Entschädigung nach Stromausfall in Essen

Stecker in der Nähe einer Steckdose

Entschädigung nach Stromausfall in Essen

  • Etwa 20 Prozent Schadensersatz werden gezahlt
  • Geschädigte verzichten auf Rechtsstreit
  • Schiff hatte Hochspannungsleitung in Essen abgerissen
  • Viele defekte Elektrogeräte

Der Schadensersatzzahlung an Betroffene eines großen Stromausfalls in Essen vor knapp zwei Jahren steht nichts mehr im Weg. Geschädigte, die mit der gerichtlich festgelegten Summe unzufrieden waren, verzichten auf einen Rechtsstreit.

Haftungsgrenze geringer als Schaden

Ein niederländisches Frachtschiff hatte im Mai 2017 eine Hochspannungsleitung im Essener Hafen abgerissen. Durch den Stromausfall gingen in vielen Haushalten und Firmen hunderte Elektrogeräte kaputt. Über 500 Geschädigte hatten sich gemeldet.

Insgesamt entstand ein Schaden von 4,7 Millionen Euro. Die Haftungsgrenze der Schiffsversicherung liegt allerdings bei 900.000 Euro. Somit bekommen die Betroffenen nur etwa 20 Prozent ihres Schadens erstattet.

Keine Klage gegen Entschädigungssumme

Das zuständige Gericht in Rotterdam hatte die Höhe der Schadensersatzzahlung Ende des vergangenen Jahres festgelegt. Geschädigte, wie der Netzbetreiber Westnetz und ein Autoteile-Bauer in Essen, hatten danach rechtliche Schritte angekündigt.

Wie der Verwalter der Schadenssumme dem WDR gegenüber bestätigt, haben sich Westnetz und der Essener Autoteile-Bauer gegen eine Klage entschieden. Wann die Entschädigung ausgezahlt wird, stehe noch nicht fest.

Stand: 08.01.2019, 10:37

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