wieder bei dir mit Eindrücken. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekommt die Kohle von Bergleuten nachher überreicht. Du kannst ab 16 Uhr live bei uns im WDR Fernsehen zuschauen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 1/100

So sieht es im Essener Dom aus. Dort wird jetzt mit vielen Bergleuten der Abschied vom Steinkohlenbergbau gefeiert. Im WDR Fernsehen kannst du live dabei sein. Direkt im Anschluß kannst du dir noch unsere Sondersendung anschauen, mit vielen spannenden Gästen und tollen Einblicken in die Welt unter Tage. Und falls du es noch nicht getan hast: #lichtbeidernacht. Unsere Förderturm-Schablone runterladen, ins Fenster kleben und heute Abend ein Zeichen für die Bergleute setzen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 1/100

Nicht nur in NRW sind die Menschen bergbauverrückt. Uns erreichen auch immer wieder Nachrichten aus anderen deutschen Bergbauregionen, zum Beispiel von Julius aus dem Saarland. Der 15-Jährige sammelt alles zum Thema Bergbau, was er in die Finger bekommt. Mittlerweile ist bei ihm Zuhause eine riesige Sammlung entstanden. Woher die Begeisterung für das Thema kommt, weiß er gar nicht mehr so genau. Vielleicht durch Erzählungen seines Großvaters, der selbst Bergmann war. Sein Traum von einem Beruf im Bergbau wird zwar leider niemals in Erfüllung gehen. Mit seiner Sammlung hat er aber einen Weg gefunden, dem Bergbau trotzdem treu zu bleiben. Schau' mal, wir haben eine Collage gemacht, die ein paar seiner Sammlerstücke zeigt. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 2/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Ich wurde gefragt, ob ich mir denn schon ein Andenken an meine Zeit im Bergbau gesichert habe. Na klar! Das Stück Kohle auf dem Bild 👆 liegt bei uns Zuhause im Wohnzimmer auf dem Fernsehschrank. Streng genommen ist das aber das Andenken von Lena, meiner Verlobten. 💍 Sie hat es bei unserer gemeinsamen Grubenfahrt mitgenommen, bei der ich ihr auch den Heiratsantrag gemacht habe. 👰⚒ 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 3/100

Zum letzten Mal wurde heute im Essener Stadthafen Kohle der Zeche Prosper-Haniel verladen. Mit dem Zug ging es zum Kraftwerk in Gelsenkirchen-Scholven. Wir waren dabei und haben ein Video für dich gemacht. Die restlichen 15.000 Tonnen Bottroper Steinkohle werden bis Ende des Jahres noch zur Kokerei Prosper transportiert. Die Kohlenlagerfläche im Essener Stadthafen soll dann aufbereitet und Teil des Großprojekts "Freiheit Emscher" werden.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 3/100

Wir waren im Bergbaumuseum in Ibbenbüren. In dem Museum in der Turbinenhalle auf dem Zechengelände von Anthrazit Ibbenbüren gibt es spannende Dinge zu entdecken und viel zu lernen. Zum Beispiel zum Thema Grubenwasserhaltung - eine der Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus. Wenn dich das interessiert, schau‘ dir doch mal das Video an. Und wenn du mehr Infos zum Bergbaumuseum Ibbenbüren haben möchtest, einfach auf den Link klicken: https://www.mettingen-tourismus.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?item_id=861485&waid=551  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 4/100

Wir müssen dir etwas sehr sehr trauriges erzählen. Auf dem Bergwerk in Ibbenbüren ist heute ein Kumpel bei einem Arbeitsunfall tödlich verletzt worden. Der 29-Jährige wurde unter Tage nach ersten Erkenntnissen in einer Wettertür eingeklemmt. Wir denken an seine Familie und Freunde. Unser herzlichstes Beileid. Den letzten tödlichen Arbeitsunfall im Steinkohlenbergbau in Deutschland gab es 2012 auf Prosper-Haniel. Dort wurde ein Bergmann von einem herabstürzenden Kohlebrocken getroffen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 5/100

Passend zum dritten Advent gibt es heute eine bergbauliche Weihnachtsgeschichte, die uns ein Abonnent zugeschickt hat. Wilhelm Schneider am Kolke hat im Jahr 1947 einen ganz besonderen Heiligen Abend erlebt. Er durfte mit seinem Vater auf Zeche Shamrock in Herne unter Tage einfahren. Wenn dich seine Geschichte interessiert, dann hör' dir doch mal das Audio an, das gleich kommt.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 6/100 

Falls du schon immer eine Grubenfahrt machen wolltest, aber die letzten Besucherfahrten unter Tage verpasst hast, dann haben wir jetzt einen tollen Tipp für dich! Die Hauerschicht auf Zeche Nachtigall ist eine wirklich realistische Alternative. Bei der rund fünfstündigen Führung kannst du den Steinkohlenbergbau mit Helm, Geleucht und Grubenjacke hautnah erleben und unter Tage echte Kohleflöze entdecken. Anmelden können sich dafür einzelne Personen (ab 10 Jahre), aber auch Gruppen (bis maximal 12). Die Kosten liegen bei circa 35 Euro pro Person.  Noch mehr Informationen - auch über mögliche Termine - findest du unter ➡ http://boerje-nolte.de/Grubenfahrt.html. Und wenn du eine Anfrage für einen Termin stellen willst, dann melde dich am besten beim Team der Zeche Nachtigall unter Shop.Zeche-Nachtigall@lwl.org. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 7/100

Du kennst doch bestimmt noch Jürgen Jakubeit , genannt „Jacke“ – den Reviersteiger von Prosper-Haniel, den wir dir in der Vergangenheit schon einmal vorgestellt haben. Der war heute zusammen mit dem Kumpeln des Reviers 006 auf Schalke zu Gast, um dem Club den letzten Kohlehobel von Prosper-Haniel zu übergeben. Natürlich passend angemalt in blau-weiß und mit der Aufschrift „Königsblau ein Leben lang“ verziert – das hatten die Kumpel noch unter Tage bei ihrer letzten Förderschicht gemacht. Als Dankeschön gab‘s für die Männer ein T-Shirt im Design der besonderen Schalke-Trikots, mit denen die Königsblauen bei ihrem nächsten Heimspiel auf dem Rasen stehen werden. Bei der einmaligen Aktion kann man beim Spiel am nächsten Mittwoch auf jedem Trikot den Namen einer von 26 Zechen aus der Region lesen. Gleich schicken wir dir noch ein Bild vom Kohlehobel! 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 8/100

Im Ruhrgebiet gibt es Zechenhalden, die im Innern brennen! Die Brände entstehen durch die dort aufgeschütteten Gesteinsschichten, in denen sich oft noch Kohle befindet. Diese kann sich unter Luftzufuhr leicht selbst entzünden und schwelt dann vor sich hin - zum Teil jahrzehntelang. Laut Bezirksregierung Arnsberg gibt es in NRW zehn „brennende Halden“, zum Beispiel in Gladbeck, Dinslaken oder Gelsenkirchen. Im Innern der Halde Graf Moltke in Gladbeck herrschen zum Beispiel Temperaturen bis zu 260 Grad. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) können Haldenbrände problematisch sein, denn dabei treten Gase aus, die schlecht für die Umwelt sind und zum Teil sogar giftig sein können. Deshalb will der BUND jetzt wissen, wie viele Schadstoffe wirklich pro Halde ausgestoßen werden. Die Konzentrationen dürften wegen der Luftzirkulation aber für Menschen unkritisch sein. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 9/100

Der Mann auf dem Foto ist der lebende Beweis dafür, dass „Bergmann“ nicht nur ein Job ist. Udo Schwamborn hat nämlich seinen Beruf zum Hobby gemacht. Der 62-Jährige war früher bei der Grubenwehr. Heute ist er stolzer Besitzer einer Sammlung mit mehr als 2000 Bergbau-Schätzen. Seit 40 Jahren sammelt er nahezu alles, was mit Bergbau zu tun hat. Ein Teil davon wird im Moment in der Pflegeeinrichtung „Hospital zum Heiligen Geist“ in Essen ausgestellt. Vom alten Grubenwehrhelm bis zur Dahlbusch-Bombe – in der Ausstellung (noch bis zum 31. März, täglich von 10 bis 18 Uhr)  kann man sich viele interessante Sammlerstücke ansehen. 

Sein Lieblingsstück? „Das sind zwei Stalaktiten, die ich auf Zeche Zollverein, meinem alten Arbeitsplatz, in 800 Metern Tiefe gefunden habe“, hat uns Udo Schwamborn erzählt. Obwohl er damit eigentlich eine traurige Erinnerung verbindet: Der Tag, an dem er die Stalaktiten fand, war nämlich seine letzte Schicht auf Zollverein. Im Ruhestand begann er dann damit, seine Sammlerstücke auszustellen. Wir schicken dir gleich noch ein Bild von den zwei Stalaktiten.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 10/100

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Ich wurde gefragt, welchen Ort ich unter Tage ganz besonders mag. Da musste ich nicht lange überlegen! Mein Lieblingsort unter Tage ist der Lokschuppen auf der sechsten Sohle, den du oben auf dem Bild siehst. Hier bin ich groß geworden! Das heißt: Hier haben mir meine Kumpel alles beigebracht, was man als Dieselschlosser wissen muss. Für mich der schönste Arbeitsplatz, den es gibt!      

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 11/100

194.000 gefahrene Kilometer, 85 volle Tage auf der Autobahn, 16.000 Euro Spritkosten – das beschreibt die letzten achteinhalb Jahre von Bergmann Fank Kiefer. Als im Saarland die letzte Grube schloss, wurde er in das Bergwerk Ibbenbüren versetzt. Weil die Zeche Ende des Jahres schließt, geht er mit gerade einmal 50 Jahren in den Vorruhestand. Der Saarländische Rundfunk hat Frank Kiefer begleitet und seine Geschichte aufgeschrieben. Wenn du mehr lesen willst, geh doch mal auf den Link.     

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 12/100

Vielen Dank für die vielen Bilder von eurem Bergbau-Weihnachtsschmuck , die wir in den letzten Tagen bekommen haben. Aus einigen Bildern haben wir, wie versprochen, eine kleine Collage gemacht. Und weil es so viele Bilder waren, kommt gleich direkt noch eine Zweite hinterher!
                 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 13/100

Weil für dieses Wochenende so schlechtes Wetter angesagt ist, haben wir gleich drei Fernseh-Tipps für dich, die mit dem Thema Steinkohle zu tun haben.
Heute läuft um WDR Fernsehen um 16:30 Uhr der Film „Kohle im Blut“. Ein Jahr wurde Reviersteiger Jürgen Jakubeit von uns begleitet. „Jacke“, wie er auf Prosper-Haniel von seinen Kollegen genannt wird, lässt dich teilhaben am Leben eines Bergmanns im letzten Jahr vor Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus.

Um 21:45 Uhr kannst du den Bergbau dann von seiner lustigen Seite erleben. In der Show „Schicht im Schacht – aber nicht Schluss mit lustig!“ verabschieden sich die Stars der Ruhrgebiets-Comedy humorvoll von der Steinkohle-Ära im Pott. Mit dabei sind unter anderem Frank Goosen und Torsten Sträter.
Eine Sache, die du gucken kannst, wann du willst, ist die Arte-Doku „Die Steinkohle“. In dem Zweiteiler geht es vor allem darum, welche Herausforderungen die Menschen in den letzten 250 Jahren bei der Gewinnung der Kohle überwinden mussten. Eine Folge dauert 90 Minuten und ist noch bis zum 10.12. in der Mediathek verfügbar. Du kannst sie unter diesem Link anschauen ➡ https://www.arte.tv/de/videos/067866-001-A/die-steinkohle-1-2/

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 14/100

In Bochum findet jetzt gleich zum 21. Mal der Knappentag statt, der vom Bergbau-Museum und dem Landesverband der Berg- und Knappenvereine aus NRW ausgerichtet wird. Vom Bergbaumuseum aus beginnt der traditionelle Marsch durch die Innenstadt zur Propsteikirche, wo der ökumenische Bergmannsgottesdienst zu Ehren der Heiligen Barbara gefeiert wird. Im Anschluss lassen die Knappen dem Abend gemeinsam ausklingen. Übrigens: Als Bergknappen bezeichnete man im frühen Bergbau einen Bergmann, der unter Tage arbeitete. Später wurden dann nur noch die Bergmänner als Bergknappe bezeichnet, die die dreijährige Knappen-Lehre erfolgreich abgeschlossen hatten.         

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 15/100

Passend zum Nikolaus, geht es heute um „kumpelige“ Weihnachtsdeko.  Zum Ende der Steinkohle gibt es ja in den Bergbau-Städten im Revier in vielen Geschäften und auch an einigen Buden auf dem Weihnachtsmarkt verschiedene Bergbau-Souvenirs und Bergbau-Weihnachtsschmuck zu kaufen. Dekorierst du dieses Jahr dein Haus, deine Wohnung oder den Weihnachtsbaum  auch mit „bergmännischer“ Weihnachtsdeko? Dann schick' uns doch gerne ein Bild und schreib' dazu, ob wir es für eine Collage verwenden dürfen!  

Tschüss Kumpel! Die letzten Tage Bergbau 16/100

Vor ein paar Wochen haben wir von den Ampelbergmännchen erzählt, die es seit Oktober in Duisburg gibt – und davon, dass andere Städte rechtliche Bedenken haben. Das könnte sich jetzt ändern. Der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat nämlich noch einmal klargestellt, dass die Ampelmännchen grundsätzlich erlaubt sind. Die Städte müssten nur sicherstellen, dass es nicht zu einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer kommt. Auch für Kinder oder Sehbehinderte müsse klar erkennbar sein, ob sie gehen dürfen oder stehen bleiben müssen. Es könnte also sein, dass bald auch andere Bergbau-Städte die Ampelbergmännchen an einzelnen Ampeln einführen. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 17/100 

Heute ist Barbaratag – der Gedenktag zu Ehren der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Der Legende nach stammte Barbara aus Nikomedia, die heutige Stadt Izmit in der Türkei. Sie soll sich in ihrer Jugend dem damals verfolgten Christentum angeschlossen haben. Zur Strafe wurde sie dann von ihrem Vater in einen hohen Turm gesperrt, was sie aber nicht vom Glauben abbrachte. Sie konnte entkommen und versteckte sich in einem Felsspalt – das machte sie schließlich zur Patronin der Bergleute. Weil ein Hirte sie verriet, wurde sie aber von ihrem Vater gefunden, der sie schließlich eigenhändig enthauptete.                             

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 18/100 

Der Bergbau ist auch für viele soziale Errungenschaften verantwortlich - die älteste Sozialversicherung der Welt zum Beispiel. Vor über 750 Jahren wurde die heutige „Knappschaft“ von Bergleuten in Goslar gegründet. Hintergrund waren die besonderen Gefahren im Bergbau, die die Bergleute dazu motivierten, sich und ihre Familien sozial abzusichern. Darum und um weitere soziale Errungenschaften, wie zum Beispiel die Zechensiedlungen, geht es in dem Audio, das gleich kommt. Hör‘ doch mal rein!

☝ Übrigens: Morgen ist endgültig Schicht im Schacht in Ibbenbüren. Das letzte Fördergefäß wird um 14 Uhr symbolisch aus der Grube geholt. Wir sind mit dabei und schicken dir dazu auch eine Nachricht.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 19/100

Heute erzählen wir euch von einem ganz ungewöhnlichen Jobwechsel - vom Bergmann zum Bergmann. 樂 Simon Leygraf hat früher auf Prosper-Haniel gearbeitet. Jetzt hat er ganz in der Nähe von seinem alten Arbeitgeber eine besondere Mission. ⚒ Wenn du wissen willst, was Simon beruflich macht, dann schau' dir doch das kleine Video an. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 20/100

Heute zeigen wir dir einen Ort, den Bergbaubegeisterte in mühevoller Arbeit wieder hergerichtet haben: den Stock und Scherenberger Erbstollen in Sprockhövel. Den 2,5 Kilometer langen Stollen gibt es seit etwa 250 Jahren. Seit einem Jahr wird er vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten und der Stadt saniert. Rund 100 Meter des ehemaligen Wasserlösestollens sind heute durch die Arbeit des Vereins wieder für Besucher zugänglich. Wasserlösestollen gab es nahezu in jedem Bergbaurevier und hatten die Funktion, das in den Grubenbauen anfallende Wasser in das Oberflächenwasser abzuleiten. Das Foto zeigt den Übergang vom festen Gestein zum ausgebauten Gewölbe im Stollen. 40 Jahre lang haben die Kumpel den Stollen freigelegt - in mühevoller Handarbeit meist mit Schlägel und Eisen, nur circa 3 Meter im Jahr. 

Übrigens: Wenn du an einer Führung interessiert bist, kannst du einfach eine Anfrage an info@bergbauaktiv.de schicken.   

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 21/100

Heute veranstaltet der Katholikenrat der Stadt Bottrop das 9. Barbaramahl Ruhr. Die karitative Veranstaltung soll nicht nur über das Ende des Bergbaus hinaus ein Bewusstsein für die Steinkohlentradition im Ruhrgebiet schaffen. Bei dem Wohltätigkeitsessen werden auch Spenden gesammelt, die dann den lokalen Hospizen und Hospizbewegungen zugutekommen. Das Geld geht deshalb an die Hospize, weil die heilige Barbara auch als Wegbegleiterin der Sterbenden verehrt wird. In den letzten Jahren konnten dadurch rund 90.000 Euro gespendet werden.  

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 22/100

Auf dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop hat eine der größten Abbaumaschinen ihre letzte Reise angetreten: der Walzenschrämlader. Anfang Oktober hatte das Schneidwerkzeug den letzten Einsatz. Jetzt haben die Kumpel die Maschine über Tage geschafft. In der Zukunft soll sie in ein Museum kommen. Wo sie ausgestellt wird, ist laut RAG aber noch unklar. Wenn du ein paar Eindrücke haben willst, wie der Walzenlader unter Tage gearbeitet hat, dann schau‘ dir doch unser kurzes Video an. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 23/100

Dass der Bergbau auch immer wieder in der Musik thematisiert wird, hat ja schon das Video von Günter Benning mit seinem Lied über die Bergbau-Stadt Ibbenbüren gezeigt. Wir haben noch zwei Beispiele für Bergbau-Lieder gefunden - diesmal aus dem Ruhrgebiet.
Schau doch mal hier ➡https://www.youtube.com/watch?v=u_IHRzMzTyA&feature=youtu.be
oder hier ➡https://www.youtube.com/watch?v=z2RIzEE_DS8

In nicht mal mehr einem Monat ist es so weit: Die letzten deutschen Zechen schließen und der Steinkohlenbergbau in Deutschland ist Geschichte. Der Anfang vom Ende der Kohle im Ruhrgebiet wurde aber schon vor langer Zeit eingeläutet – nämlich mit der Gründung der Ruhrkohle AG heute vor 50 Jahren. Das ist auch Thema des heutigen WDR Stichtages und deshalb hat der WDR viele Informationen zusammengetragen. Wenn du mehr wissen willst, dann geh doch mal auf den Link. ☝
https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-gruendung-rag-100.html   

 Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen zu der Frage zu den Halden im Ruhrgebiet. Tatsächlich lässt sich die Zahl der Halden nur ganz schwer festlegen. Früher hatte praktisch jede Schachtanlage eine kleinere oder größere Halde, heute sind sie zum Teil nur noch unscheinbare Hügel im Wald. Rund 250 Halden im Ruhrgebiet ragen über Baum- oder Dachhöhe hinaus. Viele kann man auch erklimmen und von dort aus die schöne Aussicht über das Ruhrgebiet genießen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 26/100 

Glück Auf! Hier ist Mathias Erdmann. Mich hat mal wieder eine Frage von euch erreicht. Ihr wolltet wissen, was ich über die ganzen Bergbau-Souvenirs denke, die es hier im Moment an jeder Ecke zu kaufen gibt. Die Antwort darauf gebe ich in dem Video. ⬆ Übrigens: Wenn du weißt, wo ich die Bergbau-Spieluhr bekommen kann, die ich gerade suche, dann melde dich doch gerne über WhatsApp beim WDR.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 27/100 

Glück Auf! Hier ist Mathias Erdmann. Mich hat mal wieder eine Frage von euch erreicht. Ihr wolltet wissen, was ich über die ganzen Bergbau-Souvenirs denke, die es hier im Moment an jeder Ecke zu kaufen gibt. Die Antwort darauf gebe ich in dem Video. ⬆ Übrigens: Wenn du weißt, wo ich die Bergbau-Spieluhr bekommen kann, die ich gerade suche, dann melde dich doch gerne über WhatsApp beim WDR.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 91/100

Vor knapp drei Jahren haben die Bergleute auf der Zeche Auguste Victoria in Marl die letzte Kohle gefördert. Das Bergwerk wurde anschließend stillgelegt, so wie es dann bald auch in Bottrop und Ibbenbüren sein wird. Aber Auguste Victoria durfte bislang noch nicht endgültig geschlossen werden und täglich sind Kumpel eingefahren, um Kontrollen durchzuführen. Es gab Unklarheiten rund um das Thema Grubenwasser und PCB. Jetzt sind die vom Tisch. Gutachter gehen davon aus, dass sich das giftige PCB unter Tage ablagert und nicht mit dem Grubenwasser in den Rhein abfließt. Bald können nun die letzten Schächte verfüllt werden. Wie das Abpumpen des Grubenwassers funktioniert, kannst du dir hier anschauen ➡ http://www.wdr.de/k/grubenwasser

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 92/100

Verlieben unter Tage, ein Grubenunglück mit einem Helden und das Zechensterben - All das ist der Stoff für ein Musical über den Bergbau. Gestern Abend hatte das Stück "Schwarzes Gold" Premiere in der Schauburg in Ibbenbüren. In der Stadt im Münsterland wurde im Bergwerk Anthrazit erst vor Kurzem die letzte Kohle gefördert. Das Musical soll an diese Bergbaugeschichte erinnern. Es gibt noch einige Vorstellungen auch im September und Oktober. Hier kannst Du reinhören, wie das klingt. http://www.wdr.de/k/muscial

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 93/100  

Glück Auf! Hier ist wieder Mathias Erdmann. Ich habe Euch in meiner letzten Nachricht ja schon erzählt, dass ich als Steiger für den Diesel-Transport unter Tage zuständig bin. Hier seht Ihr mich an meinem Arbeitsplatz 1200 Meter unter der Erde. Dort warte ich gerade die Diesellok Typ "Jumbo". Diese Loks haben vor vielen Jahren die Grubenpferde ersetzt und sind wichtig für den Material- und Personentransport. Genau wie unsere "Diesel-Katzen". Diese Bahnen hängen an einer Schiene und können so auch fast alle Ecken des Bergwerks erreichen. Damit alles immer einsatzbereit ist, fahren meine Kollegen und ich jeden Tag ein. Die "Diesel-Katzen" zeige ich Euch auch noch in den nächsten Wochen.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 94/100  

Heute gibt es etwas zu trinken! 14 ehemalige Kumpel der Zeche Prosper Haniel bauen eigenen Wein an. Seit 2011 kümmern sie sich um einen Weinberg auf dem Gelände einer Schachtanlage in Hünxe. Zum ersten Mal hatten dort Bergleute im Jahr 1984 Weinstöcke gepflanzt. Heute wachsen im "Sonneneck" 191 Reben. Die Bergleute haben die Trauben jetzt geerntet und sie an die Mosel gebracht. Dort werden sie zu rund 400 Flaschen Kumpel-Wein verarbeitet. Kaufen kann man den Tropfen aber nicht. Weil die Bergleute nur Hobby-Winzer sind, "müssen" sie alle Flaschen selber trinken.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 95/100  

Vater und Sohn gemeinsam unter Tage - dieses besondere Erlebnis hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet heute auf Prosper Haniel in Bottrop. Zu seiner letzten Grubenfahrt hat Laschet seinen Vater Heinz mitgenommen, der selber auf der Zeche Anna in Alsdorf bei Aachen als Steiger gearbeitet hat. Ein Anliegen von Armin Laschet war, die Leistung der sogenannten Gastarbeiter zu würdigen. Sie hätten als Bergleute einen wichtigen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes geleistet. Zur Geschichte der Arbeitskräfte aus dem Ausland haben wir auch noch einen Link für dich ➡ http://www.wdr.de/k/gastarbeiter

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 96/100  

Am 15.08. wurde auf Prosper-Haniel das vorletzte Kohlerevier stillgelegt. Für Reviersteiger Jürgen Jakubeit und seine Kollegen ein bitterer Tag. ➡ https://s.atms.at/pbq3ta

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 97/100  

Das Kinderbergwerk Zeche Knirps in Bochum ist ein wirklich lohnendes Ausflugsziel. Am LWL-Industriemuseum Zeche Hannover können Kinder in einem liebevoll nachgebauten Bergwerk selber anpacken und im Team "Kohle" fördern. Samstags geht das von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr, aber nur bis Ende Oktober. Und das imposante Gebäude der Zeche Hannover kann auch besichtigt werden. 1973 hat die Zeche geschlossen. Sie war die letzte in Bochum.

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage Bergbau 98/100  

Heute endet der Regelbetrieb auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. Die vereinbarte Kohle-Fördermenge ist erreicht. Trotzdem wird bis zum 21. Dezember sporadisch immer wieder Kohle gefördert. Das allerletzte Stück soll dann im Dezember an den Bundespräsidenten übergeben werden. 

Die Sprache der Bergleute ist eine ganz besondere und sie hat das Ruhrgebiet geprägt. Wir haben deswegen das Kumpel-ABC aufgebaut. "Wech vom Fenster" hat jeder schonmal gehört. Aber woher kommt das eigentlich? Ein Bergmann erklärt es Dir. http://www.wdr.de/k/kumpel-abc-fenster

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage 99/100

Glück Auf! Ich bin Mathias Erdmann, Steiger auf der Zeche Prosper-Haniel.  Ich werde Euch in den verbleibenden 99 Tagen begleiten und gebe Euch Einblicke in meine Welt unter Tage. Seit 2004 bin ich im Bergbau, habe mich zum Steiger hochgearbeitet und bin unter Tage für den Diesel-Transport zuständig. Wenn Ende des Jahres meine Zeche geschlossen wird, werden bei Vielen Tränen fließen.  Vor uns liegt eine spannende Zeit. Ich freu mich, dass Ihr hier dabei sein könnt. 

Tschüss Kumpel! Die letzten 100 Tage 100/100

Glück Auf! In genau 100 Tagen ist der Steinkohlenbergbau in Deutschland offiziell Geschichte. Dann werden die letzten beiden Bergwerke in Bottrop und Ibbenbüren endgültig stillgelegt. Aktuell arbeiten in Bottrop noch etwa 1.500 Kumpel. Bis Ende des Jahres fördern die auch noch rund 1,7 Millionen Tonnen Kohle aus über 1000 Metern Tiefe. Übrigens: In den 1920er Jahren haben dort auf Prosper 15.327 Menschen gearbeitet. Auf dem Bergwerk Antharzit in Ibbenbüren wurde schon der letzte Brocken Kohle ans Tageslicht geholt. Mitte August wurde dort der Abbau eingestellt, gearbeitet wird aber weiter. 800 Kumpel müssen Maschinen, Werkzeuge, Flüssigkeiten über Tage holen. Sie nennen das "rauben".

Stand: 26.09.2019, 17:34 Uhr