Nach Tierquälerei: Neue Vorwürfe gegen Schlachtbetrieb Mecke

Mann schlägt mit einem Knüppel auf eine Kuh ein, die in einer Box liegt

Nach Tierquälerei: Neue Vorwürfe gegen Schlachtbetrieb Mecke

Das Veterinäramt des Kreises Unna kann nicht ausschließen, dass in den Betrieben von Metzger Mecke aus Werne auch gegen die Lebensmittelsicherheit verstoßen wurde.

Während der Pressekonferenz des Kreises Unna am Dienstagmittag wurden weitere Details des Tierschutz-Skandals um den Schlachtbetrieb Mecke bekannt. Das Veterinäramt des Kreises Unna schließt nicht aus, dass auch Fleisch von Tieren für den Verzehr verarbeitet wurde, welches eigentlich nicht mehr dafür bestimmt war, dass Menschen es essen. Das trifft zum Beispiel auf das Fleisch von kranken Tieren zu, die Antibiotika bekommen.

In Zukunft mehr Kontrollen vom Kreis

Der Kreis kann den Verdacht weder bestätigen noch verneinen. Über die aktuellen Ermittlungsergebnisse könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen gemacht werden, so der Kreis Unna. In Zukunft soll es mehr Kontrollen und mehr Personal geben, damit in Verdachtsfällen rechtzeitig eingeschritten werden kann.

Bereits am Wochenende musste der Metzger seine beiden Filialen in Werne und Lünen schließen. Der Kreis Unna hat der Fleischerei Mecke am Freitag die Genehmigung für seinen Schlachtbetrieb entzogen. Die aktuellen Ordnungsverfügungen gegen die Mecke GmbH gelten an allen Standorten. Dort ist das Zerlegen, die Weiterverarbeitung von Tieren, das in Verkehr Bringen von Lebensmitteln sowie der Umgang mit Tieren jetzt untersagt.

Stand: 17.08.2021, 17:08