Trittbrettfahrerin gibt sich als vermisstes Mädchen aus

Symbolbild: Blaulicht der Polizei

Trittbrettfahrerin gibt sich als vermisstes Mädchen aus

Der Fall einer vermissten 17-Jährigen aus Duisburg hat eine Trittbrettfahrerin auf den Plan gerufen: Sie gab sich als die Vermisste aus und täuschte eine Notlage vor.

Die Meldung einer vermissten 17-Jährigen aus Duisburg, die Mitte Januar mit ihrem zwei Monate alten Säugling plötzlich verschwunden war, hat viele Menschen im Ruhrgebiet berührt. Offenbar auch eine Trittbrettfahrern.

Anruf mit unterdrückter Nummer

Mit unterdrückter Rufnummer meldete sich die Frau beim Jugendamt in Essen und gab sich als die vermisste 17-Jährige aus. Das berichtet die Polizei am Dienstag. Mit leiser und brüchiger Stimme sagte sie demnach, dass es ihr schlecht gehe und sie sich in einer Notlage befinde.

Die Polizei verfolgte den Anruf, der von einem Handy gemacht wurde. Schließlich führten die Spuren nach Dortmund-Aplerbeck zu einer 20-Jährigen. Dort liefen Polizei, Notarzt und weitere Helfer in großem Stil auf. Doch schnell fanden die Ermittler heraus, dass die Anruferin nicht die gesuchte Mutter war.

Kosten in vierstelliger Höhe

Die 20-jährige muss sich nun wegen Vortäuschung einer Gefahrenlage verantworten und die Kosten in vermutlich vierstelliger Höhe für den Einsatz bezahlen. "Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass jeder eine Verantwortung hat", sagt Polizeisprecher Peter Elke.

Warum die Frau die Notlage vortäuschte, ist nicht klar. Die eigentlich vermisste 17-jährige ist inzwischen mit ihrem Säugling wohlbehalten wieder aufgetaucht.

Stand: 26.01.2021, 11:09