Trianel-Kraftwerk in Lünen: Prozess um Kühlturmabwasser

Das Trianel-Steinkohlekraftwerk in Lünen mit 160 Meter hohem Kühlturm.

Trianel-Kraftwerk in Lünen: Prozess um Kühlturmabwasser

Von Peter Lautsch

Der Kraftwerksbetreiber Trianel darf in Lünen 60.000 Kubikmeter Kühlturmabwasser pro Jahr in die Lippe leiten. Gegen die Genehmigung klagt der BUND.

Der BUND für Umwelt und Naturschutz (BUND) klagt gegen die Genehmigung von Trianel zur Einleitung von Kühlturmabwasser in die Lippe. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen könnte noch am Dienstag (14.01.2020) eine Entscheidung verkünden.

Die Bezirksregierung Arnsberg erlaubt dem Kraftwerksbetreiber Trianel, in Lünen pro Jahr mehr als 60.000 Kubikmeter Kühlturmabwasser und Abwasser aus der Rauchgasentschwefelungsanlage in den Fluss zu leiten.

BUND: Quecksilberbelastung in der Lippe ist hoch

Der BUND sieht den Fluss besonders durch die Belastung durch Schwermetalle gefährdet. Der mit Wasser betriebene Kühlturm reduziert nicht nur die Abwärme des Steinkohlekraftwerks. Er dient auch als Schornstein-Ersatz und leitet die gereinigten Rauchgase in die Luft. Darin sind immer noch Schwermetalle wie Quecksilber. Der BUND meint, dass die Quecksilberbelastung für in der Lippe lebende Fische schon heute die Umweltqualitätsnorm übersteige.

Trianel: Gute Wasserqualität in der Lippe

Trianel verweist ebenfalls auf vorliegende Messungen und Gutachten. Demnach gäbe es durch die Einleitung des Kühlturmabwassers keine relevante Veränderung der Wasserqualität in der Lippe.

Ohne Kühlturm müsste der Stadtwerkeverband Trianel den Kraftwerksbetrieb in Lünen einstellen.

Stand: 13.01.2020, 14:07