Nach Tanklasterbrand auf A40: Fahrer war doch nicht flüchtig

Stand: 01.09.2021, 12:00 Uhr

Der Tanklastfahrer, der gegen einen Brückenpfeiler auf der A40 geprallt ist und damit einen Großbrand verursacht hat, wollte doch nicht untertauchen. Das musste die Staatsanwaltschaft auf Anfrage des WDR korrigieren.

Nach dem Tanklasterunglück vor einem Jahr auf der A40 bei Mülheim wollte der Unfallfahrer doch nicht untertauchen. Zunächst hieß es, dass er sich in die Türkei absetzten wolle. Die Staatsanwaltschaft Duisburg räumte auf Anfrage des WDR ein: Der Fahrer wollte lediglich für eine Woche in den Urlaub fahren.

Folgeschweres Flammeninferno

Der Tanklastfahrer war im vergangenen Jahr volltrunken gegen einen Brückenpfeiler auf der A40 beim Mülheim geprallt und löste damit ein folgeschweres Flammeninferno aus. Als die Polizei ihn im Februar nicht zu Hause antreffen konnte, erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Seitdem wurde nach dem Mann gefahndet, er galt als verschwunden. Nach der Festnahme am Flughafen ist der Mann wieder auf freiem Fuß.

Mann war in Entzugstherapie

Laut Anwalt des 42-Jährigen war er aber von November bis April in stationärer Alkohol-Entzugstherapie und habe ansonsten wie zuvor in Essen gewohnt. Wegen des Haftbefehls fiel er jedoch in der vergangenen Woche am Flughafen in Düsseldorf auf. Der Staatsanwaltschaft lagen nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über den Aufenthaltsort des Mannes vor, deshalb konnte es zu diesem Irrtum kommen.