Duisburg: Thyssen-Krupp-Vorstand trifft auf Stahlarbeiter

Thyssen-Krupp: Spontane Arbeitsniederlegung der Stahlarbeiter in Duisburg-Hüttenheim

Duisburg: Thyssen-Krupp-Vorstand trifft auf Stahlarbeiter

  • Thyssen-Krupp-Betriebsversammlung in Duisburg
  • Vorstand berichtete zu neuen Plänen für den Stahlbereich
  • Spontane Arbeitsniederlegung im Werk in Hüttenheim

Der Stahlvorstand von Thyssen-Krupp hat bei einer Betriebsversammlung des Duisburg-Hamborner Standorts seine Mitarbeiter über die neue Strategie für den Stahlbereich am Donnerstagvormittag (05.12.2019) informiert. Am Nachmittag stellte dieser sich dann Mitarbeitern im Werk in Duisburg-Hüttenheim.

Thyssen-Krupp: "Neue Führung muss sich beweisen"

WDR 5 Morgenecho - Interview 05.12.2019 05:17 Min. Verfügbar bis 04.12.2020 WDR 5

Download

Bühne der Betriebsversammlung in Duisburg-Hamborn

Bühne der Betriebsversammlung in Duisburg-Hamborn

Bei der Betriebsversammlung in Duisburg-Hamborn waren am Vormittag um die 1.000 Mitarbeiter. Der Betriebsrat nahm Stellung zu den Plänen des Unternehmens. "Licht und viel Schatten", sieht Tekin Nasikkol, Gesamtbetriebsratschef der Stahlsparte, in der neuen Strategie des Managements. Es seien zwar viele Investitionen in die lange vernachlässigten Stahlwerke geplant. Aber keine davon sei bis jetzt sicher. Alles hängt am geplanten Verkauf der profitablen Aufzugssparte von Thyssen-Krupp.

Bis Ende März soll es hier Klarheit geben – und damit auch konkrete Zahlen zu den Investitionen im Stahlbereich. Negativ zu bewerten seien auch die in einigen Bereichen geplanten Einschnitte. Gegen die mögliche Schließung von Produktionsanlagen – wie dem Grobblechwerk in Hüttenheim – würde der Betriebsrat kämpfen, kündigte Nasikkol an.

Der Betriebsratsvorsitzende von Thyssen-Krupp Steel Europe in Duisburg-Hüttenheim, Mehmet Göktas, forderte den Vorstand auf, den Mitarbeitern des Grobblechwerks bei einer spontanen Arbeitsniederlegung am Donnerstagnachmittag Rede und Antwort zu stehen.

Spontane Arbeitsniederlegung im Duisburger Süden

Dem kam der Stahlvorstand im Thyssen-Krupp-Werk im Duisburger Süden nach. Vor Tor neun trafen die Früh- und Mittagsschicht aufeinander, die ihre Arbeit spontan niederlegten. Es waren knapp 300 Mitarbeiter vor Ort. Die Ängste und Sorgen konnte der Vorstand den Stahlarbeitern nicht nehmen. Denn das Grobblechwerk soll womöglich geschlossen oder verkauft werden.

Am Mittwoch (04.12.2019) hatte die Unternehmensleitung ihr Zukunftskonzept vorgestellt. Als gefährdet gelten mehrere Standorte. Darunter eben auch das Grobblechwalzwerk in Duisburg-Hüttenheim mit 900 Beschäftigten. Am Dienstag hatten in Duisburg mehrere tausend Stahlarbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

Stand: 05.12.2019, 16:03

Weitere Themen