Thyssen-Krupp baut 3.000 Stellen ab

Firmemnlogo von ThyssenKrupp an der Firmenzentrale in Essen

Thyssen-Krupp baut 3.000 Stellen ab

  • Stellenabbau in Stahl-Sparte bis 2026
  • Keine betriebsbedingten Kündigungen
  • Sofort-Paket zur Corona-Krise

Thyssen-Krupp will in den nächsten sechs Jahren rund 3.000 Jobs abbauen und damit seine schwächelnde Stahlsparte sanieren. Das hat das Unternehmen Mittwochmorgen mitgeteilt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen dabei aber vermieden werden. In der Verwaltung sollen 1.000 Mitarbeiter betroffen sein, in der Produktion 2.000.

Zwei Standorte fallen wahrscheinlich weg

Damit fallen 1000 Stellen mehr weg als bislang bekannt. Der Standort Bochum an der Essener Straße soll erhalten bleiben und ein neues Zentrum für Elektromobilität bekommen. Für den Standort an der Castroper Straße in Bochum gibt es hingegen keine Zukunft. Das Grobblechwerk in Duisburg-Hüttenheim soll, wenn sich kein Käufer findet, spätestens Ende kommenden Jahres geschlossen werden.

"Wir haben Probleme zu lange aufgeschoben und harte Entscheidungen gescheut", sagte Thyssen-Krupp Vorstand Klaus Keysberg. Der Stellenabbau gebe dem Konzern Spielraum, damit der Stahl langfristig wettbewerbsfähig bleiben kann

"Corona-Krisenpaket"

Bei den Tarifverhandlungen ging es auch um die aktuelle Corona-Krise. Der Konzern konnte sich mit der IG Metall auf ein Sofortpaket einigen. In der kommenden Woche werden die Arbeitszeiten der Beschäftigten verkürzt. Außerdem kann, falls nötig, das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent aufgestockt werden kann.

Befristete Garantie für Stahlsparte bei Thyssen-Krupp 01:46 Min. Verfügbar bis 30.12.2099

Stand: 25.03.2020, 07:56