Erstochene 15-Jährige: Dortmund bietet Trauernden Hilfe an

Blumen und Kerzen stehen in einem Parkhaus in Dortmund

Erstochene 15-Jährige: Dortmund bietet Trauernden Hilfe an

  • 15-Jährige in Dortmund niedergestochen und stirbt
  • 16-jährige Tatverdächtige schweigt weiterhin
  • Stadt bietet trauernden Jugendlichen Hilfe an

Nach dem tödlichen Streit am Bahnhof in Dortmund-Hörde bietet die Stadt Dortmund Jugendlichen Hilfe an. In der Nähe des Parkdecks, auf dem ein 15-jähriges Mädchen am Wochenende erstochen worden war, steht ein Transporter des Jugendamtes.

Hier können Jugendliche über ihre Gefühle sprechen und Fragen stellen. Ein Team vom Jugendamt steht dort bis einschließlich Freitag (02.03.2018) von 10 bis 20 Uhr zur Verfügung. Für Freitag haben Freunde des Opfers ein großes Gedenken am Parkhaus angekündigt.

Tatmotiv der Verdächtigen unklar

Die 16-jährige mutmaßliche Täterin konnte kurz nach der Tat in der Nähe des Bahnhofs festgenommen werden. Gegen sie wurde am Samstag (24.02.2018) Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Sie sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Mädchen auf einem Parkdeck am Bahnhof in Dortmund-Hörde war am Freitagabend (23.02.2018) die 15-jährige Dortmunderin tödlich verletzt worden.

Nach Informationen der Polizei soll ihr die 16-Jährige ein Messer in die Brust gestoßen haben. Trotz Reanimationsmaßnahmen starb das Mädchen wenig später im Krankenhaus. Sie war vom Jugendamt betreut worden.

Ursache möglicherweise Banalität

Offenbar kannten sich die beiden Mädchen und hielten sich mit Freunden am Freitagabend auf dem Parkdeck nahe eines Fast-Food-Restaurants auf. Warum die beiden Mädchen miteinander in Streit gerieten, ist bisher noch unklar. Ursache sei wahrscheinlich eine Banalität gewesen, sagte der Staatsanwalt. Mittlerweile ist die Tatwaffe gefunden.

Runder Tisch hatte Sicherheitsmaßnahmen wenige Stunden vorher beschlossen

Tragisch: Nur wenige Stunden vor der Tat hatte ein Runder Tisch mit Polizei, Stadt, Bahn und Gebäudeeigentümer Maßnahmen beschlossen, um den "Brennpunkt Parkdeck" zu entschärfen.

Unter anderem soll dort kurzfristig ein Sicherheitsdienst eingesetzt werden. Zwischen 0 und 7 Uhr soll das Deck komplett geschlossen werden.

Nach Auskunft des Stellvertretenden Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock (CDU) hat das Jugendamt außerdem eine streetworker-Stelle geschaffen. "Diese Maßnahmen sollen so schnell wie möglich umgesetzt werden", sagte Depenbrock dem WDR. Für das 15-jährige Opfer kommen sie aber zu spät.  

Stand: 28.02.2018, 16:31