Stromausfall: 3.000 Biontech-Impfdosen im Kreis Recklinghausen vernichtet

Fläschen mit Impfdosen in Abfüllstraße

Stromausfall: 3.000 Biontech-Impfdosen im Kreis Recklinghausen vernichtet

Der Kreis Recklinghausen hat einen denkwürdigen Stromausfall am Wochenende aufgearbeitet. Weil ein Alarm ins Leere ging, sind tausende Corona-Impfdosen unbrauchbar geworden.

Pleiten, Pech und Pannen im Kreishaus Recklinghausen. In speziellen Räumen des Verwaltungsgebäudes hat die Kreisverwaltung sämtliche Impfdosen gegen Corona gelagert - in der Annahme, dass dort nichts passieren könnte. Ein Stromausfall hat dem Kreis aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Stromausfall ausgerechnet im Kühl-Bereich

In der Nacht zu Samstag (20.11.2021) war der Strom ausgefallen. Für diesen Fall sollte eigentlich ein Notstromaggregat anspringen, doch aus bislang noch nicht geklärten Gründen, tat es das nicht. Die zweite Sicherung war eigentlich ein so genannter Temperatur-Tracker. Falls es zu warm wird im Kühlschrank, geht ein Alarm an.

Alarmschaltung per Email

"Doch dieser Alarm war so geschaltet, dass die Verantwortlichen per Email informiert wurden", sagt Svenja Küchmeister, Sprecherin des Kreises Recklinghausen. Weil die den Alarm verschliefen und erst am nächsten Morgen die Alarmmeldung lesen konnten, wurden die 3.000 Biontech-Impfdosen warm und somit unbrauchbar.

Kreis Recklinghausen zieht Konsequenzen

Die Impfdosen waren eigentlich für eine mobile Impfaktion in Gladbeck und für eine feste Impfstelle in Oer-Erkenschwick vorgesehen. Glücklicherweise konnten Nachbarstädte und mehrere Apotheken aushelfen. Der Kreis Recklinghausen hat jetzt Konsequenzen gezogen: Die Impfdosen werden an mehreren Stellen gelagert und die Alarmschaltung soll künftig auch per Mobiltelefon funktionieren.

Stand: 24.11.2021, 11:59