Hagener Skater- und Bikerpark durch Trinkerszene gefährdet

Hagener Skater- und Bikerpark durch Trinkerszene gefährdet

  • Freizeitareal in Hagen von Trinkerszene in Beschlag genommen
  • Verwaltung soll den Einsatz eines Streetworkers testen
  • Kein Personal für Kontrollen

Der neue Skater- und Bikerpark im Hagener Problemstadtteil Wehringhausen ist gefährdet. Dort hat sich die Drogen- und Trinkerszene niedergelassen und die Jugendlichen weitgehend vertrieben.

Glasscherben und rauer Umgangston

Eigentlich sollten junge Radfahrer, Skater und Inliner auf dem Pump Track in Hagen-Wehringhausen unterwegs sein. Doch der asphaltierte Radparcours ist verwaist. Stattdessen hat die Trinkerszene der Stadt das Gelände für sich entdeckt. Glasscherben und ein rauer Umgangston haben die Jugendlichen vertrieben. Besorgte Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr auf das Freizeitareal.

Dabei waren Jugendliche in die Planungen für das Freizeitareal mit eingebunden. Als im März 2017 die Strecke im Problemstadtteil eröffnet wurde, rasten dort viele mit ihren Bikes über die Hindernisstrecken.

Pump Track gilt als Modellprojekt

Gefördert wurde das Projekt mit Geld vom Land und dem Bund, es gilt auch heute noch als modellhaft. Noch vor einer Woche hatte sich eine Delegation aus dem Rheinland das Gelände angeschaut, um möglicherweise einen vergleichbaren Parcours bauen zu lassen.

Rat der Stadt will Lösungsvorschläge bis zum Herbst

Hagens Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor den Ferien einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung Vorschläge erarbeiten soll, wie man rasch der Trinkerszene Herr werden kann. Bis zum September sollen erste Ideen zur Problemlösung präsentiert werden.

Es fehlen die Kontrolleure

Eine Möglichkeit wäre, einen Streetworker einzusetzen, der mit den Alkoholkranken Kontakt aufnimmt, auf sie zugeht und Lösungen entwickelt. Dafür fehlt der Stadt Hagen aber derzeit das Geld.

Ein anderer Vorschlag sieht vor, das Areal als Kinderspielplatz auszuweisen. Damit wäre hier das trinken alkoholischer Getränke verboten. Aber das müsste natürlich auch kontrolliert werden und dafür fehlt derzeit in Hagen das Personal.

Stand: 16.07.2018, 14:30