Essener Supermarkt erteilt Schülern Hausverbot

Ein Kunde steht vor einem Supermarktregal

Essener Supermarkt erteilt Schülern Hausverbot

  • Einkaufverbot für Schüler von 8 bis 15.30 Uhr
  • Absprache mit der betroffenen Schule
  • Andere Schüler fühlen sich diskriminiert

In Essen-Altendorf dürfen Schüler von 8 bis 15.30 Uhr nicht in einem Penny-Markt einkaufen. Schülergruppen hatten immer wieder Kunden belästigt und Sachen beschädigt.

Supermarktverbot für Schüler

Der Altendorfer Penny-Markt an der Kopernikusstraße hat Schülern ein vorläufiges Hausverbot erteilt. Laut Pressesprecher Andreas Krämer ist dies in Abstimmung mit der Schule geschehen, die das Vorgehen befürwortet habe. Der Markt habe keine andere Möglichkeit gesehen, seine Mitarbeiter, Kunden und Waren "gegen anhaltende Übergriffe von Schülergruppen zu schützen."

Schwierige Situation für Schüler

Die Schüler der Gesamtschule Bockmühle haben keinen Kiosk und auch die Schulkantine funktioniert momentan nicht. Daher geht ein Teil der 2.000 Schüler in der Pause zu dem Supermarkt, wodurch es zu einer gehäuften Anzahl an Schülern in dem Geschäft kommt.

Elmar Schmitz von der Elternpflegschaft hofft, dass sich das bald ändert: "Der Kiosk wird bis spätestens Anfang Januar wieder den Betrieb aufnehmen mit einem komplett geänderten Angebot und dann gehen wir davon aus, dass wir die Situation in den Griff kriegen."

Andere Schüler fühlen sich diskriminiert

Durch das Verbot kam es bereits vor, dass auch ein Schüler einer anderen Schule davon betroffen war, der sich daraufhin diskriminiert fühlte. Der Markt behält sich für die Zukunft vor, das Hausverbot perspektivisch wieder aufzuheben.

Stand: 28.11.2019, 19:14

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