Rinder standen im Kot: Veterinäramt sieht keine Tiergefährdung

Das Rind ist dreckig, der Stall in dem es steht aber wieder trocken gelegt.

Rinder standen im Kot: Veterinäramt sieht keine Tiergefährdung

  • Bauer angeblich mit Wettersituation überfordert
  • Rinder standen knöcheltief in Kot und Urin
  • Veterinäramt sieht keine Tiergefährdung

In Dortmund hatten Tierschützer der "Arche 90" Fotos von Rindern gemacht, die im Stall eines Bauernhofes knöcheltief in Kot und Urin stehen. Sie prangerten die Missstände in dem Betrieb an. Das Veterinäramt hat den Bauernhof am Montag (08.07.2019) noch einmal unangekündigt kontrolliert und bekanntgegeben, dass es auf dem Hof keine Tiergefährdung gibt. Es habe sich nur um eine kurzfristige Notsituation gehandelt.

Landwirt wegen heißem Wetter überfordert

Auf WDR-Nachfrage gab der Bauer bereits am Dienstag (02.07.2019) zu, dass die Situation auf seinem Hof so "eigentlich nicht in Ordnung" sei. Der Landwirt sagte, dass er mit der Wettersituation überfordert gewesen sei. Die Rinder hätten bei den hohen Temperaturen wohl die Tränken im Stall umgeworfen und so für eine Überschwemmung gesorgt. Dadurch habe es dort "nicht schön" ausgesehen.

Tierschützer zweifeln an

Inzwischen hat der Bauer, der rund 200 Tiere besitzt, den Stall wieder trocken gelegt. Die Tierschützer geben allerdings an, Beweise zu haben, dass die Zustände im Stall schon seit Monaten so schlecht sind.

Wofür kämpfen Tierrechtler? Tiere suchen ein Zuhause 24.03.2019 07:42 Min. UT Verfügbar bis 24.03.2020 WDR Von Jörg E. Mayer

Stand: 08.07.2019, 11:04