Muezzin darf in Gelsenkirchen täglich zum Ramadan rufen

Moschee mit Willkommensschild in Gelsenkirchen

Muezzin darf in Gelsenkirchen täglich zum Ramadan rufen

Von Denise Friese

Mit Beginn des Fastenmonats Ramadan wird in einer muslimischen Gemeinde zum ersten Mal täglich der Muezzinruf zu hören sein.

Die Moschee im Stadtteil Hassel hat wegen der Pandemie eine Aunahmegenehmigung bekommen. Zum Fastenbrechen bei Sonnenuntergang wird täglich der Muezzinruf erklingen, weil es kein gemeinsames Gebet in der Moschee geben kann.

"Wir wollen den muslimischen Gemeindemitgliedern beistehen und eine Freude machen", sagt Cesur Özkaya, der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde in Hassel. Die Auflagen zum Lärmschutz seien erfüllt. Bereits seit 20 Jahren gibt es dort den Muezzinruf zum Freitagsgebet.

Brief an die Nachbarn

Cesur Özkaya will aber keinesfalls, dass die Anwohner in Hassel sich durch den täglichen Muezzinruf gestört fühlen. Er hat einen Brief verteilt und darin sein Anliegen erklärt: der Muezzinruf sei in der Pandemie "ein Zeichen von Solidarität" und er soll den Gläubigen "die Möglichkiet bieten, sich wie in einer Gemeinschaft zu fühlen."

Bis zum 12. Mai sei der Gebetsruf jeden Abend etwa fünf Minuten zu hören. Bei Fragen könnten sich die Nachbarn gern an die Gemeinde wenden.

In anderen Moscheen in Gelsenkirchen wird der Muezzinruf nicht genehmigt - dort gebe es zu viele Anwohner, für die es laut werden könnte, sagt die Stadt.

Stand: 13.04.2021, 20:34

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