Prozess: Angeklagter gesteht Supermarkt-Raubserie

Drei Männer mit ihren Anwälten auf der Anklagebank - die Angeklagten verdecken ihre Gesichter mit Ordnern

Prozess: Angeklagter gesteht Supermarkt-Raubserie

  • Männer sollen acht Supermärkte überfallen haben
  • Ein Angeklagter gesteht Taten vor Gericht
  • Hauptverdächtiger hätte im Gefängnis sitzen müssen

Monatelang haben sie die Polizei beschäftigt, jetzt müssen sie sich vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Drei junge Männer aus Lünen sollen von Januar bis September 2017 insgesamt acht Supermärkte in Hamm, Lünen, Ascheberg und Drensteinfurt überfallen haben. So lautete am Donnerstag (07.03.2019) die Anklage. Einer der Angeklagten hat die Taten bereits gestanden.

Bei den Überfällen soll jeweils mindestens einer der Angeklagten mitgemacht haben. Dabei sollen die zwischen 21 und 27 Jahre alten Männer immer kurz vor Feierabend in den Supermärkten aufgetaucht sein und das Personal mit einer Waffe bedroht haben. Die Beute: rund 20.000 Euro.

Fahndung dank "Aktenzeichen XY ungelöst" erfolgreich

Die Polizei kam rund ein Jahr nach der Raubserie, im Oktober 2018, durch einen Fahndungsaufruf in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ auf das Trio. Der Hauptverdächtige ist ein 21-jähriger Mann aus Lünen. Während der Taten hätte er eigentlich im Gefängnis sitzen sollen, war aber aus einem Hafturlaub nicht zurückgekehrt.

Der Prozess wird Ende März fortgesetzt, insgesamt sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt. Auch die beiden anderen Angeklagten wollen sich dann äußern. Ein Urteil wird im Mai erwartet.

Stand: 07.03.2019, 13:42